mz_logo

Schwandorf
Dienstag, 17. Juli 2018 27° 3

Exkursion

Fünf Stationen auf der Landkreisfahrt

Die Akademie Ostbayern-Böhmen und ALO informieren sich über den Strukturwandel. Sie erkundeten auch die Region Schwandorf.

Die Exkursionsteilnehmer vor dem Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee. Foto: Schafbauer
Die Exkursionsteilnehmer vor dem Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee. Foto: Schafbauer

Schwandorf.Bei der fünften Landkreisfahrt haben der Arbeitskreis Landeskunde Ostbayern (ALO) der Universität Regensburg und die Akademie Ostbayern-Böhmen die Region zwischen Schwandorf und deutsch-tschechischer Grenze erkundet.

Seit Anfang 2018 leitet Veronika Hofinger das seit 2006 existierende Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee. Den Fokus nicht nur auf Schönsee zu legen, sondern auch das Bewusstsein für kulturelle Gemeinsamkeiten auf beiden Seiten der Grenze zu stärken ist das Ziel des CeBB.

Schönsee als Ort in der Mitte von Prag/Pilsen, Nürnberg, München und Budweis sei ideal gelegen, um in dieser Position mit dem CeBB ein strukturelles und organisatorisches Zentrum zum überregionalen Kulturmarketing zu entwickeln. Mit Richard Tischler hat Pfreimd einen Bürgermeister, der die Bestrebungen der Stadt unterstützt, mit Kultur den Strukturwandel in der Region zu bewältigen.

Konkret bedeutet dies, die Stadt durch die Förderung archäologischer Ausgrabungen sowie die Einrichtung eines neuen Stadtmuseums in die Zukunft zu führen und nachhaltig zu positionieren. Der Archäologe Dr. Christoph Steinmann würdigte das Engagement Tischlers und erklärte die Ausgrabungen, die in Form des Documents Schloss Pfreimd zu besichtigen sind.

Eva Maria Keil erklärte, wie ein seit Jahrzehnten bestehendes regionales Stadtmuseum dem Strukturwandel im Museumswesen begegnet. Bereits seit 21 Jahren leitet die Volkskundlerin Keil das Schwandorfer Stadtmuseum und scheute sich nicht, auf die vielen Herausforderungen während ihrer Dienstzeit einzugehen, darunter die wenigen finanziellen Mittel.

Dr. Rosa Micus, die das Haus Ende der 1980er-Jahre konzipierte, habe damals noch für heute wertvolle Grundlagen gelegt. Nach 30 Jahren sei es an der Zeit, die Dauerausstellung vollkommen neu zu konzipieren. Dabei sollen gezielt die gewandelten Rezeptions- und Sehgewohnheiten der Besucher berücksichtigt werden.

Der Unternehmer Robert Gerstl hat bereits mehrere historische Gebäude instandgesetzt: Seit 2017 ist Gerstl nun der Besitzer von Schloss Pirkensee in Maxhütte-Haidhof. Das Schloss mit einer wechselvollen Geschichte brannte 1999 vollständig aus.

Für eine Million Euro erwarb Unternehmer Gerstl das Gebäude und will das Projekt nach der Investition von insgesamt fünf Millionen Euro bis zum Jahr 2024 vollständig restauriert mit einem Nutzungskonzept, das Hotelräume, Gastronomie und Veranstaltungsbereich beinhaltet, vollendet haben.

Der Steinberger See

  • Projekt:

    Wie ein früheres Braunkohleabbaugebiet nach der Renaturierung und der Freizeitnutzung weiterkonzipiert werden kann, zeigten Tom Zeller, Geschäftsführer der In Motion Park GmbH, und Josef Schönhammer, PR-Fachmann des Projektes am Steinberger See auf.

  • Zukunft:

    Mit der größten Erlebnisholzkugel der Welt soll es eine weitere einzigartige touristische Attraktion bekommen.

Weitere Nachrichten aus der Region Schwandorf lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht