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Mittwoch, 23. Mai 2018 25° 8

Feuerwehr

Waschmaschine löste Kellerbrand aus

Feuerwehren aus dem gesamten Städtedreieck rückten am Freitagnachmittag aus, um ein Feuer in Burglengenfeld zu löschen.
Von André Baumgarten

  • Mehr als 80 ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Städtedreieck rückten am Freitagnachmittag an, um das Feuer im Keller eines Wohnhauses in Burglengenfeld zu löschen. Foto: Baumgarten
  • Die Polizei schätzt den Schaden an dem schmucken Einfamilienhaus zunächst auf mindestens 150 000 Euro. Foto: Baumgarten
  • Zur Absicherung der insgesamt sechs Atemschutztrupps, die gleichzeitig im Gebäude waren, standen weitere Einsatzkräfte bereit. Foto: Baumgarten

Burglengenfeld.Großalarm am Freitagnachmittag: Zu einem Kellerbrand mit eingeschlossener Person wurden die Feuerwehren aus dem gesamten Städtedreieck gegen 14.10 Uhr gerufen. Unter schwerem Atemschutz drangen bis zu sechs Einsatztrupps gleichzeitig in das vollkommen verrauchte Einfamilienhaus vor – dann kam bald Entwarnung: Im Haus befanden sich keine Menschen, den Schaden aber bezifferte die Polizei zunächst auf mindestens 150 000 Euro.

Dass das Feuer überhaupt so frühzeitig entdeckt wurde, scheint mehr als ein Zufall gewesen zu sein. Die Mitarbeiterin eines Paketdienstes bemerkte den schwarzen Rauch, der aus einem der Kellerfenster drang, und informierte eine Nachbarin. Da direkt vor dem Anwesen einer der Wagen des Ehepaares parkte, versuchte die Nachbarin durch Klingeln und Klopfen die Bewohner zu informieren – und wählte dann aber umgehend den Notruf.

Der Rettungsdienst des BRK, die „Helfer vor Ort“ sowie ein Notarzt sicherten den Einsatz der Feuerwehr mit ab. Foto: Baumgarten

Neben den Ehrenamtlichen der Burglengenfelder Feuerwehr rückten aufgrund der unklaren und gefährlichen Lage zahlreiche Aktive aus dem gesamten Städtedreieck (siehe Info ganz unten) sowie dem angrenzenden Landkreis Regensburg an. Nachdem die Tür zum Keller geöffnet worden war, drangen bis zu 12 Einsatzkräfte zeitgleich unter schwerem Atemschutz in das Einfamilienhaus vor. „Zunächst galt es, eventuell im Haus befindliche Personen zu finden“, erklärte der Einsatzleiter Thomas Bruckschlegel im MZ-Gespräch.

Sehen Sie hier ein Video vom Einsatz der Feuerwehr:

Sieben Feuerwehren waren für den Brand in einem Wohnhaus in Burglengenfeld alarmiert worden. Video: Baumgarten

In einem der Kellerräume entdeckten die Aktiven dann die Ursache ihres Einsatzes: eine Waschmaschine stand dort in Flammen. Das Feuer konnte jedoch schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden. Die verkohlten Einzelteile des Gerätes brachten die Feuerwehrmänner danach ins Freie. Zugleich wurde vor dem Haus eine Druckbelüftung aufgebaut, um den dichten schwarzen Rauch, der bereits bis in Obergeschoss gezogen war, aus dem Gebäude zu bekommen. Dazu mussten von den Atemschutztrupps alle Fenster geöffnet werden.

Mit einem Lüfter wurde der schwarze Rauch, die bis ins Obergeschoss gedrungen war, aus dem Einfamilienhaus geblasen. Foto: Baumgarten

Aufgrund der beengten Situation vor Ort – das Haus liegt in einer Sackgasse mit einem kleinen Wendeplatz – warteten die Feuerwehrfahrzeuge „in Bereitstellung“ an der Holzheimer Straße, wie Bruckschlegel erklärte. „Dieser Ausgang ist uns der Liebste“, betonte der stellvertretende Kommandant der Burglengenfelder Wehr. „Hauptsache ist doch, dass niemand verletzt wurde.“ Kreisbrandmeister Markus Dechant lobte die gute Zusammenarbeit der Wehren. Der Einsatz habe die „überörtliche Schlagkraft erneut unter Beweis gestellt“.

Die Besitzer des Einfamilienhauses im Burglengenfelder Baugebiet „Am Geißberg“ erreichten Nachbarn schließlich telefonisch in Regensburg. Bis zu ihrem Eintreffen sicherten Beamte der Polizeiinspektion Burglengenfeld und der Feuerwehr das Gebäude. Erheblich ist laut ersten Schätzungen aber der Schaden: Auf mindestens 150 000 Euro wurde der von der Polizei geschätzt. Brandursache dürfte ein technischer Defekt an der Waschmaschine gewesen sein.

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Randnotizen zum Einsatz

  • Feuerwehr:

    Neben der FFW Burglengenfeld waren auch Aktive der Wehren aus Maxhütte-Winkerling und den Ortsteilen Meßnerskreith, Pirkensee, Ponholz sowie aus Teublitz und Holzheim im Einsatz. Kreisbrandmeister Markus Dechant unterstützte den Einsatzleiter Thomas Bruckschlegel bei der Arbeit.

  • Absicherung:

    Das BRK war mit einem Rettungswagen vor Ort und sicherte den Einsatz der Feuerwehrkräfte ab. Zudem waren auch die „Helfer vor Ort“ alarmiert worden. Ein Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst verstärkten die Truppe – sie alle bekamen glücklicherweise diesmal aber nichts zu tun. (ba)

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