mz_logo

Gemeinden
Freitag, 25. Mai 2018 22° 4

Konzert

Musikalische Feinkost zum Staunen

Die Musikapelle St. Vitus lud in die Stadthalle Burglengenfeld und überzeugte die Zuhörer. Höhepunkt war eine Gastsängerin.
Von Josef Schaller

Bei einer vielseitigen, imposanten und gefühlsbetonten Darbietung versetzten das Symphonische Blasorchester und das Jugendblasorchester die rund 600 Zuschauer mit musikalischer Feinkost ins Staunen.

Burglengenfeld.Hochklassige Musik und Ehrungen standen beim Festkonzertes wieder im Mittelpunkt, mit dem die Musikkapelle St. Vitus traditionell am vierten Adventsonntag ein erfolgreiches Vereinsjahr ausklingen ließ. Gut 600 Zuhörer waren dafür in die Stadthalle gekommen. Bei einer vielseitigen, imposanten und am Ende auch gefühlsbetonten Darbietung versetzte sie das Symphonische Blasorchester unter der Leitung von Adolf Huttner und das Jugendblasorchester, angeführt von Günter Moser, mit musikalischer Feinkost ins Staunen.

Überrascht war freilich trotzdem niemand, denn kein Zuhörer hatte etwas anderes erwartet. Für den emotionalen Höhepunkt sorgte aber eine Gastsängerin, deren außergewöhnliche und imposante Stimme ansonsten ein anderes Publikum verwöhnt, wenn sie mit ihrer Death-Metalband „Deadlock“ auf der Bühne steht. Sabine Scherer hat „Gabriella’s Song“ in einem beeindruckenden Finale, das auch beim gefühlsresistentesten Zuhörer für Gänsehaut gesorgt haben dürfte, in Schwedisch gesungen.

Große Bandbreite der Stücke

Mit dem „Tanz mit dem Teufel“ (Fritz Neuböck) hat dieses Konzertereignis der besonderen Art angefangen und mit Christus, dem Retter, der herniederstieg und sein Volk von Schuld befreite – „Gloria in excelsis deo“, hat es sein offizielles Ende gefunden, wenn nicht, wie jedes Jahr der Vitus-Marsch dem Ganzen noch „eins draufgesetzt“ hätte. Beziehungsweise heuer war es ja Sabine Scherer, die auf der Bühne das letzte Wort hatte.

Äußerst beeindruckend war die Solodarbietung von Marianne Zaindl. Foto: Schaller

Während der erste Programmteil mit traditionellen Werken bestückt war, stand nach der Pause eher die Moderne im Mittelpunkt. Und wie jedes Jahr war es Ralph Conrad, der die Veranstaltung mit vielen interessanten Informationen über die Historie der musikalischen Werke und ihrer Komponenten bereicherte. Nach dem Kampf mit dem Leibhaftigen gleich zu Beginn des Konzertes wurden die Zuhörer bei „Preludio Marciale“ (Klaus-Peter Bruchmann) in ein kriegerisches Vorspiel verwickelt, bevor sie Komponist Antonio Dvorak und das Symphonische Blasorchester mit einem schnellen böhmischen Volkstanz (Slawischer Tanz Nr. 8) endlich aus der bedrückenden Szenerie befreiten.

Auch das Jugendblasorchester – dirigiert von Günter Moser – bot musikalisch das Beste. Foto: Schaller

Insgesamt 16 Tänze mit unterschiedlichem Temperament hatte Dvorak in Anlehnung an die ungarischen Tänze von Brahms geschrieben. Die Hochstimmung war aber schnell wieder verflogen, weil sich nämlich nach der musikalischen Tanzeinlage ein Trauerzug in Bewegung setzte. Eigentlich sollte das Werk ursprünglich ein lustiger Musikreigen werden, den der Komponist Charles Gounod einem bekannten Musikkritiker widmen wollte. Da dieser starb, bevor Gounod sein Werk beendet hatte, wurde aus einer Suite Burlesque der „Marche funebre d’un Marionette“.

Panflöten-Solo war beeindruckend

Ein großer Programmteil im zweiten Set war dem am 9. Juni dieses Jahres verstorbenen deutschen Bandleaders und Komponisten James Last gewidmet. Äußerst beeindruckend war dabei die Solodarbietung von Marianne Zaindl auf der Panflöte, als sie bei „Einsamer Hirte“ die Darbietung des Vitus-Blasorchesters mit traumhaft schönen Tonfolgen bereicherte.

Das Symphonische Blasorchester unter der Leitung von Adolf Huttner. Foto: Schaller

Die Aufforderung vom Kreisvorsitzenden des Musikbundes, Joseph Ferstl, „… diesen tollen Menschen, die auf der Bühne sitzen und uns dieses tolle Konzert präsentieren“, einen Riesenapplaus zu geben, wäre gar nicht notwendig gewesen. Das Publikum wusste auch so, was sie den Musikern für ihren professionellen und brillanten Auftritt schuldig war. Sichtlich ergriffen von dem beeindruckenden Finale erhoben sich die rund 600 Zuhörer am Ende der Veranstaltung und bedankten sich in der Burglengenfelder Stadthalle für die zweifelsohne gelungene Darbietung mit einem minutenlangen fonetischen Applaus.

Der Konzertabend am Samstag bot zudem einen wahrhaft passenden Rahmen für zahlreiche Ehrungen aufgrund langjährige Mitgliedschaften oder erbrachte Leistungen bei der Ausbildung junger Musiker.

Die neuesten Berichte aus Burglengenfeld lesen Sie hier.

Ehrungen für Mitglieder

  • 5 Jahre:

    Lea Schöffel, Lukas Ritzer, Jan Richter, Daria-Maria Mosberger, Teresa Seidl, Louis Böhm, Simon Heigl, Maximillian Hofmann, Johannes Ewe und Felicitas Conrad

  • 10 Jahre:

    Korbinian Lichtenegger, Franziska Hölzl, Christian Graf, Andreas Forster und Patrick Böhm

  • 20 Jahre:

    Andreas Gietl, Michael Knerer, Andreas Karl und Markus Schindler

  • 25 Jahre:

    Claudia Harant und Franziska Kirschenhofer

  • Leistungsabzeichen D1:

    Veronika Liebl, Johanna Lichtenegger, Theresa Steinbauer, Anna Hölzl, Katharina Hölzl, Simon Heigl, Johannes Ewe, Jan Richter, Lukas Ritzer, Maximilian Hofmann, Andreas Forster, Florian Niedermeier, Johannes Liebl, Lukas Probst und Korbinian Lichtenegger

  • Leistungsabzeichen D2:

    Manuel Stegerer bjs

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht