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Fusion

Raiffeisenbank Bruck stellt sich quer

Die Banken-Ehe in der mittleren Oberpfalz steht kurz bevor. Nur das Geldinstitut in Bruck will eigenständig bleiben.
Von Rudolf Hirsch

Die Vorstandsmitglieder Franz Schießl, Michael Wild, Sebastian Gehmacher, Stefan Schiller, Bernhard Werner, Dr. Christian Muck und Franz Penker (von links) zogen für die Volks-und Raiffeisenbanken Bilanz. Foto: xih
Die Vorstandsmitglieder Franz Schießl, Michael Wild, Sebastian Gehmacher, Stefan Schiller, Bernhard Werner, Dr. Christian Muck und Franz Penker (von links) zogen für die Volks-und Raiffeisenbanken Bilanz. Foto: xih

Fensterbach.Die Volksbank Regensburg und die Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau haben bereits fusioniert, nun werden sich die Raiffeisenbank im Naabtal und die Volks- und Raiffeisenbank Burglengenfeld zur „VR-Bank mittlere Oberpfalz“ zusammenschließen. Vorausgesetzt, die Mitglieder geben bei den Vertreterversammlungen im Mai grünes Licht.

Davon geht aber der Sprecher der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis, Bernhard Werner, aus. Er leitete zum letzten Mal das Bilanzgespräch in der bisherigen Zusammensetzung. Die neue Bank werde vier gleichberechtigte Vorstände mit Sitz in Schwandorf haben. In der Kreisstadt müsse die „VR Bank mittlere Oberpfalz“ erst die baulichen Voraussetzungen schaffen. Wer die Banken-Ehe nicht mit eingeht, ist die Raiffeisenbank Bruck. Sie bleibt weiter selbständig.

Mehr Geschäfte mit Verbundpartnern

Mit der Senkung der Betriebskosten, Zuwächsen bei den Geschäften mit den Verbundpartnern und die Ausgabe neuer Kredite habe man die rückläufigen Erträge, bedingt durch die niedrigen Zinsen, abfedern und „ein ordentliches Wachstum“ erzielen können, stellte Bernhard Werner in seiner Bilanz fest. Wörtlich sagte der Vorstand der Raiffeisenbank im Naabtal: „Wir haben uns als Regionalbank auf hohem Niveau weiterentwickelt und das Vertrauen unserer Kunden festigen können“.

Die Zahlen der Bank

  • Statistik:

    Die Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis zählen 20 863 Mitglieder und 53 900 Kunden, unterhalten insgesamt 17 Filialen, darunter zwei SB-Geschäftsstellen, und zählen 36,7 Prozent der Landkreisbevölkerung zu ihren Kunden.

  • Service:

    Die Genossenschaftsbanken bieten den Kunden 26 Geldausgabeautomaten und 24 Kontoauszugsdrucker an und führen 92 842 Konten.

Die Genossenschaftsunternehmen investieren in die Digitalisierung, das Online-Banking und die App-Plattformen, wollen aber letztlich dem Kunden die Entscheidung überlassen, „wie er die Bankgeschäfte tätigen möchte“. Eines machte der Banken-Sprecher aber deutlich: „Die Filialen bleiben der Ankerpunkt“. Das Netz mit 17 Geschäftsstellen im Landkreis werde erhalten bleiben, so Bernhard Werner, denn: „Wir wollen auf allen Wegen mit hoher Qualität beim Kunden ankommen“.

Anstieg bei der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis stieg um knapp vier Prozent auf 1,084 Milliarden, die Kundeneinlagen um 3,8 Prozent auf 828 Millionen und die Kundenkredite um 6,3 Prozent auf 675 Millionen Euro. Das Eigenkapital wuchs um knapp neun Prozent auf 120 Millionen Euro. Die Rating-Agentur „Standard and Poor’s“ bescheinigt den genossenschaftlichen Unternehmen „eine hohe Zahlungswahrscheinlichkeit und ein geringes Ausfallrisiko“.

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Bruck betrug im vergangenen Jahr 32,7 Millionen Euro, der Raiffeisenbank im Naabtal eG 744 Millionen und der VR Bank Burglengenfeld eG 307,6 Millionen Euro. Die drei Häuser beschäftigen 233 Mitarbeiter, davon 17 Auszubildende, unterhalten 92 842 Kundenkonten, nahmen neun Millionen Buchungen vor und spendeten 127 400 Euro.

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