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Landwirtschaft

Die Kühe fühlen sich wohl im Öko-Stall

Familie Dirschwigl hat auf ökologische Kuhhaltung umgestellt. Den Tieren scheint das zu gefallen.

Johannes Dirschwigl (Bildmitte) im regen Gedankenaustausch mit den Berufskollegen Foto: Georg Mayer
Johannes Dirschwigl (Bildmitte) im regen Gedankenaustausch mit den Berufskollegen Foto: Georg Mayer

Guteneck.Den Kompoststall von Johannes und Kerstin Dirschwigl aus Oberkatzbach in der Gemeinde Guteneck hatte sich der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung als Ziel für sein diesjähriges Sommertreffen ausgewählt. Der vlf-Geschäftsführer Georg Mayer konnte zu diesem Anlass eine stattliche Zahl an Interessenten auf dem Betrieb Dirschwigl begrüßen, unter ihnen auch den vlf-Vorsitzenden Florian Märkl und seinen Stellvertreter Josef Faltermeier. Mit großem Interesse folgten die Teilnehmer den Ausführungen von Johannes Dirschwigl über seine Erfahrungen mit seinem neuen Stall.

Im September 2018 war er mit rund 30 Kühen umgezogen und vom ersten Tag an begeistert. „Die Kühe fühlen sich sauwohl“, so Dirschwigls Kernaussage. Die Tiere könnten sich vollkommen frei im Stall bewegen. Der vorhandene Auslauf ins Freie werde hingegen bisher von den Tieren kaum genutzt.

Die Liegefläche aus Sägespänen werde mindestens ein- bis zweimal am Tag mit einem Grubber auf etwa. 20 Zentimeter. Tiefe bearbeitet. Dadurch komme Luft in das Material und der Kompostiervorgang werde gefördert. Die Temperatur steige auf bis zu 50 Grad, wodurch es keine Probleme mit Fliegen gebe. Derzeit werden ca. 35 Kühe durch ein automatisches Melksystem gemolken. Bis zu 70 Kühe haben im Stall Platz. Gemolken wird Seit zwei Jahren hat die Familie Dirschwigl den Betrieb auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt und seit dem ersten Juni sind sie nun als Ökobetrieb anerkannt.

Viele Fragen mussten die Dirschwigls vor allem deswegen beantworten, weil sie seit einiger Zeit ihre Tiere soweit möglich homöopathisch behandeln und damit nach eigener Aussage beste Erfahrungen gemacht haben.

„Den chemischen Pflanzenschutz mochte ich noch nie so richtig und jetzt geht es mir auch innerlich besser“, erklärte Johannes Dirschwigl auf die Frage, warum er auf ökologischen Landbau umgestellt habe.

Inzwischen habe er auch den alten Stall für das Jungvieh und die Kälber mit sehr viel Eigenleistung umgebaut, sodass auch hier die erhöhten Anforderungen mit Hinblick auf das Tierwohl erfüllt sind. Als nächsten Schritt in der Betriebsentwicklung können sich die Dirschwigls den Einstieg in die Verarbeitung und die Direktvermarktung der Milch vorstellen.

Bei der abschließenden Einkehr im Gasthaus Vetterl in Guteneck diskutierten die vlf-Mitglieder die auf dem Hof gewonnenen Eindrücke noch intensiv in einem regen Erfahrungsaustausch.

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