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Erfolg

Seefest trotzt der Wettervorhersage

Das stimmungsvolle Fest am Ufer des Hammersees sorgte für Begeisterung – zumal sich die Schleusen pünktlich schlossen.
Von Randolf Alesch

Heiß begehrt waren der Drinks der Wasserwacht. Bei poppiger Musik von DJ Dantl zog es vor allem die jüngeren Besucher zum Badeplatz im Seewinkel und die Cocktailbar war am späten Abend dicht umlagert. Die Bar-Mixer und -damen hatten alle Hände voll zu tun, um die durstigen Kehlen mit genügend „Stoff“ zu versorgen.  Foto: Randolf Alesch
Heiß begehrt waren der Drinks der Wasserwacht. Bei poppiger Musik von DJ Dantl zog es vor allem die jüngeren Besucher zum Badeplatz im Seewinkel und die Cocktailbar war am späten Abend dicht umlagert. Die Bar-Mixer und -damen hatten alle Hände voll zu tun, um die durstigen Kehlen mit genügend „Stoff“ zu versorgen. Foto: Randolf Alesch

Bodenwöhr. Nach dem Bürgerfest schafften es die Bodenwöhrer zum zweiten Mal in diesem Jahr, trotz widriger Wetterprognosen ein tolles Fest auf die Beine zu stellen. Vorneweg: Es war ein schönes und gelungenes „Hammerseefest“, das die Erwartungen trotz der etwas kühleren Temperaturen deutlich übertroffen hatte.

Pünktlich um 15 Uhr schloss Petrus die Schleusen und von oben blieb es trocken. Die Verantwortlichen und fleißigen Helfer hat sich viel Mühe gemacht, um den Gästen ein vielseitiges und abwechslungsreiches Fest am Hammerseeufer zu bieten – ihr Einsatz wurde belohnt. Spätestens um 18 Uhr, als Landrat Thomas Ebeling erschien, Bürgermeister Hoffmann die Besucher willkommen hieß und sich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, machten sich die letzten Skeptiker auf den Weg.

Fast fünf Jahr lagerte die Bodenwöhrer Plätte im Bauhof, bevor sie wieder aus ihrem Schattendasein geholt wurde.  Foto: Randolf Alesch
Fast fünf Jahr lagerte die Bodenwöhrer Plätte im Bauhof, bevor sie wieder aus ihrem Schattendasein geholt wurde. Foto: Randolf Alesch

Tausende von Gästen flanierten entlang des Hammerseeufers, um die fünf Hotspots zu besuchen. Zahlreiche kulinarische und vor allem auch internationale Köstlichkeiten, gutes Bier, ein vielfältiges Musikangebot, Unterhaltung für die Kinder, die zwölf Meter hohe Wasserfontäne im See, eine gemütliche Schifffahrt mit der „Karin 1“ und ein großartiges Feuerwerk vor der einmaligen Kulisse entlang des „Hammerseebogens“ erfreute die Gäste – so etwas hat man wirklich nur einmal im Jahr.

Von Flohmarkt bis Zappelpark

Trotz der im Vergleich zu den letzten Jahren etwas kühleren Temperaturen kam wieder ein richtiges südländisches Urlaubs- und Biergartenfeeling auf. Los ging es mit einem kleinen Flohmarkt auf der Neunburger Straße – Anziehungspunkt für den einen oder anderen Schnäppchenjäger und Sammler, die etwas Ausgefallenes suchten. In der Weinzierl-Kurve konnte sich der Nachwuchs im Zappelpark, beim Kinderschminken oder in zwei Hüpfburgen vergnügen. Alternativ bot sich die Gelegenheit, auf dem Kinderkarussell im Jacobgarten ein paar Runden zu drehen oder am Schießstand seine Treffsicherheit zu testen – der Spaß war garantiert.

Hammerseefest

Entlang des Weiherdammes bis zum Badeplatz im Seewinkel gab es neben Kaffee und Kuchen allerlei heimische und vor allem internationale kulinarische Köstlichkeiten, wie ungarische Langos, griechische Gyros, französische Crêpes, italienische Pizza, amerikanische Burger, Steckerlfische, Fleischspieße, Knackersemmel, die obligatorischen Grillspezialitäten und die „Bodenwöhrer Pfanne“, die Zutaten sind ein Geheimnis – egal, Hauptsache es schmeckt. Sogar mit einer fahrbaren „Schnaps- und Gebäckbar“ wurden die Gäste äußerst flexibel und mobil versorgt. Während Alleinunterhalter „Xaver“ mit seinem Keyboard bei der Frauenunion auf dem Weiherdamm bayerisch-zünftige und gemütliche Unterhaltung bot, sorgte nur wenige Meter weiter die „Ukulele Fever Band“ bei der FFW als Kontrast dazu mit hawaiianischen Südsee-Liedern, Klassikern aus den Bereichen Rock, Country und Blues für farbenfrohe Stimmung. Ein Pärchen ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und legte dazu gleich einen fetzigen Rock’n Roll auf den Asphalt.

Später nahmen Heidi und Franco, alias „Dolce Bavaria“, die Zuhörer mit italienischem Flair, bayerischer Herzlichkeit und Italo-Pop der 80er Jahre auf eine Reise mit durch das Land der „Grande Amore“, der unendlichen Sehnsucht und ungebremster Lebenslust. Im Biergarten der Brauerei Jacob bewirtete der Sportverein aus Altenschwand mit Burgern sowie deftigen Spezialitäten vom Grill die zahlreichen Gäste und „Mama Mia“ sorgte mit eingängigen und bekannten Schlagern, Oldies und Ohrwürmern für „Musi“.

Warteschlange vor dem Schwein

Wer keinen eigenen Stand hat, muss kreativ sein.  Foto: Randolf Alesch
Wer keinen eigenen Stand hat, muss kreativ sein. Foto: Randolf Alesch

Eine Station weiter, im Kunst- und Kulturgarten, grillte die CSU nicht nur Steaks, sondern auch ein knuspriges Schwein, welches sich großer Nachfrage erfreute und für eine lange Warteschlange sorgte, als es endlich vom Spieß genommen wurde. Nächstes Jahr will auch der örtliche Gartenbauverein wieder mit seinem „gesunden“ Alternativangebot für figurbewusste Feinschmecker das CSU-Team im Kunstgarten verstärken.

Passend zum Essensangebot sorgten die "Chambtaler" für deftige bayerische Lederhosenmusik. Wer da noch nicht "bedient" war, der hatte in der Open-Air-Disco am Badeplatz im Seewinkl noch eine weitere Alternative, wo es nicht nur griechische Spezialitäten in Sotiri’s Taverne gab, sondern auch deutlich poppiger und moderner zuging, was sich sofort im Altersdurchschnitt der Gäste niederschlug. Mit Cocktails von der Wasserwacht und DJ Dantl am Mischpult ging die Post ab und es herrschte eine Bombenstimmung. „Wöhrchen“, dem Seeungeheuer, war der Trubel gar nicht geheuer.

Den Gästen gefiel das vielfältige Angebot und man flanierte zwischen Weinzierlkurve und Badeplatz auf dem Weiherdamm sowie dem Kunst- und Wasserweg vor der einzigartigen Kulisse des Hammersees. Kurz vor 23 Uhr musste man sich einen guten Platz am Ufer sichern und die Blicke gingen nach oben – zunächst nur ein lauter Knall, dann ging das große stimmungsvolle Feuerwerk, welches direkt über dem See gezündet wurde, sich im Wasser widerspiegelte und deshalb als eines der schönsten in der ganzen Umgebung gilt, los – ein gelungener Abschluss. Aber nicht für alle - erst in den frühen Morgenstunden machten sich die Letzten auf den Heimweg.

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