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Astronomie

Venus und Jupiter hatten ein Tête-à-tête

Die Annäherung der beiden Planeten war bei der Sternwarte in Dieterskirchen mit Teleskopen sehr gut zu beobachten.

  • Erwartungsvolle Blicke der Hobby-Astronomen am Dieterskirchener Planetarium zu den Sternen Fotos: Kraus
  • Venus und Jupiter nähern sich an

Dieterskirchen.Ein ungastlicher Liebesstern (Venus) und ein beschützender Planet (Jupiter) nähern sich an. Dies Konjunktion genannte Erscheinung konnten interessierte Sternenfreunde am Mittwochabend auf der Sternwarte in Dieterskirchen gut beobachten. Vorsitzender Johann Köppl begrüßte an diesem warmen Abend eine große Anzahl Gäste, die durch die aufgebauten Teleskope sehen wollten. Warum ist die Venus ungastlich? Weil sie aufgrund ihres Standes zur Sonne so extrem heiß ist, dass darauf kaum Leben möglich wäre. Und warum beschützt uns Jupiter? Er zieht durch seine dichte Masse Asteroiden förmlich an und schützt die Erde dadurch vor Einschlägen. Am Himmel waren die beiden Planeten nur etwa ein Drittel Grad voneinander entfernt. Doch die Ansicht täuscht: Tatsächlich ist die Venus an diesem besonderen Tag ca. 80 Millionen Kilometer und Jupiter über 900 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Die NASA nennt so ein Ereignis „jaw-dropping close encounter“, also ein Ereignis, bei dem einem förmlich der Mund offen steht. Den nächsten erdnahen Stand erreicht die Venus am 15. August, dann steht sie jedoch in Richtung Sonne und ist nicht mehr zu sehen. Aber im Juli und September kann man sie schon leicht am späten Nachmittag ausmachen, wenn man weiß, wo man suchen muss.

Da sich so viele Personen auf der Sternwarte eingefunden hatten, bot Wolfgang Horn eine Reise in unsere Galaxie an und erklärte in einem Vortrag im Planetarium die vielen „Sterne“ und hinterließ bei den Zuschauern ein Gefühl von Winzigkeit ob der gewaltigen Ausmaße des Weltalls. (gkt)

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