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Zeichen gegen das Vergessen setzen

Dieser „Stolperstein“ soll an die Ermordung von Gisela Löwy erinnern.

Die Aktion „Stolpesteine ist eine der wichtigsten Initiativen der „Neuen Formen des Gedenkens“: In über 240 deutschen und mehreren europäischen Städten sind bisher ca. 12000 „Stolpersteine“ verlegt worden – am Samstag kamen in Regensburg 16 neue Steine hinzu, darunter auch einer für Gisela Löwy, die einst in Neunburg gelebt hat.

Diese Stolpersteine sollen Erinnerungszeichen sein, die unmittelbar am Ort des Geschehens auf die damaligen Verbrechen hinweisen und den berühren, der sich von ihrer Botschaft berühren lassen will, informiert die „Initiative Stolpersteine für Regensburg“. Unter dem Dach des Evangelischen Bildungswerkes Regensburg e.V. (EBW) hat diese rund 20-köpfige Gruppe anno 2007 die erste Verlegung von Stolpersteinen realisiert.

Gisela Löwy geb. Bloch wurde 1942 von den Nazis ins Lager Piaski verschleppt, wo sie vermutlich den Tod fand. 1878 in Cham geboren kam Gisela 1898 mit ihren Eltern nach Neunburg, wo ihr Vater, Jakob Bloch, in der unteren Hauptstraße ein Spezerei- und Schnittwarengeschäft betrieb. 1904 heiratete sie den aus Böhmen stammenden Kaufmann Rudolf Löwy. Als ihr Gatte Rudolf 1933 in Neunburg an den Folgen einer Blinddarmentzündung stirbt, verkauft sie zwei Jahre später ihr Anwesen an den Seilermeister Andreas Schönberger aus Nabburg, verlässt die Pfalzgrafenstadt und zieht nach Regensburg in die Obere Bachgasse 18. Gisela wird mit dem gleichen Transport wie ihr Bruder und ihre Schwägerin ins Todeslager Piaski verschleppt. Ihre beiden Töchter Ida (*1910), später verheiratete Monroe, und Hildegard (*1905), verheiratete Grünhut, überleben den Holocaust und wandern nach den USA aus.

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