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Musik

Zwei Schwandorfer Chöre feiern Jubiläum

Die Einrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde begingen den 90. und den 25. Geburtstag. Zum Jubiläum gab es Gesänge.
Von Jasmin Schießl

Der Kirchenchor und „Heavenbound“ singen zusammen unter der Leitung von Willi Stöhr.  Foto: Jasmin Schießl
Der Kirchenchor und „Heavenbound“ singen zusammen unter der Leitung von Willi Stöhr. Foto: Jasmin Schießl

Schwandorf.Der 90 Jahre alte evangelische Kirchenchor und der 25-jährige Gospelchor „Heavenbound“ feierten letzten Samstag zusammen in der Erlöserkirche ihr Jubiläumsjahr. Zu diesem Anlass veranstalteten die beiden Chöre gemeinsam das zweistündige Adventskonzert, das den Titel „Sing!“ hatte. Zusätzlich zur Musik gab es auch einen Kaffee und Geburtstagskuchen. Die Besucher konnten sogar durch einen Adventsbasar des Handarbeitskreises flanieren.

„In Gottes Namen fangen wir an“. So lautete der Titel des Liedes, mit dem am vergangenen Samstag die Sängerinnen und Sänger des evangelischen Kirchenchors und des Gospelchors ihr Adventskonzert einleiteten. Jeder trug dabei eine Kerze, die auf dem Altar abgestellt wurde. Das warme Kerzenlicht schuf eine weihnachtliche Atmosphäre in der Kirche, freuten sich die Besucher. Beim Einzug wurde der knapp 60-stimmige Chor auf dem Klavier von Thomas Huber, dem Chorleiter von „Heavenbound“, begleitet.

„Der Chor ist für alle da“

Nach dem festlichen Einzug richteten die Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes, Brigitte Lang, und Pfarrer Arne Langbein ein paar Worte an den Chor und das Publikum. „Der Chor ist für alle da“, meinte Brigitte Lang. „Junge können im Chor alt werden und die Alten werden beim Singen wieder jung.“ Auch Pfarrer Arne Langbein fand nur lobende Worte. „Der Kirchenchor ist eine wichtige Stütze für die Gemeinde“, sagte er. Der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde ist sehr dankbar, dass er seit 16 Jahren zwei „wunderbare Chöre“ hat. „Durch den Gesang wird das Evangelium auf kulturelle Weise weitergegeben“, findet Arne Langbein.

Aktivitäten

  • Adventsbasar:

    Am 4. Dezember findet von 10-11 Uhr ein Adventsbasar des Handarbeitskreises im Gemeindesaal 2 statt. Der Erlös geht zu 1/3 an „Brot für die Welt“ und zu 2/3 an die Gemeinde.

  • Spenden:

    Die Kirchengemeinde ruft seit Jahren für Spenden an die Organisation „Brot für die Welt“ auf. Derzeit gehen die Spenden an ein Projekt in Kenia. Online-Spende: www.brot-fuer-die-welt.de

Die beiden Chöre sangen zum Jubiläumstag neben deutschen Liedern wie „Wachet auf“ oder „Wenn Glaube bei uns einzieht“ auch englische Kirchenlieder, wie „No one like you“ oder „Freedom is comin‘“. Die englischen Gospellieder wurden oftmals durch rhythmisches Fingerschnipsen oder eine Kistentrommel begleitet, wodurch das Konzert neben feierlichen Kirchenliedern auch schwungvolle modernere Passagen besaß, was die Zuhörer freute. Durch die einzelnen Stücke, die mal gemeinsam oder mal nur vom Kirchen- oder Gospelchor gesungen wurden, führten Willi Stöhr und Thomas Huber. Dabei erzählten sie kleine Anekdoten und die Geschichte der Entstehung der beiden Chöre.

Fritz Kammerer gründete 1929 den evangelischen Kirchenchor und leitete ihn 46 Jahre lang. 1989 übernahm Willi Stöhr die Leitung über den heute 22-köpfigen Chor und führt bis heute den Dirigentenstab. 1994 entwickelte sich aus dem damaligen Jugendchor der Gemeinde der Gospelchor „Heavenbound“. Geleitet wird der Chor von Thomas Huber und zählt insgesamt 40 Mitglieder. 30 Frauen und zehn Männer im Alter von 19 bis 75 Jahren. Die beiden Chöre haben jährlich bis zu zwölf Auftritte.

Die beiden Chöre sangen viele gemeinsame Stücke

Eines von vielen Highlights des diesjährigen Adventskonzerts „Sing!“ war das Lied „Aus der Armut eines Stalles“, welches der Kirchenchor und „Heavenbound“ gemeinsam sangen und das neben dem Klavier von einer Violine und einer Kistentrommel begleitet wurde. Auch die beiden Stücke mit Chor und Sologesang „Open up my heart“ und „Keep shining“ sorgten für Gänsehaut und zeigten einmal mehr das hohe musikalische Niveau der Chöre.

Kultur

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Zum Ende hin hielt die Dekanatskantorin Kerstin Schatz eine kurze Rede und gratulierte den beiden Chören zu ihrem Jubiläumsjahr. Dabei meinte sie, „Kirchenmusik verbindet ganze Generationen“. Zum Schluss des mitreißenden und abwechslungsreichen Konzerts wurde das Lied „Mache dich auf und werde Licht“ gesungen. Wie Thomas Huber an diesem besinnlichen Abend schon sagte, „Wir sind die, die die Welt hell machen können“. Es gab großen Applaus.

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