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Konflikt

Die Schulleiterin setzt sich zur Wehr

Donaubauer bezeichnet Vorwürfe des CSU-Fraktionschefs in der Burglengenfelder Schuldebatte als unhaltbar und rufschädigend.

Ingrid Donaubauer wirbt für die Erweiterung der Schule im Naabtalpark. Das habe viele Vorteile. Foto: Rittger
Ingrid Donaubauer wirbt für die Erweiterung der Schule im Naabtalpark. Das habe viele Vorteile. Foto: Rittger

Burglengenfeld.In der Diskussion um eine Erweiterung der Hans-Scholl-Grundschule im Naabtalpark oder den Bau einer zweiten, eigenständigen Schule in Wölland ist Rektorin Ingrid Donaubauer ins Kreuzfeuer geraten. CSU-Fraktionschef Michael Schaller hat ihr kürzlich unter anderem vorgeworfen, sie würde sich mit fragwürdigen Methoden für die im März 2018 beschlossene Lösung (Erweiterungsbau) einsetzen und lasse die politische Neutralität, die man von der Leiterin einer Pflichtschule erwarten könne, vermissen.

Das lässt Donaubauer so nicht auf sich sitzen. Sie dreht den Spieß um und kritisiert in einer Stellungnahme an die MZ, einige Unterstützer des Bürgerbegehrens hätten sich längst von einer sachlichen Diskussion verabschiedet; einige Aussagen seien regelrecht rufschädigend. Das Raumkonzept für eine Erweiterung der Grundschule im Naabtalpark hat die Regierung der Oberpfalz bereits genehmigt. Die Rektorin erklärt, in dieser Angelegenheit werde von ihr keine „Neutralität“ erwartet. Sachliche Information über Vorhaben, die die Schule direkt betreffen, gehörten ja sogar zu ihren Aufgaben und seien „selbstverständlich erlaubt“. Im März sei Donaubauer deshalb als Fachfrau zur entscheidenden Stadtratssitzung eingeladen worden.

Zur Sache

  • Sachstand:

    Alle Prognosen, die die Verwaltung erarbeitet und die Regierung geprüft hat, haben ergeben, dass der Ausbau der Schule mit 24 Klassen benötigt wird. Momentan hat die Schule 21 Klassen, also kommen maximal drei dazu.

  • Plädoyer:

    Die Qualität einer Schule kann laut Donaubauer nicht an der Größe abgelesen werden. Die Strukturen im Naabtalpark seien nahezu perfekt, das Angebot, das die Schule biete, sei vielfältig. Es existiere kein „Gedränge“.

Dass Eltern, die den Bau einer neuen Schule favorisierten, wie von CSU-Fraktionschef Schaller behauptet, „eingeschüchtert“ würden, sei eine völlig unbelegte Behauptung. Donaubauer ist darüber entsetzt und stellt die Frage, wie sie denn Eltern überhaupt einschüchtern könnte. Schallers Aussage sei unhaltbar. Jeder könne sich natürlich eine eigene Meinung bilden und diese vertreten, allerdings dürfe dies nicht zu einer Verleumdungskampagne führen.

Für Zündstoff sorgte ferner ein MZ-Bericht vom 22. Dezember, in dem es hieß, Donaubauer habe als Reaktion auf das Engagement von Ursula Schindler (bekannt als Mitarbeiterin des Eine-Welt-Ladens in Burglengenfeld) für das Bürgerbegehren eine Werbung der Schule im neuen Flyer der „Fair-trade-Region Städtedreieck“ storniert. Donaubauer dazu: In einem „klärenden Telefonat“ mit Christine Luber, Vorsitzende des Eine-Welt-Laden Teublitz e.V., habe sie vereinbart, dass die Schule sehr wohl im Flyer genannt werden dürfe; Voraussetzung sei aber, dass Schindler ihre Interessen klar trenne. Schindler sei darüber bereits am 21. Dezember telefonisch in Kenntnis gesetzt worden.

„Angst vor dadurch entstehenden Nachteilen muss wirklich keiner haben!“

Rektorin Ingrid Donaubauer

Zusammenfassend stellt Donaubauer fest, einige Personen überschätzten die Macht von Schulleitern enorm und unterstellten ihr sogar dienstrechtliche Vergehen. Dabei habe sie lediglich das Ziel, über die „Vorteile einer Schulerweiterung im Naabtalpark zu informieren“. Jeder Bürger, egal welcher Meinung er/sie sei, könne sich bei Nachfragen zur Sache gern an die Schule wenden. Donaubauer: „Angst vor dadurch entstehenden Nachteilen muss wirklich keiner haben!“ (ht)

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