mz_logo

Burglengenfeld
Sonntag, 19. August 2018 30° 2

Freizeit

Innenstadt wurde zur Partymeile

Die siebte Kneipenrallye mit neun Bands zog am Samstagabend wieder viele Musikfans nach Burglengenfeld.
Von Josef Schaller

  • Die „Äl spuid auf’s Blues Combo“ begeisterte mit handgemachtem, authentischen Blues und Swing im VAZ Fotos: bjs
  • Auch „Caren’s Mom im Bistro zog die Partygäste in ihren Bann
  • Sandro Steger, Geschäftsführer des „Sound“ und Mitinitiator der Kneipenrallye: Um zu feiern, muss man nicht nach Regensburg fahren.

Burglengenfeld.„Wo wollt ihr jetzt hin?“ – „Da kommen wir gerade her. War cool da!“ – „Und da müsst ihr auch noch hin – echt klasse dort!“ Für kurze Aussagen wie diese war gerade noch Zeit, als man sich auf der Straße begegnete und sich im Vorbeigehen gegenseitig Empfehlungen zurief. Dann musste man schnell weiter zur nächsten Kneipe. Schließlich wollte man nichts verpassen.

Bei der siebten Kneipenrallye war am Samstagabend bis tief in die Nacht hinein „ganz Burglengenfeld“ auf Wanderschaft. Und überall bot sich den Besuchern das gleiche Bild. Randvolle Kneipen und sehr ansprechende Musik. Ein kostenloser Shuttle-Service garantierte ein schnelles und sicheres Wechseln der Lokalitäten. Unter der Aufsicht der „Bavarian Guards“ ging es rund um die Gast-häuser sehr ruhig zu.

Beim „Kare“ war die Bude schon voll, lange bevor „Charly Tango“, ein Trio aus dem Regensburger Raum, mit erfrischenden Akustik-Covers die Gäste in Stimmung brachte. Elvis Presley, Johnny Cash, Green Day – das musikalische Repertoire war vielfältig. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Auch „Caren’s Mom im Bistro zog die Partygäste in ihren Bann und spielte sich mit Cajon, Gitarre und Gesang durch die Charts. „Chaos – Die Band“ sorgte im „mixx“ für ausgelassene Partystimmung. Die jungen Musiker aus Maxhütte-Haidhof hatten Songs von Red Hot Chili Peppers, Nirvana, Volbeat oder Alanis Morissette auf ihrem Programmzettel und zogen damit natürlich vor allem das junge Publikum an.

„Ein Loblied auf das Weißbier“ sangen Helmut Haider und Stephan Karl, alias „Schmarrnkerl & Funkerl“ im Ratz Fatz und bedienten sich dabei einer bekannten Schnulze von Reinhard Fendrich: „Weil a bissl Durst für mi no lang niat reicht…Weilst da Wahnsinn bist für mi, sauf i di.“ Den Fußballern des ASV wollte das Weißbier an diesem Abend leider nicht so recht schmecken. Aber zumindest zauberten die beiden singenden Spaßvögel den Spielern wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Die kleine Kneipe platzte aus allen Nähten. Werner, der Wirt, hatte aber vorgesorgt und noch schnell am Zugang zur Kneipe ein Partyzelt aufgebaut.

„Furchtbar Schee“ war’s beim Cheiko mit der gleichnamigen Band. Das Trio aus Regensburg tummelte sich mit bekannten Akustikarrangements, denen sie einen neuen Anstrich verpassten, in allen erdenklichen Musikgenres. Hier fühlte sich insbesondere das junge Publikum zu Hause. Blues, Boogie und Swing mit dem nötigen Drive und Tiefgang präsentierte „Äl spuid auf’s Blues Combo“ im Foyer des Veranstaltungszentrums. Hatte der Rhythmus dieser Musik einen erfasst, war schon eine große Portion Selbstüberwindung erforderlich, um noch einmal die Kneipe zu wechseln.

Im Graf Babo gastierte die Band „String“, bestehend aus Musikern der „Charivari Hausband“. Mit ihren Rockballaden machten sie ins-besondere die Generation 30Plus glücklich. Mit einer Mischung aus hartem Alternativrock und akustischen Rockballaden brachte die Bamberger Formation „Prayvets“ das Rockstüberl zum Überkochen. Unter das überwiegend junge Partyvolk hatten sich auch einige Mitvierziger und sogar Mitfünfziger gesellt, die an diesem Abend zumindest für einige Stunden plötzlich 20 Jahre jünger waren. Ein musikalischer Gegenpol dazu war das Duett „Zwoa Achterl bitte“, das im Sowieso mit bekannten Liedern österreichischer Liedermacher gleichermaßen die Massen begeisterte.

Die MZ fragte Sandro Steger, Geschäftsführer des „Sound“ und Mitinitiator der Kneipenrallye, was eigentlich der Grundgedanke war, als man die Kneipenrallye ins Leben gerufen hatte. „Wir, die Burglengenfelder Wirte, wollten die Kneipengemeinschaft positiv präsentieren und Burglengenfeld als tolle Stadt hinstellen, in der man toll feiern kann. Man braucht dazu nicht nach Regensburg zu fahren.“

Seine bisherigen Erfahrungen mit der Kneipenrallye fasst er so zusammen: „Das Feedback ist bisher durch die Bank positiv. Dies ist ein Zeichen, dass die Wirte-Gemeinschaft in Burglengenfeld gut funktioniert und dass unter den Wirten in Burglengenfeld kein Konkurrenzdenken herrscht.“

Kneipenrallye in Burglengenfeld

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht