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Geflügelpest: Amt beschließt Sperrbezirk

Der Bereich liegt im Gemeindegebiet Reichenbach. Das Beobachtungsgebiet schließt große Teile des Altlandkreises Roding ein.
Von Rupert Schlecht

Für den Sperrbezirk gelten strenge Regeln.
Für den Sperrbezirk gelten strenge Regeln. Foto: dpa

Reichenbach.Die Geflügelpest hat in den vergangenen Tagen in den benachbarten Landkreisen Regensburg und Schwandorf zugeschlagen. In Summe sind Hunderte Hühner, Puten, Perlhühner, Gänse, Enten und Wildenten getötet worden. Auf den Landkreis Cham hat die Geflügelpest allerdings nicht übergriffen. Trotzdem: Das Landratsamt Cham hat entsprechend  reagiert – mit Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet in Gemeinden des westlichen Kreises Cham.

Dazu informiert Friedrich Schuhbauer, Pressesprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage: „In der Stadt Nittenau (Lkr. Schwandorf) wurde der Ausbruch der Vogelgrippe (hochpathogenes aviäres Influenzavirus Typ H5N8) bei einem Wildvogel festgestellt.“ Rund um den Fundort wurden ein Sperrbezirk von drei Kilometern und ein zusätzliches Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern eingerichtet. Da ein Teil des davon betroffenen Gebiets auch im Kreis Cham liegt, habe das Landratsamt Cham einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet festgelegt.

Sehen Sie hier eine Karte zum Sperrgebiet:

Sehen Sie hier eine Karte zum Beobachtungsgebiet:

Wortlaut mit Karten im Amtsblatt

„Im Sperrbezirk liegen in der Gemeinde Reichenbach die Gemeindeteile Heimhof, Kaltenbach, Kienleiten, Regenmühle und Reichenbach. Das Beobachtungsgebiet umfasst Ortschaften in den Gemeinden Reichenbach, Roding, Wald, Walderbach und Zell. Die genaue Abgrenzung des Gebietes und die darin geltenden Regelungen sind in der Allgemeinverfügung vom 6. Februar 2017 festgelegt.“ Die Verfügung trete am Mittwoch, 8. Februar, in Kraft. Der genaue Wortlaut mit Karten sei im Amtsblatt des Landkreises Cham veröffentlicht und auf der Homepage des Kreises (www.landkreis-cham.de) einsehbar. Schuhbauer erläutert, dass das Landratsamt an den Hauptzufahrtswegen zum Sperrbezirk und zum Beobachtungsgebiet Schilder mit der deutlichen Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest-Sperrbezirk“ bzw. „Wildvogelgeflügelpest-Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar angebracht habe. „Die im Sperrbezirk liegenden Geflügelhaltungen werden vom Veterinäramt untersucht.“ Nach Feststellung des Veterinäramtes seien im Landkreis Cham im Sperrbezirk fünf kleine Geflügelhalter betroffen. „Im Sperrbezirk dürfen gehaltene Vögel und Bruteier sowie tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln nicht aus dem Bestand verbracht werden. Wer im Sperrbezirk einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese nicht frei herumlaufen.“ Auch im Beobachtungsgebiet gelten „strenge Einschränkungen“.

„Innerhalb der Restriktionszone dürfen Geflügelhalter ihren Bestand nicht verändern, es gilt strikte Aufstallungspflicht.“ Wer in einem Beobachtungsgebiet Geflügel hält, müsse dies unter Angabe der Nutzungsart und des Standortes der Tiere sowie der Größe des Bestandes unverzüglich dem Veterinäramt melden.

Es gilt die allgemeine Stallpflicht

„Das Landratsamt erinnert noch einmal ausdrücklich daran, dass für den gesamten Landkreis bereits seit November 2016 eine allgemeine Stallpflicht sowie ein Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten gelten.“

Mit diesen Maßnahmen und flankierend den vom Bund veranlassten Maßnahmen zur Biosicherheit in einzelnen Betrieben soll das Überspringen des Geflügelpesterregers von Wild- auf Nutztiere verhindert werden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit habe speziell für Tierhalter ein Merkblatt erarbeitet. Besondere Bedeutung komme der konsequenten Einhaltung der betriebshygienischen Maßnahmen zu. „Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) und Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) nicht ohne Schutzhandschuhe zu berühren.“ Tote Tiere seien dem jeweils zuständigen Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden.

„Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Virus für den Menschen ungefährlich. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist daher unbedenklich“, teilt Friedrich Schuhbauer mit.

Friedrich Schuhbauer, Pressesprecher des Landratsamtes Cham, hat eine Reihe von Links im Internet zusammengestellt, mit weiteren Informationen zum Thema: Zum Virus finden Sie hier Information. Zur Vogelgrippe finden Sie hier Informationen. Hier finden Sie wichtige Informationen für Geflügelhalter. Aktuelle Zahlen zur Geflügelpest in Bayern finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham finden Sie hier

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