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Weitere Fälle im Landkreis Schwandorf

Bei verendeten Enten in Schwandorf, einem Schwan in Nittenau und einer Ente nahe der Höllohe wurde der H5-Virus nachgewiesen.

Das Landratsamt hatte am Freitag einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet rund um die Höllohe eingerichtet . Nun besteht in weiteren Fällen im Landkreis Schwandorf der Verdacht auf Vogelgrippe.
Das Landratsamt hatte am Freitag einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet rund um die Höllohe eingerichtet . Nun besteht in weiteren Fällen im Landkreis Schwandorf der Verdacht auf Vogelgrippe. Foto: dpa

Schwandorf.Nach der am 2. Februar in der Höllohe durchgeführten Keulungsaktion besteht der Verdacht des Ausbruchs der Wildvogel-Geflügelpest in weiteren drei Fällen im Landkreis. Darüber informierte am Samstag das Schwandorfer Landratsamt in einer Pressemitteilung. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat bei den drei verendeten Stockenten und einem Bläßhuhn in Krondorf, einem in #Nittenau aufgefundenen Schwan und einer Wildente, die unmittelbar außerhalb der Höllohe tot aufgefunden wurde, Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen.

Am Samstag, 4. Februar, ist der Verdacht auf Geflügelpest bei Wildvögeln amtlich festgestellt worden. Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich wie in der Höllohe um die hochpathogene Form handelt, laufen derzeit am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald. Das Veterinäramt hat umgehend die erforderlichen Maßnahmen laut Geflügelpestverordnung ergriffen.

Das Landratsamt hat für die drei neuen Bereiche jeweils einen Sperrbezirk von drei Kilometer und ein zusätzliches Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern rund um den Fundort eingerichtet. An den Hauptzufahrtswegen zu diesen Gebieten werden Schilder mit der deutlichen Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest-Sperrbezirk“ bzw. „Wildvogelgeflügelpest-Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar angebracht. In beiden Bereichen gelten strenge Einschränkungen.

Drei weitere Schwäne geborgen

Am Sonntag wurden bei Neuhaus (Stadt Nittenau) drei weitere tote Schwäne aus dem Regen gefischt, die nun zur Untersuchung weggeschickt wurden. Am Wochenende kümmerte sich die Polizei in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr um das Einsammeln aufgefundener toter Wasser- und Raubvögel. Die Polizei Burglengenfeld hob in diesem Zusammenhang besonders die gute Zusammenarbeit mit der FFW Nittenau hervor. Während der Woche wechselt die Zuständigkeit hier wieder zum Veterinäramt.

Aufstallungspflicht weiter in Kraft

Als weitere Vorsichtsmaßnahmen bleiben für den gesamten Landkreis Schwandorf das verfügte Ausstellungsverbot und die Aufstallungspflicht in Kraft. Das Landratsamt weist darauf hin, dass Geflügelhalter, die ihren Bestand noch nicht dem Veterinäramt gemeldet haben, dies schnellstmöglich nachholen sollen.

Auch Kleinbetriebe müssen gemäß einer Eilverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Es bestehen Aufzeichnungspflichten über die Zahl der verendeten Tiere und über die Gesamtzahl der gelegten Eier pro Bestand. Geflügelhaltungen dürfen nur mit Schutzkleidung betreten werden. Es ist besonders darauf zu achten, dass das Schuhwerk beim Betreten und Verlassen von Geflügelställen gewechselt wird. Beim Ein- oder Ausstallen von Geflügel sind Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen. Die Ställe sind gegen unbefugten Zutritt zu sichern.

Tote Vogel dem Veterinäramt melden

Es ist unerlässlich, den direkten und indirekten Kontakt (über Kot, Einstreu, Futter, etc.) von Hausgeflügel zu Wildvögeln zu vermeiden. Das vermehrte Auftreten von Todesfällen bei Geflügel und Wildvögeln ist dem Veterinäramt unter der Telefonnummer (0 94 31) 47 12 31 oder 47 12 36 zu melden.

Die bestätigten Vogelgrippe-Fälle in Teublitz waren auch Thema in „Mittelbayerische am Mittag“. Sehen Sie das Video dazu hier:

Mittelbayerische am Mittag berichtete über die Keulung in der Höllohe.

Bürger werden gebeten, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) und Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) nicht ohne Schutzhandschuhe zu berühren. Des Weiteren wird empfohlen, Hunde und Katzen nicht frei laufen zu lassen. Bei weiteren Fragen erteilt das Veterinäramt Auskünfte. Hunde sollten beim Spazierengehen im Uferbereich angeleint werden. Jagende Hunde können Wildvögel aufschrecken und damit zu einer Virusverbreitung führen.

Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist nach derzeitigen Erkenntnissen und bei bestimmungsgemäßem Verzehr unbedenklich.

Am Dienstag wurden verendete Enten am Krondorfer Wehr gefunden:

Nun ist klar: Auch die toten Enten in Schwandorf starben wegen des H5-Virus. Video: Grebler

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Geflügelpest im Landkreis

  • Verhalten:

    Bei Auffinden von toten Tieren sollte man laut Landratsamt unbedingt Vorsicht walten lassen. Niemals dürften die ohne Handschuhe berührt und direkter Kontakt vermieden werden. Wichtig: das Landratsamt, die Polizei oder die Stadtverwaltung muss umgehend davon informiert werden.

  • Meldungen:

    Das Landratsamt in Schwandorf hat laut Pressesprecher Hans Prechtl ein „Bürgertelefon“ eingerichtet, wo sich Bürger bei Funden oder auch Nachfragen hinwenden können. Unter (0 94 31) 471-146 seien kompetente Ansprechpartner der Landkreisverwaltung erreichbar.

  • Sperrbezirk Höllohe:

    Seit Mittwoch ist mit umfangreichen Maßnahmen ein Sperrbezirk mit drei Kilometern Radius rund um den Freizeitpark Höllohe eingerichtet. Aus diesem dürfen laut Landratsamt keine Tiere hinein oder heraus gebracht werden. Zudem gilt um Umkreis von zehn Kilometern ein Überwachungsgebiet mit strengen Kontrollen.

  • Keulung:

    Am Donnerstag rückten im Wild- und Freizeitpark Höllohe Mitarbeiter des Landratsamtes an. 210 Tiere wurden eingeschläfert.

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