MyMz
Anzeige

Eine Mini-Bücherei für Wackersdorf

Sonja Probst gehört die erste Mini-Bücherei der Gemeinde. Gegen Wackersdorf als Dorf der Mini-Büchereien hätte sie nichts.
Von Isabelle Lemberger

Auf dem Grundstück von Sonja Probst steht die einzige Mini-Bücherei Wackersdorfs.
Auf dem Grundstück von Sonja Probst steht die einzige Mini-Bücherei Wackersdorfs. Foto: Isabelle Lemberger

Wackersdorf.Auf dem Weg zum Wackersdorfer Freibad oder zum Sportplatz fährt man meist direkt an ihr vorbei: an der Mini-Bücherei von Sonja Probst, einem kleinen Häuschen mit Tür. Angebracht ist die Mini-Bücherei auf einem Holzbalken, der über den Gartenzaun hinausragt. So muss niemand auf das Grundstück der Familie in der Sommerstraße 1 laufen.

Die Idee für eine Mini-Bücherei kam Sonja Probst schon vor einem Jahr. „Mit E-Book-Readern werde ich einfach nicht warm“, erklärt sie. Die Bücher, die sie liest, sind aus Papier. Und Probst liest gerne.

Mini-Bücherei gegen Wegwerfgesellschaft

Der Mann von Sonja Probst hat die Mini-Bücherei selbst gebaut und sie ihr zu Weihnachten geschenkt.
Der Mann von Sonja Probst hat die Mini-Bücherei selbst gebaut und sie ihr zu Weihnachten geschenkt. Foto: Isabelle Lemberger

Über die Jahre hinweg hat sich viel Lesestoff angesammelt. Viele davon hat sie an Freundinnen verschenkt. Ein Buch ein zweites Mal lesen, das kann Probst nicht. Bücher wegschmeißen, das wollte sie auch nicht. Zu Weihnachten 2019 hat Probst von ihrem Mann dann die besagte Mini-Bücherei geschenkt bekommen. Seitdem steht das Bücher-Häuschen am Zaun der Sommerstraße 1.

Die selbstgebaute Mini-Bücherei musste sich in Wackersdorf zuerst etablieren. Anfangs kamen nur Wenige. Nach kurzer Zeit kamen aber auch Besucher aus anderen Orten angefahren, um sich die neuartige Bücherei anzuschauen. Sie ist bis jetzt noch immer die einzige ihrer Art in Wackersdorf. „Wenn ein gutes Buch drin ist, ist es ratzfatz weg“, sagt Probst.

Erholung

Darum ist der Erlebnispark geschlossen

Der „Wasser-Fisch-Natur“-Park in Wackersdorf ist kein normaler Spielplatz. Genau das ist das Problem. Doch es gibt Hoffnung.

Jeder, der an der Mini-Bücherei von Sonja Probst vorbeikommt, darf mit einem neuen Buch nach Hause gehen. Passanten können sich 24 Stunden, sieben Tage die Woche, kontaktlos ein Buch nehmen und eigene bringen, wenn sie möchten. „Mir ist nur wichtig, dass die Bücher nicht zerfleddert sind“, sagt Probst.

Künftig gibt es in jedem Buch eine Überraschung

In Zukunft will Sonja Probst ihren Büchern ein Post-it mit Mini-Bücherei-Stempel beilegen.
In Zukunft will Sonja Probst ihren Büchern ein Post-it mit Mini-Bücherei-Stempel beilegen. Foto: Isabelle Lemberger

Probst selbst liest gerne Bücher, die andere Sichtweisen mit sich bringen und die Phantasie anstacheln. „Als ich unsichtbar war“ ist eines ihrer Lieblingsbücher. Darin beschreibt Martin Pistorius die Welt aus der Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt. In Zukunft klebt in den Büchern von Sonja Probst, die im Bücherschrank landen, ein Post-it mit ihrem eigenen Mini-Bücherei-Stempel. „Viel Platz ist aber nicht mehr darin“, sagt sie. Laut Michael Weiß, Pressesprecher der Gemeinde Wackersdorf, gibt es in der Grund- und Mittelschule noch einen öffentlichen Bücherschrank, der sich an Schülerinnen und Schüler richtet. Ob andere Bürger der Idee folgen? Gegen Wackersdorf als Dorf der Mini-Büchereien hätte Probst zumindest nichts.

Kommune

Wackersdorfer Gemeinderat auf Sparkurs

Das Gremium genehmigt günstigste Varianten bei der Fassadengestaltung des neuen Ärztehauses und des Gehweges lrlacher Weg.

Weitere Nachrichten aus Wackersdorf finden Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht