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Brandeinsatz

Feuerwehren wenden Katastrophe ab

Der Brand in Burglengenfelds historischer Altstadt ist gelöscht. Ein Einfamilienhaus ist aber unbewohnbar.
Von Thomas Rieke und Josef Schaller

Die Holzscheune war nicht mehr zu retten. Wohl aber ein benachbartes Wohnhaus. Foto: Schaller
Die Holzscheune war nicht mehr zu retten. Wohl aber ein benachbartes Wohnhaus. Foto: Schaller

Burglengenfeld.Das Feuer, das am späten Donnerstagnachmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehren in der Burglengenfelder Altstadt gesorgt hat, ist so gut wie gelöscht. Einsatzleiter und Kommandant Christoph Wasser vermeldete gegen 18.15 Uhr, das Schlimmste sei überstanden, nun gelte es, noch einige Glutnester zu bekämpfen und in Schach zu halten.

Wie berichtet, war kurz vor 17 Uhr von der Integrierten Leitstelle Alarm ausgelöst worden. „Brand in der Rathausstraße“, hieß es. Sofort wurden neben der FF Burglengenfeld auch mehrere andere Feuerwehren mobilisiert. Als Kreisbrandmeister (KBM) Markus Dechant bei der Anfahrt schon auf Höhe des Stadtteils Wölland Rauch über der Altstadt erkennen konnte, rief er weitere Einsatzkräfte nach Burglengenfeld; dito Kommandant Wasser. Er befand sich gerade auf dem Nachhauseweg, als er bei Pirkensee schwarze Wolken über der Stadt ausmachte.

Einsatzkräfte kesselten den Brandherd ein

Die ersten Wehrmänner, die in der Rathausstraße eintrafen, stellten fest, dass im Innenhof der Metzgerei Schneider ein Holzstadel lichterloh brannte. „Die Hitzeentwicklung war enorm, das Feuer suchte sich seinen Weg“, so Kommandant Wasser.

Von allen vier Seiten rückten die Feuerwehren dem Brandherd zu Leibe, darunter auch Atemschutzträger. Mindestens zwei Gasflaschen wurden aus der Gefahrenzone entfernt.

Die Lage schien sich gegen 17.30 Uhr zu entspannen, da gab es in der parallel zur Rathausstraße verlaufenden Lichtgasse Alarm. Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses hatte ebenfalls Feuer gefangen.

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Großbrand in Burglengenfeld

Nun kam auch die Drehleiter der FF Burglengenfeld zum Einsatz, und es gelang, den Brand unter Kontrolle zu bringen und den Dachstuhl weitgehend zu retten. Allerdings zersprangen zahlreiche Fenster, und der Schaden, den Löschwasser und -schaum anrichteten, soll beträchtlich sein. Die Bewohner durften nicht in ihre Räume zurück. Sie sollen nach ersten Informationen von Freunden und Bekannten aufgenommen worden sein. Möglicherweise schon am Freitag wird ein Statiker das Anwesen unter die Lupe nehmen.

Böse Erinnerungen wurden wach

In einer ersten Einschätzung der Experten vor Ort ist es den Feuerwehren dank ihrer Schnelligkeit und ihres professionellen Vorgehens gelungen, eine Katastrophe zu verhindern. Ältere Burglengenfelder erinnern sich, dass ein Brand in den 1980er Jahren, ebenfalls in der Rathausstraße, größeres Unheil anrichtete.

Insgesamt waren seitens der Wehren am Donnerstag rund 130 Männer und Frauen im Einsatz. Die FF Burglengenfeld wurde unterstützt von Teublitz, Münchshofen, Maxhütte-Winkerling, Pirkensee, Meßnerskreith und Kallmünz. Auch der Rettungsdienst war mit sieben Fahrzeugen und 16 Mann Besatzung stark vertreten. Er musste zwei Personen, die Rauchvergiftungen erlitten hatten, versorgen und in Kliniken transportieren. Ein bettlägeriger Bewohner aus der Rathausstraße wurde vorsichtshalber ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Am frühen Abend rückte auch noch das Technische Hilfswerk an.

Mehrere Häuser vorsorglich evakuiert

Wie KBM Dechant weiter berichtet, wurden mehrere Häuser vorsorglich evakuiert. Die Bewohner waren nicht begeistert, aber verständnisvoll und kooperativ. Ein 53-Jähriger aus der Rathausstraße 10 war gerade am Briefkasten, als ihm ein Feuerwehrmann mitteilte, er dürfe nicht in seine Wohnung zurück. Er holte noch rasch seine Geldbörse und seinen Ausweis und folgte dann der Anweisung. Notfalls wollte er bei seiner Mutter übernachten.

Zur Höhe des Sachschadens gibt es noch keine Informationen, ebenso ist die Brandursache zur Stunde völlig unklar. Auch in den Nachtstunden blieb die Ortsdurchfahrt gesperrt.

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