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Innenstadt

Der wirkliche Test steht noch bevor

Am Montag, 7 Uhr, wird es ernst: Die Friedrich-Ebert-Straße ist nicht mehr durchgängig befahrbar; die Umbauarbeiten beginnen.
Von Hubert Heinzl

  • Vor allem an die neue Verkehrsregelung an der Postgartenstraße müssen sich die Autofahrer offenbar erst noch gewöhnen. Foto: Heinzl
  • Die Bushaltestelle am Marktplatz wird ab Montag an die Naabuferstraße verlegt. Foto: Heinzl
  • Die Breite Straße ist bis auf weiteres Einbahnstraße.
  • Auch an der Bahnhofstraße gilt auf dem Teilstück bis zum Schlesierplatz eine Einbahnregelung.

Schwandorf.Eine Woche hatten die Autofahrer in der Schwandorfer Innenstadt jetzt Zeit, sich an die geänderte Verkehrsführung im Umfeld der Friedrich-Ebert-Straße zu gewöhnen. Doch ihre Bewährungsprobe hat die neue Verkehrsregelung erst am Montag. Um 7 Uhr, informiert der städtische Pressesprecher Lothar Mulzer, werden an der Friedrich-Ebert-Straße die Abdeckungen an den vorbereiteten Verkehrsschildern entfernt. Und Bauarbeiter werden damit beginnen, die Schwandorfer Einkaufsmeile auf dem ersten Teilstück zwischen Marktplatz und Berggasse abzusperren.

Geschäfte bleiben erreichbar



Die Geschäfte im Schwandorfer Zentrum bleiben erreichbar. Doch Autofahrer, die die Friedrich-Ebert-Straße bisher als Durchgangsstraße Richtung Amberg oder Stadtnorden genutzt haben, sollten umdenken – und am besten schon am Wendelinplatz links abbiegen und über Pesserlstraße, Bahnhofsvorplatz und Naabuferstraße die Innenstadt weiträumig umfahren.

In der Innenstadt selbst gilt bis auf weiteres die neue Verkehrsführung, über die die Stadt Schwandorf (und auch die Mittelbayerische) umfassend informiert hat: Die Breite Straße ist (Richtung Bahnhofstraße) zur Einbahnstraße geworden; die Bahnhofstraße (Richtung Bahnhof, bis zum Schlesierplatz) ebenfalls. Die Postgartenstraße schließlich ist nicht mehr durchgängig befahrbar, sondern wird aus beiden Fahrtrichtungen, jeweils bis zur Paststraße, zur Einbahnstraße. An der Paststraße kann der Verkehr dann abfließen.

Mit der letzten Neuerung hatten die Autofahrer in den vergangenen Tagen die meisten Schwierigkeiten, erklärt Dieter Jäger, Sachgebietsleiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Schwandorf. Aber auch an den beiden anderen neuralgischen Stellen mussten sich die motorisierten Verkehrsteilnehmer erst an die neue Situation gewöhnen. „Wir haben viele mündliche Ermahnungen erteilt und die Autofahrer informiert, aber noch keine Bußgelder verhängt“, sagt Jäger. Nach seiner Einschätzung lief die Umstellung allerdings etwas besser als vor zwei Jahren beim Verkehrsversuch: „Es gibt mehr Schilder, und sie sind diesmal besser sichtbar“, so Jägers Eindruck.

Kontrollen scharf gestellt



Mit zwei Beamten war die Inspektion in den vergangenen Tagen ständig präsent, und daran wird sich auch nichts ändern, wenn Anfang der Arbeitswoche der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße beginnt. Mit einem entscheidenden Unterschied: „Ab Montag werden die Kontrollen scharf gestellt und bei Nichtbeachtung der Verkehrsregelungen auch Bußgelder fällig“, so Verkehrs-Experte Jäger.

Beim Schwandorfer Ordnungsamt ist man mit dem einwöchigen Probelauf für die geänderte Verkehrsführung unterm Strich zufrieden. Laut Amtsleiter Stefan Schamberger sind Beschwerdeanrufe bei der Stadt Schwandorf ausgeblieben, hat sich das Ganze „schon gut eingespielt“. Seine Mitarbeiter hätten sich aber auch viel Mühe bei der Vorbereitung gemacht: Für den Anlieferverkehr an der Breite Straße etwa wurden bei der Anfahrt über den Kolpingplatz extra noch einmal die Kurvenradien durchgerechnet. Und selbst an die Pressesprecherin der Google-Vertretung in Berlin hat sich die Stadt gewandt – mit der Bitte, die geänderte Verkehrsführung in „Google Maps“ einzupflegen. Was alle diese Maßnahmen wert sind, wird sich allerdings erst ab Montag zeigen. Schamberger zeigt sich optimistisch, weiß aber auch: „Es dauert einfach seine Zeit, bis die Verkehrsführung den Autofahrern wirklich vertraut sein wird.“

Die Regelung an der Postgartenstraße verteidigt der Leiter des Ordnungsamts. Beim Verkehrsversuch habe sich gezeigt, dass die kleine Straße vielfach als Schleichweg genutzt wurde und hoffnungslos überlastet war. Mit der neuen Regelung sei das unterbunden – und Betriebe, Wohnungen und auch die Parkplätze trotzdem noch erreichbar. Schamberger weist darauf hin, dass die neue Verkehrsführung bis auf weiteres nur für die Umbauphase gilt. Wenn sich einzelne Veränderungen bewährten, sei aber nicht ausgeschlossen, dass einmal auch eine Dauerlösung daraus werden könnte, sagte er auf Anfrage der Mittelbayerischen. „Jetzt schauen wir erst einmal, wie sich das Ganze entwickelt“, so der Leiter des Ordnungsamts.

Vorbereitet haben sich nicht nur Stadt Schwandorf und Polizei – auch beim Busunternehmen Schmid Faszinatour, das die Linien in der Innenstadt bedient, hat man sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht. Wichtigste Neuerung ab dem kommenden Montag: Wegen der Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße kann die Bushaltestelle am Marktplatz bis auf weiteres nicht angefahren werden. Die Haltestelle wird an die Naabuferstraße, bei den Wasserrädern, verlegt; die Abfahrtszeiten bleiben jedoch unverändert, informiert Betriebsleiter Oliver Post. Für die Buslinien 2 a, 108, 109 und 110 wurde nach seinen Worten eine Ersatzhaltestelle am Zentralen Omnibusbahnhof eingerichtet.

Bei Schmid Faszinatour geht man davon aus, dass der Takt der Busverbindungen auch während des Umbaus der Friedrich-Ebert-Straße eingehalten werden kann. „Unsere Probefahrten haben sehr gut funktioniert“, so Betriebsleiter Post. Für den Fall der Fälle, dass trotzdem Verspätungen drohen, auch in Zusammenhang mit dem Zubringerverkehr aus dem Umland, wird nach seinen Worten eigens ein Busfahrer in Bereitschaft gehalten.

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