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Webcam

Freie Sicht auf Burglengenfelder Falken

Seit Dienstag sendet die Kamera im Nistkasten am Wärmetauscherturm des Zementwerkes wieder gute Bilder live ins Internet.

  • Die Falkeneltern kümmerten sich im vergangenen Jahr intensiv um ihren Nachwuchs. Foto: foto-webcam.eu
  • Hoffnung auf Nachwuchs: Im Nistkasten des Burglengenfelder Falkenpärchens liegt 2015 bereits das erste Ei. Foto: foto-webcam.eu
  • Drei Jungfalken waren im vergangenen Jahr am 19. April geschlüpft – sogar das Bayerische Fernsehen wurde auf sie aufmerksam ... Foto: Zementwerk

Burglengenfeld.Das erste Ei liegt im Nest – und ist weltweit im Internet zu sehen. Seit Dienstag können die Burglengenfelder Wanderfalken wieder via Webcam beobachtet werden. Die HeidelbergCement AG hat laut einer Pressemitteilung der Stadt ihre Webcams am Schornstein neu ausgerichtet und gereinigt. Im vergangenen Jahr hatten viele Vogelfreunde die Aufzucht des Nachwuchses beobachtet. Bis eine wohl unkontrollierte Notdurft die Linse im Nistkasten so stark verdreckte, dass leider nichts mehr zu erkennen war.

Ein gemeinsames Projekts der HeidelbergCement AG und der Stadt Burglengenfeld mit der Münchner relix GmbH machte es im Februar 2014 erstmals möglich, dem Wanderfalkenpaar beim Aufziehen des Nachwuchses zusehen. Zugleich offenbart eine zweite Kamera, die an einem der zwei Wärmetauschertürme des Zementwerks installiert ist, einen fantastischen Blick auf Stadt an der Naab.

„Um das Leben unserer Falkenkinder nicht zu gefährden, haben wir mit der Säuberungsaktion gewartet, bis die Falken den Nistkasten verlassen“, berichtete Werksleiter Henrik Wesseling. Bereits im Dezember waren die drei Jungfalken bei Rundflügen über dem Werksgelände gesehen worden. Jetzt hatten sie den Nistkasten verlassen – und der vorgezogene Frühjahrsputz konnte beginnen.

Die beiden Kameras wurden dabei laut der Pressemitteilung neu positioniert, um künftig Verunreinigungen zu vermeiden, sie können zudem im Wechsel live geschaltet werden. Weil der Nistkasten aber in 86 Metern Höhe montiert ist, waren die Reinigungs- und Umbauarbeiten alles andere als ein alltäglicher Arbeitseinsatz. Folglich beauftragte das Zementwerk dafür auch Spezialisten der Firma Lohbauer aus Irlach.

Nun beginnt das gespannte Warten, ob das Wanderfalkenpärchen erneut Nachwuchs bekommt. Das erste Ei liegt bereits im Nistkasten – im vergangenen Jahr waren es am Schluss vier Eier, aus denen drei junge Falken geschlüpft sind.

Schon bei der Renovierung der beiden Wärmetauschertürme hatte HeidelbergCemtent eigens einen Nistkasten am – von der Burglengenfelder Altstadt aus betrachtet – linken Kamin angebracht. Ziel war es, den Fortbestand der zeitweise als gefährdet eingestuften Greifvogelart zu sichern. Vor elf Jahren wurde dann der erste Falke gesichtet, der sich häuslich einrichtete. Er hat sein Revier auf dem Werksgelände und auch im Steinbruch – und verteidigt das vehement, auch gegen größere Raubvögel. (ba)

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