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Corona: 85 Patienten sind wieder gesund

Im Kreis Schwandorf liegen zehn Coronapatienten auf der Intensivstation. Die Kliniken erweitern unterdessen ihre Kapazitäten.

Die Intensivstation am Krankenhaus St. Barbara verfügt aktuell über 22 Behandlungsplätze. Foto: Marion Hausmann
Die Intensivstation am Krankenhaus St. Barbara verfügt aktuell über 22 Behandlungsplätze. Foto: Marion Hausmann

Schwandorf.Im Landkreis Schwandorf ist die Zahl der positiv getesteten Personen am Dienstag auf 283 angestiegen. Wobei das mit der Zählweise so eine Krux ist, wie Landkreissprecher Hans Prechtl an folgendem Beispiel verdeutlicht: Unter den 283 Personen befinde sich auch ein Mann, der in Norddeutschland wohne, jedoch hier im Landkreis die häusliche Quarantäne verbringe. „Streng genommen muss ich den rausrechnen, dann sind es 282 Fälle“, sagt Prechtl. Von den positiv getesteten Personen seien 85 wieder genesen. Weiter teilt der Landkreissprecher mit, dass derzeit 39 Coronapatienten in den Krankenhäusern in Schwandorf und Burglengenfeld stationär behandelt werden. Zehn davon müssten auf einer Intensivstation beatmet werden.

Landratsamt verschickt Bußgeldbescheide

Verstöße gegen die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen werden vom Landratsamt laut Prechtl zügig abgearbeitet. Bislang seien rund 50 Bußgeldbescheide ergangen – und zwar überwiegend aufgrund von polizeilichen Anzeigen. Der Krisenstab des Landkreises beschäftigt sich aktuell auch noch mit einem anderen Aspekt: Bei den gemeindlichen und kirchlichen Friedhofträgern werden laut Prechtl die Plätze in den Leichenhäusern und insbesondere die Zahl der Kühlplätze abgefragt. Hinzugerechnet werden die Kapazitäten in Kliniken und bei Bestattungsunternehmen.

Schutzkleidung

  • Situation: Das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf verfügt nach eigenen Angaben über eine „ausreichende Menge an Schutzausrüstung“. Der Bedarf sei abgedeckt.

  • Dank: Dr. Martin Baumann, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Barbara, ist unterdessen von seinen Mitarbeitern begeistert. Alle würden an einem Strang ziehen und überall sofort mithelfen.

Doch niemand hofft, dass man diese Plätze auch wirklich benötigt. Viel mehr setzt man im Landkreis Schwandorf auf die bestmögliche Versorgung der Erkrankten. So bereitet man sich beispielsweise im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf weiter auf eine zunehmende Zahl an Coronapatienten vor. Aktuell gibt es laut einer Pressemitteilung in der Klinik zwei komplette Isolierstationen für nicht-intensivpflichtige Covid-19-Patienten. Weitere Stationen sind laut Geschäftsführer Dr. Martin Baumann sukzessive als vollständige Isolierbereiche verfügbar. Möglich mache dies die zeitliche Verschiebung aller planbaren Operationen und Sprechstunden sowie die interne Unterstützung durch intensiv geschulte Ärzte und Pflegefachkräfte aus anderen Fachbereichen.

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Intensivstation hat spezielle Schleusenzimmer

Im Neubau des Krankenhauses St. Barbara befindet sich auch die Intensivstation mit 22 Bett- und Beatmungsplätzen. 14 Intensivzimmer sind laut Pressemitteilung Einzelkabinen, fünf davon wurden als Schleusenzimmer konzipiert. In einem angrenzenden Multifunktionsraum bestehe die Möglichkeit, die vorhandenen Kapazitäten um vier zusätzliche Betten zu erweitern.

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Der Krisenstab der Klinik hat sich auch mit Plänen für zwei weitere Ausbaustufen befasst. Sofern dem zum Corona-Schwerpunkt-Krankenhaus ernannten Krankenhaus St. Barbara das notwendige qualifizierte Personal und entsprechende Beatmungstechnik unterstützend zur Verfügung gestellt werden würden, könnten die Ressourcen auf zunächst 333 Betten (davon 26 Beatmungsplätze) und im Bedarfsfall sogar auf insgesamt 386 Betten aufgestockt werden. Die entsprechenden Räumlichkeiten sowie die benötigte Infrastruktur seien auf den erst im Februar geräumten Stationen im Altbau vorhanden. Das Krankenhaus St. Barbara sieht sich für eine mögliche Welle an Coronapatienten „bestens gerüstet“. Man habe viele zusätzliche Kapazitäten geschaffen und die in diesen Zeiten so wichtigen Beatmungskapazitäten verdoppelt.

Alles rund um die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise im Landkreis Schwandorf sammeln wir hier für Sie.

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