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Milchwirtschaft

Bauern kämpfen für faire Preise

BDM-Kreisverband fordert für die Milchbauern einen kostendeckenden Verdienst von 50 Cent für einen Liter Milch. Neue Vorstandschaft wurde gewählt.

  • Für eine rentable Milchkuh-Haltung müssten Bauern 50 Cent für den Liter Milch erhalten. Foto: dpa
  • Das neu gewählte BDM-Kreisverbandsteam Schwandorf Foto: skt

Schwarzenfeld.Der Bund Deutscher Milcherzeuger (BDM), Kreisverband Schwandorf, schwächelte in den zwei zurückliegenden Jahren etwas, ist es doch schon über zwei Jahre her, dass eine Jahresversammlung abgehalten worden ist, informierte der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende, Johannes Hösl (Oberviechtach) in seinem kurzen Rückblick die rund 25 Milchviehbauern bei der Jahresversammlung im Jugendheim Schwarzenfeld. Immer noch leicht rückläufig sind auch die Mitgliederzahlen, bedauerte Hösl. Aktuell gehören 229 Milchviehbetriebe dem Kreisverband an; die Aufstallung liegt bei zehn bis 120 Kühen. Hösl berichtete weiter über die Teilnahme an einer Bauerndemonstration in Brüssel, an der Landwirte aus über zehn EU-Ländern teilnahmen, über eine Fair-Milch-Aktion und die Beteiligung an einigen Agrarlandwirtschaftskonferenzen.

Der stellvertretende Landesvorsitzende, Manfred Gilch, sprach zum Thema: „BDM-Perspektiven für Jungbauern“. Um als Milchviehalter wirtschaftlichen Erfolg zu haben seien volkswirtschaftliche Zusammenhänge ebenso wichtig wie optimale Produktionskenntnisse. Gilch hob weiter hervor, dass es für 2013 gelte, eine weitere Wertschöpfungsminderung einhergehend mit einer Eigenkapitalverminderung unbedingt durch eine spürbare Anhebung der Milchpreise zu verhindern. Weiter stellte der Referent fest, dass staatliche Transferleistungen unterbleiben können, wenn die Milchviehhalter für ihre Leistungen, die Umwelt und den Klimaschutz betreffend, adäquat entschädigt würden.

Auf die Milchpreisentwicklung 2012, die in Bayern durchschnittlich bei 32,76 Cent/kg lag, eingehend , kam Gilch zu der Schlussfolgerung, dass die Abhängigkeit von staatlichen Geldern für die Milchbauern eine massive Existenzgefährdung bedeute. Es sei wichtig, dass der Hauptanteil am Einkommen der Milchviehhalter über einen rentablen Verkauf der Milch kommen müsse. Man fordere deshalb einen kostendeckenden Milchpreis in Höhe von 50 Cent/kg Milch.

Gilch informierte noch über die bevorstehende Gestaltung einer EU- Marktordnung mit freiwilligem Lieferverzicht bei entsprechender Entschädigung sowie über eine gemeinsame Agrarpolitik bezüglich der flexiblen Gestaltung beim Erhalt von Dauergrünland, über eine Düngerverordnung, eine Tierhaltungsverordnung sowie über die Verordnung Umwelt und Wasser. (skt)

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