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Kommunalpolitik

Hubert Süß geht ins Bürgermeister-Rennen

Die Bürgerliste hat den Verleger aus Bodenwöhr als ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert.

Die Bürgerliste Bodenwöhr nominiert Verleger Hubert Süß (Vierter von links, neben ihm Ehefrau Mia) als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Januar 2019; die Vorstandschaft der Bürgerliste gratulierte.Fotos: smx
Die Bürgerliste Bodenwöhr nominiert Verleger Hubert Süß (Vierter von links, neben ihm Ehefrau Mia) als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Januar 2019; die Vorstandschaft der Bürgerliste gratulierte.Fotos: smx

Bodenwöhr.Hubert Süß ist in der Gemeinde geboren, hat den Beruf des Redakteurs erlernt und ist seit einigen Jahren selbstständiger Verleger. Nach CSU und SPD hat nun auch die Bürgerliste einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl, die am 27. Januar 2019 stattfinden wird, ins Rennen geschickt. Von den 15 anwesenden Mitgliedern votierten 13 für Hubert Süß, es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung.

Der Neuenschwander Stefan Haberl ist seit 2008 für die Bürgerliste im Gemeinderat. Für ihn ist Hubert Süß der richtige Kandidat, weil er redegewandt und geradlinig, und dabei auch „hemdsärmelig“ ist. Süß werde die Probleme anpacken. Foto: smx
Der Neuenschwander Stefan Haberl ist seit 2008 für die Bürgerliste im Gemeinderat. Für ihn ist Hubert Süß der richtige Kandidat, weil er redegewandt und geradlinig, und dabei auch „hemdsärmelig“ ist. Süß werde die Probleme anpacken. Foto: smx

Die Nominierungsversammlung im Brauereigasthof Jacob wurde vom 2. Vorsitzenden Alois Feldmeier geleitet; er vertrat den erkrankten Vorsitzender Frank Warnke. Feldmeier ging eingangs auf die die von der Bürgerliste aufgestellten Kriterien für den Bürgermeisterkandidaten ein. Man brauche eine Führungspersönlichkeit, die gestalten könne und wolle, und nach dem eigenen Gewissen handele. Dies sei umso notwendiger, da die Situation im Gemeinderat seit der Erkrankung von Richard Stabl vor rund einem Jahr besonders schlimm sei.

„Schwache Bürgermeister“

Georg Lehner leitete die Wahl bei der Nominierungsversammlung. Lehner stellte den „Newcomer“ Hubert Süß als einen souveränen Menschen vor, der nicht durch die Gemeinderatsarbeit verbraucht sei. Mit ihm könne man einen guten Weg für die Gemeinde beschreiten. Foto: smx
Georg Lehner leitete die Wahl bei der Nominierungsversammlung. Lehner stellte den „Newcomer“ Hubert Süß als einen souveränen Menschen vor, der nicht durch die Gemeinderatsarbeit verbraucht sei. Mit ihm könne man einen guten Weg für die Gemeinde beschreiten. Foto: smx

Zweiter und dritter Bürgermeister seien zu schwach, die Interessen der Gemeinde zu vertreten, und würden einem einzigen Investor, der den Ortskern scham- und rücksichtlos ausplündern wolle, die Tür aufhalten. Auch die SPD gehe hierbei den Weg des Zuschauens. Feldmeier kritisierte die beiden stellvertretenden Bürgermeister. „Ist es das Gemeinsam des Georg Hoffmann, wenn man Bürger zur Hammerseeveranstaltung einlädt, und dann selbst nicht hingeht?“ Georg Hofmann grüße ihn nicht einmal mehr, so Feldmeier.

Alois Feldmeier, der Fraktionssprecher der Bürgerliste, setzt auf Süß, weil sich dieser gegen die Ausplünderung des Ortskerns engagiere, während der politische Gegner auf Zweckbauten setze. Süß werde sich für den Hammersee starkmachen, zehn Jahre sei hier nichts geschehen. Foto: smx
Alois Feldmeier, der Fraktionssprecher der Bürgerliste, setzt auf Süß, weil sich dieser gegen die Ausplünderung des Ortskerns engagiere, während der politische Gegner auf Zweckbauten setze. Süß werde sich für den Hammersee starkmachen, zehn Jahre sei hier nichts geschehen. Foto: smx

„Die Bürgerliste erwartete von ihrem Idealkandidaten, dass er mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut und in der Kommunalpolitik zuhause ist“, sagte Feldmeier. Das Amt des Bürgermeisters erfordere auch beste Kontakte zu allen politischen Ebenen, selbstständiges Handeln und das Verhandeln mit Unternehmen auf Augenhöhe. Idealismus und Heimatverpflichtung seien ebenso wichtig, wie die Ausdauer bei Verhandlungen mit Behörden. Er sei davon überzeugt, dass Hubert Süß die Kraft zu diesem Amt habe und unter dem Motto „Heimat erhalten – Zukunft gestalten“ das Beste für Bodenwöhr herausholen werde. Die Unterstützung der Bürgerleiste sei ihm deshalb gewiss.

Eine Chronologie der Ereignisse sehen Sie hier. Wenn Sie Ihre Maus über die Chronologie bewegen, erscheinen Schaltflächen, mit denen Sie weiterblättern können:

Hubert Süß ist gebürtiger Bodenwöhrer, 42 Jahre, verheiratet und hat einen 19-jährigen Sohn. Der gelernte Redakteur hat 2006 seinen eigenen Verlag gegründet und wohnt derzeit in Sulzbach-Rosenberg, sucht aber bereits in Bodenwöhr eine geeignete Wohnung. Im Rahmen seiner umfassenden Vorstellung erinnerte Hubert Süß an die Zeit seiner Kindheit und Jugend sowie an seine „Respektsperson“, den mittlerweile verstorbenen Pfarrer Josef Groß. Ein vertrautes Verhältnis habe er mit Altlandrat Hans Schuierer und hatte er mit dem früheren Bürgermeister Walter Wallinger (+). Nach seiner Hochzeit sei er nach Sulzbach-Rosenberg gezogen, seinem Heimatort Bodenwöhr aber immer treu geblieben.

„Es fehlt derzeit ein Steuermann, der es schafft, das Potenzial und die Kreativität der Gemeinde zu lenken. Dieser Mann würde ich gerne sein.“

Hubert Süß, Bürgermeisterkandidat

Süß erinnerte an die Umsetzung des Kinderfestspiels „Eisenzeit“ gemeinsam mit Bürgermeister Richard Stabl und bezeichnete die Arbeit der Vereine als das Edelste, was ein Gemeinwesen ausmache. Allerdings fehle in Bodenwöhr derzeit ein Steuermann, der es schaffe, das Potenzial und die Kreativität der Gemeinde zu lenken. Dieser Mann würde er gerne sein, sagte Süß.

„Beste Chancen nicht genutzt“

Die Bodenwöhrerin Maria Bücherl ist überzeugt, dass Hubert Süß fähig und kompetent sei und das nötige Hintergrundwissen mitbringe. Süß kenne die Menschen in Bodenwöhr und könne sie zusammenführen und die Gemeinde voranbringen. Foto: smx
Die Bodenwöhrerin Maria Bücherl ist überzeugt, dass Hubert Süß fähig und kompetent sei und das nötige Hintergrundwissen mitbringe. Süß kenne die Menschen in Bodenwöhr und könne sie zusammenführen und die Gemeinde voranbringen. Foto: smx

In den vergangenen Jahren habe sich ihm immer mehr der Gedanke aufgedrängt, dass das, was derzeit in der Gemeinde geschehe, nicht wahr sein könne. Beste Chancen seien nicht genutzt, aber oftmals Opfer politischer Spielchen geworden. Das Gemeinwohl werde für ihn immer über Einzelinteressen stehen, Werte seien wichtiger als ein Parteibuch, betonte der Kandidat. Süß will sich für erschwingliches Bauland für junge Familien stark machen, den Tourismus verbessern und bei der „Rettung“ des Hammersees anpacken. Dazu benötige man ein angemessenes Arbeitsumfeld, also müsse man ein neues Rathaus am Standort des alten (blauen) Rathauses errichten. (smx)

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatte es geheißen, dass der Bodenwöhrer Bürgerlisten-Fraktionschef Alois Feldmeier den zweiten Bürgermeister Albert Krieger kritisiert haben soll. Er wurde mit den Worten zitiert: „Albert Krieger habe zur Bürgerversammlung eingeladen, selbst daran aber nicht teilgenommen.“ Dieses Zitat war falsch. Feldmeier hatte CSU-Fraktionschef Georg Hoffmann kritisiert. Korrekt hätte das Zitat von Feldmeier lauten müssen: „Ist es das Gemeinsam des Georg Hoffmann, wenn man Bürger zur Hammerseeveranstaltung einlädt, und dann selbst nicht hingeht?“ Dies wurde nun im Text geändert. Die Redaktion bedauert diesen Fehler.

Alles rund um die Bürgermeisterwahl in Bodenwöhr lesen Sie hier.

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