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Kommunalpolitik

Albert Krieger tritt bei Wahl nicht an

Die Freien Wähler schicken in Bodenwöhr keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Mögliche Kandidaten sagten ab.
Von Philipp Seitz

Zweiter Bürgermeister Albert Krieger vertritt seit mehreren Monaten den erkrankten Bürgermeister Richard Stabl. Foto: Archiv/tre
Zweiter Bürgermeister Albert Krieger vertritt seit mehreren Monaten den erkrankten Bürgermeister Richard Stabl. Foto: Archiv/tre

Bodenwöhr.Überraschung in Bodenwöhr: Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) wird keinen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken. Das bestätigten zweiter Bürgermeister Albert Krieger und Vorsitzender Bruno Grün der Mittelbayerischen. Krieger galt als möglicher Kandidat der FWG. Er hatte schon bei der Kommunalwahl vor vier Jahren für das Bürgermeisteramt kandidiert und dabei 16,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Seit mehreren Monaten vertritt Krieger den erkrankten Bürgermeister Richard Stabl im Amt, leitet die Geschicke im Rathaus und die Sitzungen des Gemeinderates. Er hätte so von seiner bereits gesammelten Erfahrung und dem Bekanntheitsgrad im Wahlkampf profitieren können. Doch Krieger hat sich nun entschieden: „Es hat berufliche Gründe. Ich möchte meinen Job nicht aufgeben“, begründete der zweite Bürgermeister seinen Verzicht auf eine Kandidatur. Krieger arbeitet als Geschäftsführer der Caritas-Sozialstation in Neunburg vorm Wald und im Städtedreieck.

Die aktuelle Situation

  • Kandidaten:

    Die Bodenwöhrer haben die Wahl zwischen Stefan Rauch (SPD), Hubert Süß (Bürgerliste) und Georg Hoffmann (CSU).

  • Termin:

    Die Wahlvorschläge für die Wahl müssen bis zum 6. Dezember, 18 Uhr, eingereicht sein, sagt Landratsamt-Sprecher Hans Prechtl.

Nicht nur Krieger, sondern noch weitere mögliche Kandidaten der Freien Wähler hätten sich gegen eine Kandidatur entschieden, erklärt FWG-Vorsitzender Bruno Grün. „Es war sicher nicht förderlich, was in Bodenwöhr alles in der vergangenen Zeit geschehen ist“, sagt Grün. Als Beispiele nennt er die „Pinocchio-Geschichte“, als Georg Hoffmann an Bürgermeister Stabl eine Pinocchio-Holzfigur überreicht hatte, oder die Ermittlungen im Rathaus.

Politik

Bürgermeisteramt als Zweitjob

Albert Krieger ist nicht nur Rathauschef in Bodenwöhr, sondern leitet auch eine Caritas-Sozialstation. Es ist ein Kraftakt.

Alle möglichen Kandidaten der FWG seien in beruflichen Positionen gewesen, „in denen man ganz genau abwägt“. Eine Kandidatur von Albert Krieger, der sich durchaus beste Chancen hätte ausrechnen können, wäre sicher eine gute Möglichkeit auf den Chefsessel im Rathaus gewesen, räumt Grün ein. Die Freien Wähler stellten mit Walter Wallinger in Bodenwöhr schon einmal den Bürgermeister. Aber Grün sagt auch: „Drei Kandidaten sind aus unserer Sicht ausreichend.“ Eine Wahlempfehlung wolle die Freie Wählergemeinschaft nicht aussprechen. „Das sollen die Bürger schon selbst entscheiden.“

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