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Zum ersten Mal ohne die Flurprozession

Keiner der Kirchenbesucher konnte sich erinnern, dass einmal am Pfingstmontag die Flurprozession ausgefallen ist.
Josef Kurz

Nach dem Gottesdienst zog Pfarrer Baumgartner mit dem Allerheiligsten, den Ministranten und dem Lektor vor die Kirchentür und segnete den Ort, alle Wälder und Wiesen für eine gute Ernte.  Foto: Josef Kurz
Nach dem Gottesdienst zog Pfarrer Baumgartner mit dem Allerheiligsten, den Ministranten und dem Lektor vor die Kirchentür und segnete den Ort, alle Wälder und Wiesen für eine gute Ernte. Foto: Josef Kurz Foto: Josef Kurz

Pottenstetten.Einmal wurde wegen einsetzenden Regens die Prozession abgebrochen. Heuer durfte wegen der Pandemie keine Flurprozession stattfinden.

„Wir feiern heute den Geburtstag der Kirche“, so begann Pfarrer Franz Baumgartner seine Pfingstmontagspredigt in der Filialkirche. Was ist aus ihr geworden? Müssen wir dankbar sein? Müssen wir sie kritisch betrachten? Wie verarbeitet die Kirche ihre Geschichte? Viele offene Fragen. Die Kirche werde nicht mehr ernst genommen. Sie spreche nicht mehr die Sprache der Menschen. Die Besucherzahlen gehen zurück. Die Kirche sei in einer Krise. Braucht man eine Umkehr, Veränderungen oder einen Neuanfang? Der Pfarrer stellte die Frage: „Wenn Sie der Kirche eine Geburtstagskarte schreiben, was würden Sie der Kirche wünschen?“ Anstelle der traditionellen Flurprozession gab es zum Schluss des Gottesdienstes eine kurze Andacht, wobei das Allerheiligste auf dem Altar zu einer gemeinsamen Anbetung ausgesetzt war.

Nach dem Segen der Gläubigen in der Kirche zog Pfarrer Baumgartner mit der Monstranz ohne Besucher vor die Kirchentür und segnete den Ort und die Fluren. (bjk)

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