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Finanzwelt

Das Kreditgeschäft wuchs deutlich an

Der Kreisverband der Genossenschaftsbanken blickt positiv zurück. Bilanzsumme stieg um 1,22 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro.
Von Ingrid Hirsch

Regionaldirektor Franz Penker, Christian Muck (Burglengenfeld), Bernhard Werner (Nabburg), Thomas Stalla (Schwandorf), Sebastian Gehmacher (Burglengenfeld), Franz Schießl (Bruck), Michael Köstler (Nittenau) und Christian Seidl (Nabburg) zogen für die Genossenschaftsbanken im Landkreis Schwandorf eine positive Bilanz (von links). Foto: xih
Regionaldirektor Franz Penker, Christian Muck (Burglengenfeld), Bernhard Werner (Nabburg), Thomas Stalla (Schwandorf), Sebastian Gehmacher (Burglengenfeld), Franz Schießl (Bruck), Michael Köstler (Nittenau) und Christian Seidl (Nabburg) zogen für die Genossenschaftsbanken im Landkreis Schwandorf eine positive Bilanz (von links). Foto: xih

Fensterbach.Mitte Mai werden die Vertreterversammlungen der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau und der Volksbank Regensburg eG die Fusion der beiden Unternehmen beschließen. Davon gehen die Vorstandsmitglieder Thomas Stalla (Schwandorf) und Michael Köstler (Nittenau) aus. Die Chefs der anderen Genossenschaftsbanken im Landkreis hätten sich eine andere Lösung gewünscht.

Bevor sie die „Ehe“ eingehen, müssen sich die Partner noch einmal prüfen. „Wir arbeiten derzeit eine Menge an Aufgaben ab“, erklärte Michael Köstler bei der Bilanzbesprechung des Kreisverbandes der Genossenschaftsbanken im Hotel Wolfringmühle. Die Leiter der anderen Geschäftsstellen respektierten zwar die Entscheidung, hätten aber eine Fusion innerhalb des Landkreises Schwandorf lieber gesehen.

Ein Interesse daran hatten vor allem die Vorstände Bernhard Werner (Raiffeisenbank im Naabtal) und Sebastian Gehmacher (Volks- und Raiffeisenbank Burglengenfeld) bekundet. „Geschäftspolitische Gründe“ machte Michael Köstler für die Entscheidung, sich nach Regensburg zu orientieren, geltend.

Kunden nutzen günstige Zinsen

Trotz des schwierigen Umfeldes zog Kreisvorsitzender Bernhard Werner eine positive Bilanz für das Jahr 2017. Die vier Genossenschaftsbanken im Landkreis steigerten die Bilanzsumme um 1,22 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro. Vor allem im Kreditgeschäft melden die Unternehmen Zuwächse (plus 6,4 Prozent). „Die Kunden nutzen die günstigen Zinsen verstärkt für Baufinanzierungen“, unterstrich der Kreisvorsitzende. Die Kreditgenossenschaften seien ein gefragter Finanzierungspartner sowie bei den Privathaushalten als auch bei den mittelständischen Betrieben.

Einen leichten Rückgang verzeichneten die Kreditinstitute bei den Kundeneinlagen. Bernhard Werner begründet dies mit der „Umschichtung von Bankeinlagen hin zu den Produkten der Verbundpartner mit dem Ziel, Rendite zu erzielen“. Die Arbeitgeber haben auch an der Kostenschraube gedreht mit dem Ergebnis, so Werner, „dass wir die Betriebskosten um sieben Basispunkte auf 1,74 Prozent der Bilanzsumme senken konnten“.

In Zahlen

  • Die Raiffeisenbanken

    im Landkreis Schwandorf werben mit ihrer Kundennähe.

  • In Zahlen

    bedeutet dies nach Aussage der Vorstände: 23 Geschäftsstellen, 81 423 Kunden, 142 267 Kundenkonten, 14 Millionen Buchungsposten, 42 Geldausgabeautomaten, 40 Kontoauszugsdrucker, 32 127 Mitglieder, 350 Mitarbeiter, 23 Auszubildende und 185 400 Euro Spenden. (xih)

Die Rating-Agenturen bescheinigen der genossenschaftlichen Finanzgruppe „höchste Bonität“, betonte der Landkreis-Sprecher. Mit der Einstufung in der Note AA- habe man „die höchste Bonitätseinschätzung unter Deutschlands Banken erzielt, „die nicht in Staatsbesitz sind“. Das Geld der Investoren sei bei der genossenschaftlichen Finanzgruppe sicherer angelegt als bei der Deutschen Bank, gab man die Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor’s wieder.

Die genossenschaftlichen Unternehmen im Landkreis Schwandorf führen insgesamt 142 267 Kundenkonten, beschäftigen 350 Mitarbeiter, davon 23 Auszubildende, und unterhalten mit 23 Geschäftsstellen das dichteste Zweigstellennetz aller Banken. Jeder fünfte Einwohner im Landkreis sei Mitglied einer der vier Genossenschaften. 185 000 Euro spendeten die Raiffeisenbanken im abgelaufenen Geschäftsjahr an karitative, kulturelle und sportliche Einrichtungen in der Region.

Filiale als Kontaktpunkt

Die Unternehmen wollen zwar die Digitalisierung der Bankgeschäfte vorantreiben, garantieren aber weiter die Bürgernähe. Bernhard Werner ist überzeugt: „Die Filiale ist und bleibt unser wichtigster Kontaktpunkt zum Kunden.“ (xih)

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