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Initiative

Film entlarvt „rechtsextreme Partymeile“

Regisseur Peter Ohlendorf drehte undercover bei Rechtsrockkonzerten und stellte seinen Film Schülern des Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasiums vor.

Regisseur Peter Ohlendorf (rechts) zusammen mit Organisator Stephan Sturm: Der Regisseur reiste aus Freiburg an und stand den Schülern im Kino Rede und Antwort zu seinem brisanten Filmprojekt. Foto: glg

OBERVIECHTACH.„Schule ohne Rassismus“ ist das Prädikat, das sich das Ortenburg-Gymnasium erworben hat. Die Schülerinitiative und ihr Betreuer, Studienrat Stephan Sturm, starteten jetzt eine besondere Aktion, indem sie Schüler zu der Auseinandersetzung mit dem Film „Blut muss fließen“ ins Kinocenter Pösl einluden.

Der 2012 auf der Berlinale erstmals gezeigte Streifen beleuchtet die rechtsextreme Szene und enthält hochbrisantes Material, das inkognito vor allem bei Rechtsrock-Konzerten aufgenommen wurde, wo oftmals verbotene Songs das Geschehen bestimmen. „Undercover unter Nazis“ heißt der vielsagende Untertitel des Films, dessen Regisseur Peter Ohlendorf nach Oberviechtach kam und den Schüler für Fragen zur Verfügung stand.

Die Jugendlichen interessierten sich nicht nur für die technischen Rahmenbedingungen dieses aufrüttelnden Dokumentarfilms, sondern auch für die Organisation und Abläufe dieser „Nazi-Konzerte“, die – so Regisseur Ohlendorf – „mitten unter uns stattfinden“. Nach Aussagen des Regisseurs müssten die Staatsschutzorgane hier viel rigoroser durchgreifen.

Interessant war für die Ortenburg-Schüler auch die Hauptfigur des Dokumentarfilms, der Journalist Thomas Kuban, der sich als Undercover-Filmer mit versteckter Kamera in die Neonazi-Szene wagte und im Dokumentarfilm zu seiner eigenen Sicherheit nur mit Pseudonym und Verkleidung auftritt.(glg)

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