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Bei „Park Beats“ Skateranlage eröffnet

Ein neuer Platz für BMX-Fahrer und Skater: Bei einem Open-Air-Fest im Neunburger Stadtpark wurde der Skate-Park eingeweiht.
Von Ralf Gohlke

Die Eröffnung der neuen Skateranlage im Neunburger Stadtpark war Anlass für eine große Open-Air-Party. Fotos: R. Gohlke

Neunburg.Seine Eignung als Aktionsfläche für verschiedene Veranstaltungen hat der Stadtpark am Samstag erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Motto des Open-Air-Festes im Rahmen der Neunburger 1000-Jahrfeier lautete „Park Beats“ und war sowohl für die Familien als auch für das Partyvolk konzipiert. Im Mittelpunkt stand zu Beginn der Veranstaltung die Einweihung der neuen Skater- und BMX-Anlage. Mit spektakulären Sprüngen und Kunstfiguren zeigten junge Akteure aus beiden Sparten, was auf dieser – im Landkreis einzigartigen – Anlage möglich ist. Kleinere „Ausrutscher“ demonstrierten allerdings auch, warum für die Benutzung dringend zum Tragen der passenden Schutzbekleidung geraten wird.

Spielstationen aufgebaut

Schon ab 13 Uhr hatten das THW, die Feuerwehr und die Wasserwacht ihre Spielstationen im hinteren Teil des Stadtparks eingerichtet und auch die Modell-Eisenbahn der „BÜMO-Gruppe“ aus dem Kloster Reichenbach drehte ihre ersten Runden.

Mit der Dampflok ging es durch den Park. Foto: R. Gohlke
Mit der Dampflok ging es durch den Park. Foto: R. Gohlke

Ab 15 Uhr war es dann endlich soweit, Bürgermeister Martin Birner eröffnete nach einer Einlage der Tanzgruppe des FC Neunburg den kleinen Festakt zur feierlichen Einweihung der neuen Skater- und BMX-Anlage. Dazu hieß er eine Reihe von Stadträten, darunter die Jugendvertreter, aber auch die Verantwortlichen der ArGe-Jugend und des Arbeitskreises Spielplätze willkommen. Sein besonderer Gruß galt Johannes Lober, dessen Unternehmen die Anlage schon seit vielen Jahren durch Maschineneinsatz unterstützt ebenso wie Andreas Seebauer und die Neunburger Dirtbiker, die aktiv an der Errichtung mitgewirkt hatten.

Der Bürgermeister erinnerte noch einmal daran, dass die alte Anlage inzwischen rund 17 Jahre auf dem Buckel hatte und die Holzkonstruktion marode und verschlissen war. Der Stadtrat hatte eingesehen, dass eine Neubeschaffung nötig war und diese Investition mitgetragen. Immerhin seien dafür Kosten in Höhe von rund 75 000 Euro entstanden. Besonders hob er hervor, dass die Jugend in die Planung mit einbezogen worden sei, was sich einmal mehr bewährt habe. So konnten der Platz und die Ausstattung eindeutig definiert und die Fläche dafür noch einmal bedarfsgerecht erweitert werden.

DJ G-Point bespaßte die tanzwütigen Gäste. Foto: R. Gohlke
DJ G-Point bespaßte die tanzwütigen Gäste. Foto: R. Gohlke

Nähere Erläuterungen zur Anlage vermittelte Claus Jürgen Maier von der Firma „Conterion Sport Sytems“ aus Neureichenau, von der die Anlage stammt. Er nannte die acht verschiedenen Komponenten, die sowohl für Skater als auch BMX-Fahrer geeignet seien. Den Hauptteil bilde die „Mini Pipe mit Quarter Pipe, Start Wave und Roll-in“. Die Mini Pipe besitze eine Länge von 20 Metern und eine Breite von acht Metern. Verbaut worden seien rund acht Tonnen Material und mehr als 6000 Schrauben.

Mit der Dampflok durch den Park

Im Anschluss an den kirchlichen Segen durch Stadtpfarrer Stefan Wagner und seinen evangelischen Amtsbruder Gerhard Beck zeigten zunächst die Neunburger BMX-Fahrer ihr Können. Marco Vetter moderierte die verschiedenen Stunts, wobei das Publikum, wie auch bei den Skatern von „Titus“ Regensburg, mit den englischen Begriffen leicht überfordert war.

Die Skater des Titus Team Regensburg zeigten coole Tricks. Foto: R. Gohlke
Die Skater des Titus Team Regensburg zeigten coole Tricks. Foto: R. Gohlke

Es war aber völlig ausreichend, was an optischen Eindrücken geboten wurde um zu erkennen, dass die Dreher, Sprünge oder Kantenfahrten nur scheinbar leicht zu bewältigen waren, im Kern aber viel Training erforderten.

Im Anschluss verteilte sich das Treiben auf das gesamte Areal. Sehr begehrt war unter anderem ein Blick „unter Wasser“. Im THW-Tauchcontainer agierten Rettungstaucher der Wasserwacht, mit denen sogar über Funk gesprochen werden konnte. Die Hauptattraktion bildeten die Zugfahrten mit der Modellbahn von Josef Bücherl. Der 90-jährige Erbauer war sogar selbst nach Neunburg gekommen und schaute nach dem Rechten.

Die FC-Tanzgruppen sorgten für Farbtupfer. Foto: R. Gohlke
Die FC-Tanzgruppen sorgten für Farbtupfer. Foto: R. Gohlke

Nur allmählich füllte sich später die Open-Air-Disco mit DJ „G-Point“ an den Plattentellern, für den Wolfgang Gräßl professionelles Equipment aufgebaut hatte. „Wir haben nicht erwartet, dass es gleich wieder einen Ansturm wie bei den Beachpartys gibt, das muss wachsen“, meinte Georg Keil von der ArGe-Jugend. Dafür, dass es den zahlreichen Besuchern an nichts fehlte, sorgten die FC-Handballer in bewährter Form und auch die Bar war gut besucht. Aus Sicht der PI Neunburg gab es keine Probleme in Zusammenhang mit dem Fest.

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Das war geboten

  • Mini-Dampfzug:

    Großer Andrang herrschte am Stand der Neunburger Eisenbahnfreunde, die sich das Team „Bücherl-Modelle“ mit ins Boot geholt hatten und eine Reise in einem echten Dampfzug beziehungsweise mit einer Elektrolok anboten. 15 Jahre hatte Josef Bücherl (90) an den Modellen gearbeitet bis sie fertig waren.

  • Skater:

    Die Skateboardszene in Neunburg ist noch nicht ganz so ausgeprägt wie die der Mountain- oder Dirtbiker. Daraus entstand die Idee, zur Einweihung der neuen Anlage professionelle Unterstützung ins Boot zu holen. Markus Plobner, Albert Wilhelm und Tom Stielow vom Team Titus Regenburg zeigten, was auf der Bahn möglich ist.

  • Spielepark:

    Das THW, die Wasserwacht und die Feuerwehr hatten einen großen Spielepark für die Kinder eingerichtet. Dabei gab es neben Nägeleinschlagen auch den „Bierkisten-Walk“, „Schnapp das Handy“ mittels Mausfallen, Hebekissen-Kegeln, Schlauchbootfahren, Ponyreiten und einiges mehr. Als Überraschung gab es leckeres Eis.

  • Disco:

    Das Abendprogramm gestaltete DJ G-Point, alias Andreas Grabichler. Mit seiner gekonnten Art verschiedene Musikrichtungen zu verbinden kam er beim Neunburger Publikum sehr gut an. Wem auf dem grünen „Dancefloor“ (sprich Wiese) zu wenig Bewegung war, der konnte auch auf den mechanischen Bullen steigen.

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