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Bundestagswahl
Montag, 18. Juni 2018 23° 2

CSU-Wahlkampf

Zwei Fans deutlicher Steuerentlastung

CSU-Direktkandidat Alois Karl und Gerda Hasselfeldt, die Chefin der CSU-Landesgruppe, lobten sich Freystadt gegenseitig.
Von Lothar Röhrl

In Schönschrift trug sich CSU-Landesgruppen-Chefin Hasselfeldt ins Goldene Buch ein. Über den hochkarätigsten Besuch aus ihrer Partei vor der Bundestagswahl im Kreis freuten sich neben Alois Karl (3.v.r.) auch Listenkandidat Stephan Meier (2.v.r.) und Bürgermeister Alexander Dorr (3.v.l.). Foto: Röhrl
In Schönschrift trug sich CSU-Landesgruppen-Chefin Hasselfeldt ins Goldene Buch ein. Über den hochkarätigsten Besuch aus ihrer Partei vor der Bundestagswahl im Kreis freuten sich neben Alois Karl (3.v.r.) auch Listenkandidat Stephan Meier (2.v.r.) und Bürgermeister Alexander Dorr (3.v.l.). Foto: Röhrl

Freystadt.Er schwärmte von ihr als „starke Führung“ der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Sie hielt ihm zugute, dass er bei jeder Gelegenheit Anliegen aus dem Bundeswahlkreis Amberg-Neumarkt vorbringe. Keine Frage: Alois Karl und Gerda Hasselfeldt verbindet nicht nur der gleiche Geburtsjahrgang 1950 und die Zugehörigkeit zur gleichen Partei CSU. Beide zeigten am Donnerstagabend im Spitalstadel bei einer CSU-Wahlveranstaltung, dass ihnen trotz ihres mittlerweile erreichten Alters von 67 beziehungsweise 66 Jahren der Wille zum Kampf um jede Stimme für ihre Partei keinesfalls abhandengekommen ist.

Heimspiel im Spitalstadel

In Anwesenheit der gänzlich versammelten CSU-Prominenz aus dem Landkreis Neumarkt begrüßte Direktkandidat MdB Alois Karl im Spitalstadel Gerda Hasselfeldt. Foto: Röhrl
In Anwesenheit der gänzlich versammelten CSU-Prominenz aus dem Landkreis Neumarkt begrüßte Direktkandidat MdB Alois Karl im Spitalstadel Gerda Hasselfeldt. Foto: Röhrl



In ihren jeweils in freier Rede gehalten Ansprachen trafen sie mit ihren Aussagen das Empfinden ihrer Zuhörer. Denn deren Applaus zeigte: Dieser Abend im Spitalstadel war keiner, der noch Unentschlossene überzeugen musste. Karl und Hasselfeldt fanden in dieser Beziehung eine „gemähte Wiese“ in Freystadts guter Stube vor.

Dort begrüßte Alois Karl in Anwesenheit unter anderem aller CSU-Granden aus dem Landkreis Neumarkt und einiger Bürgermeister mit Gerda Hasselfeldt den CSU-Hochkaräter schlechthin, der heuer im Bundestagswahlkampf im Raum Neumarkt vorbeischaut. Hasselfeldt nahm sich Zeit für einen Abend, der als „wirtschafts-, finanz- & steuerpolitisches Forum“ angekündigt worden war. Das Forum war eher eine Wahlveranstaltung mit bekanntem Ablauf. Immerhin orientierten sich die Vorträge von Direktkandidat Alois Karl und seiner Chefin in Berlin an den vorgegebenen politischen Schwerpunkten.

Gute Laune am Promi-Tasche. Doch allein auf die derzeit guten Umfragewerte für die Union soll sich keiner verlassen. Das war die Schlussbotschaft von Bezirkschef Albert Füracker.  Foto: Röhrl
Gute Laune am Promi-Tasche. Doch allein auf die derzeit guten Umfragewerte für die Union soll sich keiner verlassen. Das war die Schlussbotschaft von Bezirkschef Albert Füracker. Foto: Röhrl

Karl erinnerte, dass er als Neumarkter und Hasselfeldt als Straubingerin in einer Gegend ihre Kinderzeit verbracht haben, die einst zum „Armenhaus Europas“ gezählt hätten. Tüchtigen Landräten und vielen anderen Politikern, die ebenfalls in der CSU gewesen sind, sei es zu verdanken, dass sich das geändert habe. Im Landkreis Neumarkt liege mittlerweile die Arbeitslosenquote das gesamte Jahr über unter zwei Prozent und die Jugendarbeitslosigkeit betrage 0,0 Prozent. Sie sei damit nicht mehr vorhanden. Karl erinnerte daran, dass die Bundesregierung eingehalten habe, was die CSU vor vier Jahren versprochen habe: Keine neuen Steuern erhoben und keine bestehenden erhöht. Als Folge dessen könnten sich Mütter über einen deutlich verbesserten Rentenbezug freuen.

Alois Karl warb um Zustimmung unter anderem für die Pläne zur Steuerentlastung der Bürger.  Foto: Röhrl
Alois Karl warb um Zustimmung unter anderem für die Pläne zur Steuerentlastung der Bürger. Foto: Röhrl

Karl war es wichtig, das „sehr gute Geschick“ Hasselfeldts hervorzuheben, mit dem sie immer wieder ausgleichen zwischen Horst Seehofer und Angela Merkel und damit den „Titanen“ von CSU beziehungsweise CDU wirken konnte. Wie später Hasselfeldt stellte Karl das Trumpfass der Union in den Vordergrund: Er bezeichnete Angela Merkel als stabilisierenden Zusammenhalt für Deutschland, aber auch für Europa. Das sei Merkel in allen Krisen der vergangenen zehn Jahre gelungen.

Hasselfeldt wiederum dankte Karl. Mit ihm verbinde sie eine „hervorragende, freundschaftliche“ Zusammenarbeit. An Karl schätze sie dessen Rolle als Vorsitzender der deutsch-baltischen Parlamentariergruppe. Diese komme der Stabilisierung von Ländern zugute, in der noch nicht über „ewige Zeiten“ die Demokratie beheimatet gewesen sei. Vor allem lobte sie Alois Karl dafür, wie er als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestags auftrete. Trotz der vielen Wünsche, die aus allen Fraktionen an den Ausschuss herangetragen werden, habe sich Karl der Nachhaltigkeit verschrieben, die jeden Haushalt zu kennzeichnen habe. Diese habe sich im Verhindern neuer Schulden des Bundes ausgedrückt.

Spürbar Steuerzahler entlasten

Man versteht sich – nicht nur, weil beide im gleichen Jahr 1950 geboren worden sind.  Foto: Röhrl
Man versteht sich – nicht nur, weil beide im gleichen Jahr 1950 geboren worden sind. Foto: Röhrl


Die Vorsitzende der 56-köpfigen Landesgruppe zeigte auf, wie die CSU mit „Nachhaltigkeit“ als rotem Faden ihr Wahlprogramm gestrickt habe. Selbstverständlich weiter in der Rolle als Regierungspartei solle eine spürbare Entlastung der Steuerzahler erfolgen. Hasselfeldt führte als Beispiele die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ab 2019 und die Wiedereinführung des Baukindergeldes von 12 000 Euro pro Kind und Jahr an.

Zudem streifte sie das Thema „Innere Sicherheit“. Mit dem Aufzählen der bekannten bayerischen Positionen etwa zur Verhinderung von Hausbesetzungen mit mehr als einem Tag Dauer verknüpfte sie eine Hoffnung: Diese sollten künftig vom aktuellen bayerischen Innenminister Herrmann von Berlin aus durchgesetzt werden.

Ausführliche Informationen zu den Kandidaten im Bundeswahlkreis 232 Amberg/neumarkt lesen Sie in unserem MZ-Spezial.

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