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Region Schwandorf
Montag, 20. August 2018 28° 2

Freizeit

Zeitreise ins Mittelalter „z‘Nappurch“

Beim Mittelalterlichen Markt zu Nabburg in der „Oberen Pfalz“ kamen bei durchwachsenem Wetter wieder Tausende Besucher.
Von Dietmar Zwick

  • Die Bürgermeister und Stadträte zogen ein, begleitet von Gästen und dem Tross des Mittelaltermarkts.Fotos: Zwick
  • Gaukler Sepp Schabernack zeigte seine Künste.
  • Fröhliche Kinder mit Kopfkränzen boten ein schönes Bild.

NABBURG. Die fünf Eingänge waren „gut bewacht und wer nicht willig war, den Wegezoll zu entrichten, dem wurde der Einlass verwehret“. Doch alle löhnten freiwillig in Anbetracht der Lanzen und Hellebarden, die die Frauen und Männer an den Stadttoren in Händen hielten.

Schlag 11 Uhr setzte sich der Zug vom Schlosshof zum Rathaus in Bewegung. Aus dem ersten Stock des Rathauses grüßten Bürgermeister Armin Schärtl, Marktbürgermeister Karl Beer und Jaques Breillat, Bürgermeister der Partnerstadt Castillon la Bataille, das Volk, das sich davor zahlreich versammelt hatte. Bei der Eröffnung entboten sie Persönlichkeiten wie stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch und Bürgermeistern aus den umliegenden Kommunen ein gnädiges Willkommen. Die Rittersleut und edlen Frauen wie Bürgersleut, Bauernleut, Handwerker, Spieler, fahrendes Volk und braven Untertanen des gnädigen Kurfürsten waren aufgefordert, zu hören, was ihnen kundgetan wurde, im Namen des Kürfürsten sowie des Rates der Stadt Nabburg.

Armin Schärtl ließ verkünden, dass der große Jahrmarkt gewilligt und gestattet sei. Marktbürgermeister Karl Beer ließ verlauten, „was von den gnädigsten Herren angeordnet war“. Nach Recht, Gesetz und Brauch durften Waren, Güter und Dienste am Samstag und Sonntag innerhalb der Stadtmauern angeboten und verkauft werden. Die Waren mussten handwerklich gefertigt und ohne Wucher angeboten werden, verkündete Beer.

Der gesamte Marktplatz war gesäumt von Ständen und Hütten mit Händlern in alten Gewändern, die ihre Waren anpriesen und man fühlte sich ein paar Jahrhunderte ins Mittelalter zurückversetzt. Schellen erklangen, wohlriechende Gerüche und Düfte von Speisen oder Kräutern lagen in der Luft und unzählige Menschen waren in historischen Gewändern gekleidet. 40 Handwerker, 40 Händler und mehr als 20 Bewirter sorgten für ein farbenprächtiges „Z’Nappurch Marckt & Gaudium“. Die Besucher ließen sich unter anderem Feuerspieß, Flammkuchen, Steckerlfisch, Ritterzipfel oder Ochs am Spieß munden. Schnaps, Bier und Wein gab es zum Tranke.

Eine Ausstellung zum Thema Farben, Führungen auf dem Glockenturm und Münzprägungen gab es ebenso wie Ritterlager und ein handbetriebenes Karussell. Schauspiel, Schaukämpfe, Feuerspucker und ein buntes Drumherum, sorgten dafür, dass vom Kinde bis zur älteren Gesellschaft etwas dabei war.

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