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Die schwärzesten Stunden Schwandorfs

Die Stadt Schwandorf erinnert mit vielen Veranstaltungen an die Bombennacht 1945. Rund 1250 Menschen kamen damals ums Leben.
von Cornelia Lorenz

Stadtarchivar Josef Fischer hat für die neue Ausstellung Bilder aus der Stadtgeschichte vorbereitet.
Stadtarchivar Josef Fischer hat für die neue Ausstellung Bilder aus der Stadtgeschichte vorbereitet. Foto: scl

Schwandorf. Es ist ein trauriger Jahrestag für alle Schwandorfer: Am 17. April ist es genau 70 Jahre her, dass die Stadt von Bomben der Alliierten in Schutt und Asche gelegt wurde. Rund 70 Prozent der Stadt wurden damals innerhalb von nur einer Viertelstunde zerstört, und noch schlimmer: Rund 1250 Menschen kamen ums Leben. Damit die Erinnerung an diesen schrecklichen Tag wachgehalten wird, lädt die Stadt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen ein, die die Schwandorfer Bombennacht zum Thema haben (siehe Infokasten).

„Wir wollen den Ereignissen eine gewisse Würde verleihen“, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) bei der Präsentation des Veranstaltungsprogramms im Rathaus. Schließlich gehe es jetzt darum, die schwärzesten Stunden der Stadt zu beleuchten. Doch die Verantwortlichen wollen nicht nur die Zerstörung der Stadt zeigen, sondern auch demonstrieren, mit welchem Fleiß die Schwandorfer unmittelbar nach der Bombennacht schon wieder daran gingen, ihre Heimatstadt wieder aufzubauen.

Und so sind zahlreiche Institutionen am Programm beteiligt: Das Stadtmuseum und das Stadtarchiv laden zum Ausstellungsbesuch ein, während die Stadtbibliothek Filme über die Bombardierung Schwandorfs zeigt. Außerdem gibt es Vorträge und Führungen durch die als Luftschutzbunker genutzten Bereiche des Felsenkeller-Labyrinths. Im Tourismusbüro sind außerdem zwei Publikationen zur Bombennacht erhältlich.

Der zentrale Punkt der Veranstaltungsreihe ist wie immer die ökumenische Gedenkstunde am 16. April ab 18 Uhr am Ehrenmal in der Fichtlanlage an der Wackersdorfer Straße. Gestaltet wird sie von Dekan Hans Amann und Pfarrer Arne Langbein. Oberbürgermeister Feller wird in seiner Ansprache an die vielen Opfer der Bombennacht erinnern. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgt das Bläserensemble der Stadt.

Die Gedenkveranstaltungen

  • Ökumenische Gedenkstunde:

    Sie findet am 16. April um 18 Uhr in der Fichtl-anlage (Wackersdorfer Straße) statt.

  • Ausstellung im Stadtmuseum:

    Sie steht unter dem Motto „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder – Nachkriegszeiten und 1950er Jahre in Schwandorf aus Schülerperspektive“. Öffnungszeiten: donnerstags 11 bis 16.30 Uhr, sonntags 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung (Tel. 0 94 31/41 55 3).

  • Filmvorführungen:

    Die Stadtbibliothek zeigt am 14. und 15. April von 8 bis 17 Uhr stündlich Filme über die Bombardierung Schwandorfs. Anmeldung unter Tel. (0 94 31) 7 15 40.

  • Ausstellung des Stadtarchivs:

    Eröffnung am 16. April um 19.30 Uhr im Rathaus unter dem Motto „Bilderbegegnungen – in der Geschichte die Gegenwart finden“. Zu sehen sind alte und aktuelle Aufnahmen von Schwandorfer Gebäuden und Geschäften.

  • Gottesdienst:

    Eucharistiefeier in der Kreuzbergkirche am 17. April um 8 Uhr.

  • Vorträge:

    Erich Zweck spricht am 17. April um 16 Uhr im Kulturkeller (Fronberger Straße) zum Thema „Luftschutz, Bombennacht und Felsenkeller“. Anmeldung im Tourismusbüro unter Tel. (0 94 31) 4 55 50. Am 18. April um 18.30 Uhr spricht Prof. Dr. Dietmar Süß von der Uni Augsburg in der Stadtbibliothek über das Thema „Luftkrieg und deutsche Gesellschaft“. Der Eintritt ist frei.

  • Führung:

    Werner Robold führt am 17. April um 16.45 Uhr durch die als Luftschutzbunker genutzten Teile der Felsenkeller. Anmeldung im Tourismusbüro (Telefon 09431/45 55 0). Eintritt frei.

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