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Die Parteien „Die Linke“ und „Die Partei“ wollen in den Stadtrat. Phillip Poguntke ist gemeinsamer Bürgermeisterkandidat.
Von Josef Schaller

Die beiden Parteien „Die Linke“ und „Die Partei“ stellten eine gemeinsame Stadtratsliste auf und wählten Phillip Poguntke (4. v. r.) zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.  Foto: Josef Schaller
Die beiden Parteien „Die Linke“ und „Die Partei“ stellten eine gemeinsame Stadtratsliste auf und wählten Phillip Poguntke (4. v. r.) zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Foto: Josef Schaller

Burglengenfeld.Zum ersten Mal wird es bei den kommenden Kommunalwahlen am 15. März dieses Jahres eine gemeinsame Liste von „Die Linke“ und „Die Partei“ geben. Am Samstagnachmittag trafen sich die beiden Parteien im „Sowieso“ zu ihrer Nominierungsversammlung. Phillip Poguntke (Die Partei) wurde dabei einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Auf der gemeinsamen Stadtratsliste sind acht Kandidaten zu finden. Auch sie wurden im Rahmen einer Blockwahl einstimmig nominiert.

Nachdem die Satirepartei „Die Partei“ im Kreis Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Cham der Liste der Partei „Die Linke“ ihre Unterstützung zugesagt hatte, treten die beiden Parteien nun auch in Burglengenfeld gemeinsam an. „Wir sind gesinnungsmäßig auf einer Welle“, so der Bürgermeisterkandidat Poguntke. Allerdings sei die Art und Weise, wie „Die Partei“ Politik mache, eine andere. „Wir versuchen, Themen satirisch aufzuarbeiten.“ „Die Partei“ steht für demokratischen Sozialismus. So steht es in ihrer Präambel.

Beachpartys sollen das Irl beleben

Der 28-jährige PC-Techniker Phillip Poguntke hat sich bereits kurz nach der Gründung des Kreisverbandes der Partei angeschlossen. Er glaubt fest daran, dass er Bürgermeister werden wird und er ist davon überzeugt, dass er einen guten Job machen wird. Wie seine Konkurrenten möchte auch er das Irl zu neuem Leben erwecken und schlägt vor, dort wöchentliche Beachpartys abzuhalten. Er denkt auch darüber nach, die traditionellen Anti-WAA-Konzerte aus den 80er Jahren wieder aufleben zu lassen, um daran zu erinnern, dass die Wiederaufarbeitungsanlage „leider nicht gebaut worden ist“.

Kommunalwahl

Fan der Politsatire kratzt an Rathaustür

Phillip Poguntke von „Die Partei“ ist in Burglengenfeld der nächste Herausforderer von CSU-Bürgermeister Thomas Gesche.

Die Innenstadt brauche mehr Parkplätze, ist Poguntke überzeugt. Den weiten Fußweg zum Parkhaus könne man niemandem zumuten. Als Alternative bringt er einen Shuttlebus ins Spiel, der die Bürger vom Marktplatz zum Parkhaus transportieren soll. Des Weiteren möchte der 28-Jährige Burglengenfeld zur saubersten Stadt des Universums machen und will deshalb an jedem zweiten Gebäude einen Mülleimer anbringen lassen. Außerdem fordert er neben den Fahrradmarkierungen auf den Straßen auch Markierungen für Rollatorfahrer.

Die Satirepartei „Die Partei“

  • Präambel:

    „Eintreten für soziale Interessen [...], für nachhaltige Entwicklung und demokratische Teilhabe für alle. Unser Ziel ist die solidarische Gestaltung des Gemeinwesens [...].“

  • Daseinsvorsorge:

    Zentrale Bereiche wie Gesundheit, Wohnen, Bildung, Energie, Wasser und Verkehr dürfen nicht von Profitlogik bestimmt werden, sagt „Die Partei“.

Als leidenschaftlicher Saunagänger will Poguntke den Saunabereich im Bulmare wesentlich vergrößern und die finnische Saunakultur fördern. Finanzieren will er die Erweiterung des Bades mit weiteren Schweizer-Franken-Krediten. „Investieren statt Sparen muss die Parole in einem kapitalistischen System heißen“, so der 28-Jährige.

„Die Linke“ fordert kostenlosen ÖPNV

Listenkandidat Thomas Singer (Die Partei) fordert zudem eine Bierpreisbremse, damit das bayerische Lieblingsgetränk und die gesellschaftlich akzeptierte Standarddroge für alle bezahlbar bleibt. Der Glasfaserausbau soll ebenfalls forciert werden. „Die Bürger haben ein Recht darauf, die hochqualitativen Beiträge der CSYou in bester Internet-Qualität zu sehen“, begründete er diese Maßnahme.

Chantal Averibou (Die Linke) fordert mehr politische Bildung an Schulen und kostenlose Bustickets für Schüler. „Langfristig soll der komplette ÖPNV kostenlos gestaltet werden.“

Das sind die Listenkandidaten:

  • Phillip Poguntke (Die Partei)
  • Chantal Averibou (Die Linke)
  • Patrick Schnabl (Die Partei)
  • Linda Jackel (Die Partei)
  • Alexander Schön (Die Linke)
  • Pascal Averibou (Die Linke)
  • Thomas Singer (Die Partei)
  • Claudia Averibou (Die Linke)

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