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Kunstherbst eine Erfolgsgeschichte

Der Kunstverein Unverdorben startet mit einem Projekt der Bayerischen Philharmonie in die fünfte Auflage des Kunstherbsts.
Von Ralf Gohlke

  • Das Jahrtausendkonzert der Bayerischen Philharmonie unter der Leitung ihres Intendanten und Chefdirigenten Mark Mast bildet den auch überregional bedeutenden Höhepunkt der Feierlichkeiten zu 1000 Jahre Neunburg vorm Wald und dem Neunburger Kunstherbst 2017. Foto: Bayerische Philharmonie
  • Karl Stumpfi, Josef Schönhammer, Beate Seifert, Bürgermeister Martin Birner, Peter Wunder und Stadtpfarrer Stefan Wagner (von links) stellten das Programm für die fünfte Auflage des Neunburger Kunstherbsts vor. Foto: ggo

Neunburg.Die Stimmen mehren sich, die Neunburg vorm Wald als „Kulturhochburg im Landkreis Schwandorf“ bezeichnen. Der Neubau der Schwarzachtalhalle war nur der erste Schritt dorthin. Den Anschub für den zweiten großen Schritt schaffte der Kunstverein Unverdorben mit seiner unermüdlichen Arbeit, Kunst- und Kulturschaffenden, auch international, in der Pfalzgrafenstadt eine Bühne zur Darstellung ihrer Werke in Musik, Bildender oder Darstellender Kunst zu geben. Daher sind die Organisatoren zurecht stolz darauf, ihr Programm für das Jubiläumsjahr 1000 Jahre Neunburg mit einem besonderen kulturellen Höhepunkt krönen zu können.

Die Rede ist von einem der äußerst seltenen Konzerte der Bayerischen Philharmonie außerhalb von München, die nach einem Impulsvortrag des Intendanten und Chefdirigenten Mark Mast am 21. September und im Anschluss, ab 30. September gleich an drei Tagen vor Ort sein wird.

18 Termine beim Kunstherbst

Aus diesem Grund stand natürlich eine ausführliche Darstellung des Themas auch bei der Präsentation des Programms für den „Kunstherbst 2017“ im Mittelpunk, zu der Bürgermeister Martin Birner in den Rathaussaal eingeladen hatte. Angesichts der fünften Präsentation zu einem Kunstherbst sprach Birner von einer „Erfolgsgeschichte.“ Dies schließe die Beteiligung am Jahrtausend-Programm natürlich ein. Neben Wohnen und Arbeiten in einer Stadt sei die Kultur ein weiterer wichtiger Punkt. Deshalb sei er froh darüber, dass sich vonseiten der Unternehmen, auch über die Stadtgrenzen hinaus, immer wieder Unterstützer fänden, um eine entsprechend hohe Qualität an Kultur bieten zu können.

Dem schloss sich auch die Vorsitzende des Kunstvereins, Beate Seifert, an, die herausstellte, dass die Finanzierung eines Programms wie im Jubiläumsjahr ohne staatliche Förderung und privates Sponsoring nicht machbar wäre.

Zum Kunstherbstprogramm mit rund 18 Veranstaltungen stellte Karl Stumpfi fest, dass es auf zwei Säulen ruhe, um ihm den notwendigen Jubiläumsglanz zu verleihen. Die erste bilde das Eröffnungswochenende am 15. und 16. September mit einer kreativ gestalteten „Nacht der offenen Kirchen“ sowie der Vernissage zur internationalen Herbstausstellung „Ahoj 2017- Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“. Dazu gehöre die Kunstprozession, die heuer in der evangelischen Kirche beginnen und in der Schwarzachtalhalle enden werde. Dort werde mit „Play Luther“ 500 Jahre Reformationszeit mit modernen Stilmitteln thematisiert.

Im Zentrum stünden aber zweifelsohne die Tage der Bayerischen Philharmonie, die weit mehr beinhalteten als das so genannte Jahrtausendkonzert. Dass diese neben der künstlerischen Hochwertigkeit auch einen pädagogischen Mehrwert brächten, habe der Bewilligungsbescheid aus dem Kultusministerium, übermittelt durch die Regierung der Oberpfalz, gezeigt. Er habe insbesondere dem integrierten Jugend-Orchesterworkshop volle Förderfähigkeit bescheinigt und dies mit einem Zuschuss in Höhe von 11 500 Euro unterstrichen.

Karten für die Generalprobe

Stumpfi räumte ein, dass er vor fünf Jahren, als er mit Eröffnung der Schwarzachtalhalle begonnen habe, eine Konzertserie mit klassicher Musik zu etablieren, nicht einmal davon zu träumen gewagt hätte, ein professionelles Orchester in philharmonischer Vollbesetzung mit fast 100 Musikern „in die ostbayerische Prärie“ (Zitat Süddeutsche Zeitung anlässlich der Halleneröffnung) zu transferieren.

Ausführlich ging er auf die Planungen ein, vom Impulsvortrag mit Dirigent Mark Mast und den „Lippentrillern“ über den Workshop mit 40 Schülern sowie Jungmusikern der Stadtkapelle mit abschießender „Jahrtausendprobe“ bis zum Jahrtausendkonzert am 2. Oktober. Da dafür aktuell nur noch 22 Karten bei nt-ticket erhältlich seien, habe sich Mark Mast bereit erklärt, Publikum bei der Generalprobe am Samstag zuzulassen. Karten gebe es an der Abendkasse für 20 Euro, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Einen Dank sagt er schließlich Josef Schönhammer, der als Kuratoriumsmitglied der Philharmonie am Zustandekommen mitgewirkt habe. Pfarrer Stefan Wagner begrüßte die „Nacht der offenen Kirchen“ zum Programmauftakt.

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Das programm in Kurzform

  • Freitag, 15. September:

    Nacht der offenen Kirchen

  • Samstag, 16. September:

    Ahoj 2017: „Gemeinsame Wege in Glaube und Kunst“; ab 20 Uhr Schwarzachtalhalle: „Play Luther“

  • Donnerstag, 21. September:

    Der Sinfonische Klang (Auftakt zur Veranstaltungsserie „Jahrtausendkonzert“

  • Samstag, 30. September:

    Die Jahrtausendprobe mit Schülerinnen und Schülern aus der Region

  • Sonntag, 1. Oktober:

    Öffentliche Generalprobe

  • Montag, 2. Oktober:

    Das Jahrtausendkonzert: Strauss, Mozart, Bruckner

  • Freitag, 13. Oktober:

    Optik Mannhart: Fotoausstellung „See(h)zeichen“

  • Samstag, 21. Oktober:

    Theatergruppe OVIGO „Gift“

  • Samstag, 28. Oktober:

    Wolfgang Ambros „pur“

  • Freitag, 10. November:

    Kultur-Tour nach Pilsen

  • Samstag, 18. November:

    Konzertabend „Böhmisch küsst Mährisch“

  • Donnerstag, 23. November:

    Seminarium Murnthal: Liedernomade Fredmann „Rund um das Orkelschleh“

  • Donnerstag, 23. November:

    Schwarzachtalhalle: Michael Altinger live „Hell“

  • Montag, 27. November:

    Goldene Gans: Blauer Montag „Sati(e)risches Neunburg“

  • Freitag, 1. Dezember:

    Contigo „Schrei nach Stille“

  • Samstag, 2. Dezember:

    Kindermusical „Peter Pan“

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