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Zwei Hunde mussten qualvoll sterben

Familie Seebauer aus Schwarzhofen trauert: Ihre Hunde Lina und Benni wurden vergiftet. Sie hoffen, dass der Täter gefasst wird.
Von Ralf Gohlke

Die Berner Sennenhunde Lina und Benni gehörten zur Familie Seebauer in Girnitz. Jetzt sind sie tot, vergiftet von einem Tierquäler.
Die Berner Sennenhunde Lina und Benni gehörten zur Familie Seebauer in Girnitz. Jetzt sind sie tot, vergiftet von einem Tierquäler. Foto: Fam. Seebauer

Girnitz.„Hundehasser, Mörder, Bestie und Feigling“ sind die Titulierungen, die Familie Seebauer aus Girnitz, einem Ortsteil der Gemeinde Schwarzhofen, spontan einfallen, wenn sie an denjenigen denken, der ihre beiden Berner Sennenhunde Lina und Bennie vergiftet hat. Beide sind tot, sie sind gestorben, nachdem sie Giftköder fraßen und einen langen, schmerzhaften Leidensweg ertragen mussten. Diesen Leidensweg beschritten aber nicht nur die Hunde, sondern auch die Familie, insbesondere die Kinder, deren Beschützer und liebevolle Spielkameraden die beiden waren.

Der Schmerz über den Verlust sitzt tief, aber tiefer sitzt noch das Unverständnis über eine solch sinnlose Tat an zwei harmlosen Kreaturen. Hinzu kommt die Sorge was geschehen wäre, wenn ein Kinder an einen solchen Giftköder geraten wäre. „Wir sind, nein wir waren, Hundebesitzer mit Leib und Seele. Benni und Lina gehörten zu unserem Leben und zu unseren Familien“, sagt Helmut Seebauer junior im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung.

Beiden taten seiner Aussage nach keiner Fliege etwas zu Leide und waren die tollsten und treuesten Wegbegleiter weit und breit, die auch alles verstanden. „Lina war der Hund unserer beiden Kinder, die tagtäglich ihre Freizeit mit ihr verbrachten. Schaukelte ein Kind zum Beispiel, so saß Lina unter der Schaukel und auch Benni war der tägliche Begleiter meines Vaters im Büro oder auf den Baustellen. Uns allen ist es unbegreiflich, wie man diesen beiden Hunden so etwas Grausames und Qualvolles antun konnte“, sagt er. Der Familie sei es mit dieser Geschichte wichtig, demjenigen, der die Hunde gezielt umgebracht habe, aufzuzeigen, was alle durchmachen mussten.

Bitte um Mithilfe

  • Anzeige:

    Die Familie Seebauer hat wegen der Vergiftung ihrer Hunde Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

  • Sachbearbeitung:

    Die Sachbearbeitung liegt in den Händen der Polizeiinspektion Neunburg. Sie nimmt auch entsprechende Hinweise entgegen.

  • Belohnung:

    Familie Seebauer hat für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt.

  • Kontakte:

    Familie Seebauer: Telefon (0 96 75) 91 41 30, Polizei Neunburg: Telefon (0 96 72) 9 20 20.

Nahezu gleichzeitig habe bei den Hunden am 8. Mai ihr qualvoller Todeskampf begonnen. Starkem Erbrechen folgten Teilnahmslosigkeit und Gleichgewichtsstörungen, der Kreislauf spielte verrückt. Tierärzte hätten hier ihr Bestes gegeben und zahlreiche Medikamente verabreicht, um die bis dahin gezeigten Symptome in den Griff zu bekommen. Nachdem beide Hunde die Nahrungsaufnahme und sogar das Trinken verweigerten, erhielten sie bis zu vier Infusionen täglich, um sie ausreichend mit Nährstoffen und Flüssigkeit zu versorgen. Trotz allem zeigte die Blutuntersuchung ein erschreckendes Bild ihrer körperlichen Verfassung. Enorm hohe Entzündungswerte sowie extrem hohe Nierenwerte wurden deutlich. „Ein kurzzeitiges Aufbäumen von beiden Hunden war auf einmal zu sehen, was uns natürlich wieder Hoffnung schöpfen ließ“, schildert Seebauer. Allerdings sei diese Hoffnung nur von kurzer Dauer gewesen. Es sei zu zahlreichen Einblutungen im gesamten Körper, selbst in den Augen gekommen, so dass einer der Hund erblindete. Beiden lief schließlich Blut aus der Schnauze. Die Diagnose „Nierenversagen und innerliches Verbluten ohne Aussicht auf Rettung“ sei schließlich der Auslöser für den von allen schweren Herzens mitgetragenen Entschluss gewesen, die Tierärztin zu bitten, sie von ihren Leiden zu erlösen.

„Was uns nun bewegt, ist die Frage, was einen solchen Unmenschen dazu bewegt, Giftköder auszulegen oder sogar gezielt zu verabreichen. Das was hier getan wurde, ist Folter auf höchster Basis an Tier und Mensch“, so Seebauer. Daher erstattete die Familie Anzeige. Und da es jeden treffen könne, ruft Helmut Seebauer dazu auf, eventuelle Beobachtungen mitzuteilen.

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