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Konzert

Das Adventkonzert in Teublitz begeistert

Ein Adventkonzert mit Höhepunkten boten die Teublitzer Chöre unter der Leitung von Kirchenmusiker Norbert Hintermeier.
Von Werner Artmann

Die Teublitzer Chöre unter der Leitung von Norbert Hintermeier boten ein Adventkonzert der Superlative. Foto: Werner Artmann
Die Teublitzer Chöre unter der Leitung von Norbert Hintermeier boten ein Adventkonzert der Superlative. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Das 47. Konzert der Teublitzer Chöre zur Adventszeit unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier wurde Dank der unterschiedlichen Adventsmusik der mitwirkenden Chöre und Musikgruppen zur großartigen und vielseitigen Einstimmung auf die kommende Weihnachtszeit. Im Mittelpunkt dieses Konzerts stand die Gottesmutter Maria, die mit Betrachtungen und Musikwerken besonders bedacht wurde.

Kirchenchor, MGV „Gute Freunde“, DoReMi, Horntrio, Stubenmusi, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Teublitzer Kirchenchors und ein Instrumentalensemble einschließlich Harfe, solistisch und im Ensemble, erfreuten die zahlreichen Zuhörer der voll besetzten Teublitzer Pfarrkirche Herz Jesu. Pfarrer Michael Hirmer konnte deshalb nicht nur Pfarreiangehörige, darunter die Bürgermeisterin Maria Steger und ihren Stellvertreter Robert Wutz begrüßen, sondern auch Gäste aus dem ganzen Städtedreieck und aus der Kreisstadt Schwandorf begrüßen. „Diese Adventsmusik ist eine lange Tradition in Teublitz und zeigt auch die unterschiedlichen Stile, das verschiedene Repertoire und die reichhaltige Literatur der Musikschaffenden in der Pfarrei Herz Jesu“, so Pfarrer Hirmer.

Gregorianik und neue Lieder

Mit dem alten gregorianischen Ruf „Rorate caeli desuper“ (Tauet, ihr Himmel, den Gerechten) wurde in der dunklen, nur mit Kerzenlicht erleuchteten Kirche die diesjährige adventliche Feierstunde sehr stimmungsvoll eröffnet. Durch die von Lektor Christian Kürzinger vorgetragenen alttestamentlichen Jesajaverse wurde diese Einleitung zur „Prophetischer Hoffnungskantate“.

Die Gruppe DoReMi unter der Leitung von Christine Wiendl, griff diese Thematik etwa mit dem neuen geistlichen Lied „Ein Warten geht durch diese Zeit“ von Klaus Heizmann, auf. Mit weiteren Liedern z.B. von Markus Pytlik („Ich seh neue Zweige“), die diese Musikgruppe tonmalerisch, unterstützt von verschiedenen Instrumenten, wie Klavier, Gitarre und Flöte sehr ansprechend und gut interpretierten, wurde der erste Block beendet. Als Überleitung spielte Veronika Miller-Wabra auf der Harfe das großartige Prèlude Nr. 12 von Bernard Andrès. Dieses meditative Musikstück beginnt einstimmig und steigert sich, ähnlich einer barocken Chaconne zum klanglichen Höhepunkt mit voll klingender Harfe und entwickelte sich wieder zurück zur Einstimmigkeit. Die Zuhörer wurden dabei so still, wie man es selten bei so vielen Leuten erleben kann.

50 Jahre Norbert Hintermeier

  • „Dixit Maria“:

    Beim 43. Adventskonzert stand die Gottesmutter Maria im Mittelpunkt der Betrachtungen und Musikstücke. Besonders die meditativen Texte von Lektor Christian Kürzinger vertieften und erläuterten die Darbietungen der Akteure. Pfarrer Michael Hirmer reflektierte über die verschiedenen Gestalten der göttlichen Liebe, die im Gewand des Wagnisses, der Leidenschaft aber auch des Schmerzes und der Trauer sich im menschlichen Leben zeigt. Erstmals nahm die Gruppe DoReMi teil.

  • Dankesworte:

    Pfarrer Hirmer dankte besonders Kirchenmusiker Norbert Hintermeier: „Vor 50 Jahren wagte ein junger Kerl den Orgelbock der Saltendorfer Kirche zu erklimmen. Seitdem ist in Teublitz die Kirchenmusik prägend“. Bei Hintermeier habe sich eine große Liebe zur sakralen Musik entwickelt. Durch seine Kompositionen und Musiksätze habe er sich einen großen Namen gemacht. Als Dank für 50 Jahre Engagement für die Kirchenmusik gab es einen großen und langanhaltenden Applaus.

Der zweite Musikblock wurde von einem Teublitzer Horn-Ensemble zusammen mit dem Männerchor gestaltet. Norbert Hintermeier führte hier mit Bernhard Liebl, Tobias Mainka und Markus Dickert, Musiker der Blaskapelle Teublitz, sein für den diesjährigen Teublitzer Weihnachtsmarkt geschriebenes „Adventliches Proprium für Hornensemble“ auf. Das Werk gliedert sich in Introitus, Alleluja, Offertorium, Communio und Postludium. Die sehr diszipliniert gesungenen Männerchorsätze durch den MGV „Gute Freunde“ – vor allem passend zum Sonntag „Gaudete“ – wurden zu den Hornstücken entsprechend eingebaut und dargeboten. Die Liedsätze „Freut euch, ihr Christen“ oder „Sehr, es kommt die heilige Zeit“ gefielen dabei ganz besonders. Durch den Wechsel zwischen Instrumental- und Vokalmusik entstand eine kleine, aber festliche und mehrteilige „Adventskantate“ für Hörner und Männerchor.

Sowohl Pfarrer Michael Hirmer, wie auch Diakon Heinrich Neumüller, hatten in ihren Wortbeiträgen die Thematik „Dixit Maria“ (Maria sprach) aufgegriffen. Neumüller hob die Bedeutung des „Ja“ Mariens auf die Verkündigung des Engels Gabriel heraus.

Das musikalische Programm wurde mit marianischer Musik fortgesetzt. Mit dem anspruchsvollem „Ave Maria“ von Ludovico da Vittoria und der Antwort Mariens in Form der Hasslermotette „Dixit Maria“ zeigte der Kirchenchor bekannte Beispiele der altklassischen Vokalpolyphonie mit guter Intonation und Wohlklang, sowie feiner dynamischer Gestaltung. Als dreiteilige Zwischenmusik boten Dennis Ruß (Zither), Martina Zankl (Hackbrett) und Kerstin Lichtenegger (Gitarre), verstärkt mit dem Kontrabassisten Jan Schießl drei „Arien“ für Saiteninstrumente im Volksmusikstil von Norbert Hintermeier dar. Diese Stücke gliedern sich in „Menuett“, „Hirtentanz“ und „Rondo“. Sie wurden bei diesem Adventskonzert als Uraufführung bestens dargeboten.

Marienmesse als Höhepunkt

An der Harfe Veronika Miller-Wabra und mit der Flöte Anke Schindlbeck Foto: Werner Artmann
An der Harfe Veronika Miller-Wabra und mit der Flöte Anke Schindlbeck Foto: Werner Artmann

Als Höhepunkt zum Abschluss wurde die „Saltendorfer Marienmesse“, die Hintermeier ursprünglich zum heurigen Saltendorfer Jubiläumsjahr schrieb, aufgeführt. In diese Messe sind Zitate, Motive und Themen bekannter Marienlieder, sowohl im Chor- als auch im Instrumentalpart eingearbeitet. Lieder wie z.B. „Meerstern, ich dich grüße“ oder „O Maria, sei gegrüßt“ konnten dabei nicht überhört werden. Mit Harfe (Veronika Miller-Wabra), Anke Schindlbeck (Querflöte), Norbert Martin Hintermeier (Fagott) und Jan Schießl stand dem Kirchenchor ein ausgezeichnetes, harmonisches Instrumentalensemble zur Seite, das dem engagiert singenden Chor entsprechend klanglich und melodisch unterstützte. Mit dieser neuen Bearbeitung wurde dieses deutsche Messordinarium, bei der auch die Gemeinde mitsingen konnte, zur „Harfenmesse“.

Mit dem gemeinsam gesungenem Adventslied „Kündet allen in der Not“ ging dieses eindrucksvolle Teublitzer Adventskonzert zu Ende. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums von „Stille Nacht“, des wohl bekanntesten Weihnachtsliedes, das in über 300 Sprachen übersetzt wurde, spielten zwei Hörner als stimmungsvollen Abschluss dieses Lied in der dunklen Kirche von der Mariengrotte aus. Die Kirchenglocken stimmten klangvoll mit ein, so dass die Zuhörer noch minutenlang in Ruhe und Stille in der Kirche verweilten.

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