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Strahlung

Die Funkmast-Gegner zeigten Flagge

Anwohner der Osser- und Sandstraße in Schwandorf sowie Mitstreiter protestierten vor dem Rathaus gegen eine Sendeanlage der Telekom vor ihrer Haustür.
Von Reinhold Willfurth

  • Inge Heinzmann (rechts) und weitere Anwohner der Osser- und Sandstraße protestierten mit Bannern vor dem Rathaus.Foto: Willfurth
  • OB Andreas Feller (links) versprach, den Protest weiterzuleiten.
  • Auch das CFG protestierte mit.

Schwandorf.Die Bewohner der Osser- und Sandstraße machen ernst mit ihrem Protest gegen einen Mobilfunkmasten in der Nähe ihrer Wohnungen und Häuser. Am Dienstag versammelten sich Anwohner und Mitstreiter vor dem Rathaus und machten mit Bannern auf ihr Anliegen aufmerksam. Man wolle kein Verbot von Mobilfunkantennen, sagte Inge Heinzmann, Wortführerin der Interessengemeinschaft. „Wir wollen sie nur verlegen.“ Der nahe Kreuzberg bietet sich nach Ansicht von Heinzmann und ihrer Mitstreiter als perfekter Alternativstandort an.

Der Zeitpunkt der Protestaktion war mit Bedacht gewählt: Im Rathaus diskutierten Ratsmitglieder am Dienstag im Bauausschuss, wie man das Problem lösen könnte. Oberbürgermeister Andreas Feller machte sich das Anliegen der Anwohner zu eigen und versprach, es an die Telekom, den Betreiber des Mobilfunkmasten, weiterzuleiten. Rückendeckung erhalten die Anwohner auch von Schülern und Lehrern des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (CFG). Die Schule ist nur 30 Meter weit von dem neu errichteten Funkmasten entfernt. Hans Lehminger, stellvertretender Schulleiter und studierter Physiker, übergab über 160 Unterschriften gegen die Errichtung des Masten an OB Andreas Feller. Stadträtin Marion Juniec-Möller (Grüne) reihte sich in die Reihen der Protestierenden ein und sagte, in Nachbarländern sei der Grenzwert für Strahlungen um ein Vielfaches strenger.

Inge Heinzmann fasste vor den Stadträten den Protest der Anwohner noch einmal zusammen. Die Hauptstrahlrichtung der Mikrowellen des Masten, der seit 14. Juli auf dem Dach eines Mietshauses an der Ecke Osser- und Sandstraße installiert ist, richte sich neben der Schule auf ein Mehrparteienwohnhaus und mehrere Einfamilienhäuser. „Es kann nicht sein, dass in einem fast reinen Wohngebiet und in direkter Nachbarschaft einer Schule solch ein leistungsfähiger Funkmast in Betrieb gehen kann“, sagte Heinzmann.

Die Demo vor dem Rathaus war nur eine von mehreren Protestaktionen der Masten-Gegner. 15 Bürger hätten Widersprüche bei der Bundesnetzagentur eingelegt, berichtete Inge Heinzmann. Diese seien bereits zurückgewiesen worden. Ein Anwohner aber habe nicht aufgegeben und Klage gegen die strahlende Antenne eingereicht. Der Protest wird ab Dienstag auch in dem betroffenen Wohngebiet offensichtlich: Die Sandstraße werde mit Bannern „zugepflastert“, kündigte Inge Heinzmann an.

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