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Kommunalwahl

Zukunftswerkstatt für Burglengenfeld

Das Ziel der Grünen ist der Einzug ins Stadtparlament. Sie fordern eine Ausrichtung der Maßnahmen im Sinne des Klimaschutzes.
Von Josef Schaller

Listenkandidaten von Bündnis90/Die Grünen mit MdL Anna Toman (4.v.r.) und Kreisrat Rudi Sommer (2.v.l.)  Foto: Josef Schaller
Listenkandidaten von Bündnis90/Die Grünen mit MdL Anna Toman (4.v.r.) und Kreisrat Rudi Sommer (2.v.l.) Foto: Josef Schaller

Burglengenfeld.Bündnis 90/Die Grünen wollen wieder im Stadtrat mitmischen. Im Gasthof „Burgblick“ präsentierten sie ihre Liste für die kommende Kommunalwahl am 15. März. Erst Ende Juli 2019 hatte sich der Ortsverband neu aufgestellt. Zehn Kandidaten stehen zur Verfügung. Die Liste wird durch Drei- und Zweifachnennungen aufgefüllt.

Zwar hatte es auch bei den Kommunalwahlen 2014 ihr damaliger Spitzenkandidat Oliver Ehrenreich ins Plenum geschafft. Der hatte aber bereits 2015 sein Mandat wieder niedergelegt. Er und dessen damaliger Nachrücker Michael Dusch sind inzwischen zur SPD gewechselt.

„Dieser Augenblick lag vor sechs Monaten noch in weiter Ferne. Wir mussten uns sozusagen aus dem Nichts neu strukturieren und aufstellen“, wie der neue Ortssprecher Sirko Galz, der auch die Kandidatenliste auf Platz 1 anführt, anmerkte. Das Ergebnis sei eine starke Liste. Ziel ist es unter anderem, eine klimaneutrale Stadt zu schaffen, den Flächenverbrauch einzudämmen, alte Stadtbäume zu erhalten sowie die Naabauen zu schützen.

Konkrete Pläne für das Irl

„Diese sind das grüne Wohnzimmer der Stadt“, sagte Galz nach der Versammlung im Gespräch mit unserem Medienhaus. Anzustreben sei eine sanfte Aufwertung und Förderung dieses Gebietes als Naherholungsbereich. Dabei stellt sich der Ortssprecher unter anderem mehr Sitzgruppen und Einrichtungen vor, mit denen die Verweildauer erhöht werden kann, und möchte den Vereinen mehr Platz für Veranstaltungen und Konzerten einräumen. Eine intensive Biergartennutzung stehe allerdings in Konflikt mit dem Naturschutz, so Galz.

Die Liste

  • Wahl:

    Zehn Kandidaten stehen zur Verfügung. Über die Listenplätze 1 bis 6 wurde einzeln, die Weiteren wurden im Block abgestimmt. Es gibt Dreifach-, Doppel- und Einzelnennungen.

  • Kandidaten:

    Sirko Galz, Norbert Wein, Klaus Schuster, Albert Neuner, Verena Schuster, Reinhold Schmalzbauer, Simon Kothmeier, Brigitte Beer, Gudrun Wolf und Carola Wencelides.

Einsetzen wollen sich die Grünen auch für eine bessere Vernetzung des Nahverkehrs im Städtedreieck. Dabei favorisieren sie als kurzfristig umsetzbare Alternative zur Reaktivierung der Bahn getaktete Buslinien, die dort langfahren, wo tatsächlich Bedarf ist. Und sie fordern den konsequenten Ausbau von Radwegen. Unter dem Thema „Zukunftswerkstatt“ will sich die Partei für den Erhalt des VAZ einsetzen und fordern ein eigenes Existenzgründerzentrum und einen Ausbau der Kläranlage.

Beim TV-Gelände nehmen die Grünen Abstand von überstürzten Aktionen. Eine neue Nutzung dieser Fläche müsse gründlich überlegt sein, weil sich das Stadtbild dadurch über Jahrzehnte verändern werde, wie Galz betonte. Als Folgenutzung dieses Areals können sich die Grünen einen Ort der Begegnung und der Vereine vorstellen, aber auch einen Ort der Mitte zum Wohnen, zum Arbeiten und für die Freizeit.

MdL Anna Toman appellierte an die Kandidaten, mit Spaß und Durchhaltevermögen das Ziel „Einzug in den Stadtrat“ anzugehen und betonte, dass es genug Ideen gebe, Burglengenfeld eine Ecke grüner zu machen.

Ein entscheidendes Jahrzehnt

Als zweitgrößter Ort im Landkreis Schwandorf sei es wichtig, dass Die Grünen hier in Burglengenfeld vor Ort aktiv sind, so Kreisrat Rudi Sommer, der das nächste Jahrzehnt als sehr entscheidend für den Klimawandel betrachtet. Inzwischen seien zwar außer der AfD alle Parteien auf den „Klimazug“ aufgesprungen, wie Sommer sagte, und auch die Bundeskanzlerin habe Maßnahmen für den Klimaschutz in ihrer Neujahrsansprache als „absolut notwendig“ bezeichnet.

Doch schöne Worte habe er bereits zu tausenden gehört. Jetzt gehe es darum, dieses Thema anzunehmen und Maßnahmen danach auszurichten. Ignoranz gegen diese wissenschaftlich bewiesene Entwicklung sei fatal. „Deshalb müssen wir Überzeugungsarbeit leisten!“

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