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Jubiläum

Die SKK wünscht sich Frieden

Das Gründungsfest im Auerbachtal wurde bestimmt durch Gedenken und den Wunsch nach friedlichem Miteinander.
Von Anton Grabinger

Den Festzug durch Unterauerbach führte die SKK Auerbachtal an. Foto: Anton Grabinger
Den Festzug durch Unterauerbach führte die SKK Auerbachtal an. Foto: Anton Grabinger

Schwarzach.„Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung.“ Dieser Spruch ist in dem zentralen Gedenkstein des Ehrenmales der Soldenten- und Kriegerkameradschaft eingemeißelt. Umrahmt wird der zentrale Gedenkstein von den Namen der Opfer der beiden Weltkriege aus dem Auerbachtal. Das Ehrenmal bildete einen wichtigen Baustein in den Festlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens.

Das 100. Gründungsfest der SKK Auerbachtal startete am Samstagabend mit einem Standkonzert der Blaskapelle Auerbachtal zur Begrüßung der eintreffenden Vereine. Der Kirchenzug führte vom Grabinger-Wenzl-Feststodl in der Krandorfer Straße über die Neunburger Straße in die Pfr. Zormeier Straße zur Pfarrkirche St. Nikolaus in Unterauerbach.

Gleichgesinnte Vereine aus dem Kreisverband Nabburg waren der Einladung gefolgt und gemeinsam mit örtlichen und benachbarten Vereine aus dem Pfarr- und Gemeindebereich bildete sich ein stattlicher Kirchenzug. Voran schritt der Jubelverein, die SKK Auerbachtal zusammen mit dem Patenverein SKK Altendorf sowie der SKK Nabburg, mit den Vereinen besteht eine innige Freundschaft.

Als Ehrengäste begleiteten den Kirchenzug der Kreisvorsitzende Peter Schottenhaml, Landratsstellvertreter Arnold Kimmerl und der amtierende Bürgermeister Franz Grabinger sowie Nachbarbürgermeister Georg Köppl und der im Urlaub befindliche Bürgermeister Hans Gradl.

In der Festpredigt lobte Pater Binu die SKK Auerbachtal als einen bedeutenden Verein. Die Erinnerung daran wach zu halten, was vor mehr als 70 Jahren Schreckliches geschehen ist und aus dieser schlimmen Vergangenheit zu lernen und Schlüsse zu ziehen, sei eine wichtige Aufgaben. Für den Frieden müssten sich die Menschen einsetzen.

Fürbitten für den Frieden

Das friedliche Miteinander wurde in den Fürbitten des Festgottesdienstes thematisiert, wo offene Augen und Ohren, vor allem aber ein offenes Herz erbeten wurde, um nicht müde zu werden, um Tag für Tag im Alltag sich für den Frieden stark zu machen. Der Geist der Freundschaft in den Kameradschaften und Vereinen und in allen Gemeinschaften sollen die Sehnsucht nach Frieden aufrecht erhalten und somit einen nachhaltigen Frieden ermöglichen.

Mit der Schubert-Messe umrahmte die Blaskapelle Auerbachtal den Gottesdienst musikalisch und im Anschluss an den Festgottesdienst formierte sich der Festzug zum Friedhof, wo am Ehrenmal, das am Volkstrauertag im Jahre 1970 eingeweiht worden war, das Gedenken an die Opfer der Kriege stattfand.

Aus der Festpredigt

  • Zustand:

    Pater Binu verdeutlichte, dass Gewalt auf der ganzen Welt verbreitet ist. Wenn man zurückblickt, kann man sagen, dass Gewalt die ganze Geschichte der Menschheit begleitet und allgegenwärtig ist.

  • Ziel:

    Folglich ist es ein wesentliches Ziel der SKK sich für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz einzusetzen. Ein weiteres Ziel sei es, künftige Opfer verhindern.

Als Vertreter der Gemeinde Schwarzach sprach Franz Grabinger die Worte zum Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Es wurde erinnert an die Soldaten, die in den Weltkriegen starben, an die Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren. Das Gedenken beinhaltete die, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Es wird getrauert um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Blumenkranz niedergelegt

Insbesondere wurde namentlich den Gefallenen, Verstorbenen und Vermissten der Weltkriege aus den Ortschaften Unterauerbach, Krandorf, Mitterauerbach, Oberauerbach und Öd gedacht sowie allen Opfern von Vertreibung und Flucht, die eine neue Heimat gefunden haben. Im Gedenken an die Opfer legte Franz Grabinger, der Vorsitzende der SKK Auerbachtal, Georg Fischer, zusammen mit Hans Gradl am Ehrenmal in Unterauerbach einen Blumenkranz nieder. Im Feststodl wurde gefeiert. (Bericht folgt)

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