MyMz
Anzeige

Für mehr Frauen in der Politik

Bündnis 90/Die Grünen fordern in Wackersdorf: Die kommunalen Gremien sollen die Lebenswirklichkeit widerspiegeln.

;oderatorin Andrea LeitermannTina Winklmann, Ulrike Pelikan-Roßmann, Sonja Probst und MdL Eva Lettenbauer diskutierten am Podium..  Foto: Armin Duschner
;oderatorin Andrea LeitermannTina Winklmann, Ulrike Pelikan-Roßmann, Sonja Probst und MdL Eva Lettenbauer diskutierten am Podium.. Foto: Armin Duschner

Wackersdorf.„Mehr Frauen in kommunale Gremien“ lautete die zentrale Forderung einer Podiumsdiskussion im Schwimmbad-Café. Eingeladen hatte die Ortsgruppe Wackersdorf von Bündnis 90/Die Grünen. Ehrengast am Podium war MdL Eva Lettenbauer, Landesvorsitzende der Grünen.

„Frauen machen keine bessere, sondern andere Politik“, betonte Lettenbauer während der rund einstündigen Diskussion. Daher müsse Parität in den Gremien gewährleistet sein, um die Lebenswirklichkeit der Bevölkerung widerzuspiegeln. Viele kommunale Gremien Bayerns hätten immer noch keine einzige Frau im Rat. Lettenbauer warb dafür, Widerstände abzubauen und Frauen den Zugang zu politischen Positionen zu erleichtern, indem man beispielsweise die Kosten für Kinderbetreuung während der Ausübung politischer Ämter erstattet. Noch immer trügen Frauen die Hauptlast bei Hausarbeit und Kinderbetreuung und scheuten die Dreifachbelastung, die mit Arbeit, Kinderbetreuung und politischen Amt einher ginge.

Der Fragen, warum grundsätzlich so wenige Frauen kommunale Ämter anstreben, ging das Podium auf den Grund. Tina Winklmann, Bezirksvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, sah im Frauenstatut einen der zentralen Eckpfeiler gelungener Politik. Nach wie vor dominieren Männer die Listen, Frauen fänden sich – wenn überhaupt – auf den hinteren „Gnadenplätzen“ wieder. Dabei könne bereits bei der Listenaufstellung für Gleichberechtigung gesorgt werden.

Ulrike Pelikan-Roßmann, Listenführerin der Grünen auf Kreisebene und Ortsgruppensprecherin der Wackersdorfer Grünen, versuchte das Vorurteil zu zerstreuen, Frauen könnten sich nicht für Politik begeistern, und warb dafür, selbst aktiv zu werden: „Man kann nicht erwarten, dass andere sich für meine Interessen stark machen oder automatisch das Richtige und Nötige tun werden.“ Sonja Probst, Ortsgruppensprecherin der Grünen, plädierte dafür, dass Frauen sich besser vernetzen und motivieren müssen, um sich durchzusetzen, statt sich gegenseitig im Weg zu stehen. Dies müsse sich auch im Wahlverhalten widerspiegeln. Den Abend moderierte Andrea Leitermann, Landratskandidatin von Cham und Mutter dreier Kinder, die ihre Erfahrungen am politischen Parkett in die Diskussion mit einbrachte.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht