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Freundschaftsessen bereitete viel Freude

Asylbewerber aus fünf Nationen kochten in Bruck für den Helfer- und Betreuerkreis auf. Die Integration schreitet voran.

  • Syrien und Georgien an einem Topf und im Hintergrund kommt Deutschland dazu. Foto: tfe
  • Das Kochvergnügen kennt keinerlei Sprachbarrieren. Foto: tfe
  • so köstlich haben die Gerichte ausgesehen. Foto: tfe
  • Ein Gericht aus Äthiopien wir aufgetragen

Bruck.Dass die Asylbewerber in Bruck nicht nur gut aufgenommen, sondern mittlerweile auch selber „angekommen“ sind, ist vor allem den ehrenamtlichen Helferkreis zu verdanken. Nach einer „Kennenlern-Veranstaltung“, die Gerhard Antretter und Robert Feuerer initiiert hatten, fanden sich einige, die bereit waren, die Flüchtlinge zu begleiten und ihnen das Eingewöhnen zu erleichtern. Die Asylbewerber nahmen dieses Angebot sehr gerne an und auch der seit einigen Wochen laufende Deutschkurs wird von ihnen fleißig besucht und zeigt auch schon erste Erfolge.

Um den Helfern einmal Dankeschön zu sagen und auch um das Zusammenleben der Asylbewerber noch zu fördern, kamen Gerhard und Christa Antretter auf die Idee, ein Freundschaftsessen auf die Beine zu stellen. Sie baten bei verschiedenen Vereinen, Parteien und Institutionen um einen kleine Geldspende, damit die Lebensmittel gekauft werden konnten. Manchen Zutaten waren gar nicht so einfach zu bekommen, aber in einem Geschäft in Regensburg wurden die Helfer fündig.

Die Familie Sperl stellte dankenswerterweise die Küche und die Räume im Waldhaus Einsiedel kostenlos zur Verfügung. Fünf Nationen tummelten sich dann einen ganzen Nachmittag lang in der Gastroküche und kochten, dass es eine wahre Freude war. Auch wenn sie sich untereinander kaum verständigen konnten, wurde zusammen geholfen, gemeinsam Gemüse geschnippelt, in große Töpfen gerührt und abgeschmeckt. Vor allem das Deutsche „Küchenpersonal“ war erstaunt über die Gewürze, welche zum Einsatz kamen. Neben bekannten, wie Koriander oder Zimt, auch Galgant – eine Ingwerwurzelart – und Nelken in einer Kombination, wie sie in unseren Breiten niemals benutzt werden würden (Gerichte siehe Info Kasten).

Als die Gästen eintrafen, waren die Gerichte bereits zu einem Buffet angerichtet und jede der angebotenen Speisen schmeckte hervorragend. Auch beim Essen mischten sich die Nationalitäten durch. Auch die drei Bürgermeister von Bruck und Pfarrer Helmut Brunner waren gekommen. Hans Frankl, sowie Pfarrer Brunner hießen die Anwesenden willkommen. Einer der Asylbewerber ergriff dann das Wort und erzählte, dass die Flüchtlinge anfangs nicht in Bruck bleiben wollten, aber mittlerweile habe sich das grundlegend geändert. Sie seien untereinander und auch mit dem Helferkreis zu einer großen Familie geworden und fühlten sich alle sehr wohl in Bruck.

Dies nahmen vor allem die Mitglieder des Helferkreises sehr gerne zur Kenntnis, zeigt es doch, dass ihre Bemühungen Früchte tragen und die Integration bereits in Gang gekommen ist. (tfe)

Die Gerichte

  • Der Mix:

    Es gab exotische Gerichte wie „Haschi Puri“ eine Art Pizza, oder Schakrieya (Schafffleisch mit Reis und gebratenen Nudeln), Sazyvie (Putenfleisch mit einer Soße in der verschiedenen Nüsse verwendet werden).

  • Beilagen:

    zu den Hauptgerichten gab es verschiedene Salate und Ofenkartoffeln.

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