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Maxhütte-Haidhof
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

Stadtrat

Auftrag für „Stadtautobahn“ vergeben

Der Maxhütter Stadtrat stimmte in seiner Sitzung einer Entwurfsplanung für eine Verkehrsentlastung des Ortsteils Leonberg zu.
Von Norbert Wanner

Wie auf diesem Bild in Teublitz belastet auch in Leonberg der Verkehr die Menschen. Eine Lösung ist für den Maxhütter Stadtteil in Sicht. Foto: Archiv
Wie auf diesem Bild in Teublitz belastet auch in Leonberg der Verkehr die Menschen. Eine Lösung ist für den Maxhütter Stadtteil in Sicht. Foto: Archiv

Maxhütte-Haidhof. Es geht voran mit „unserer Stadtautobahn“, wie es Franz Brunner (SPD) formulierte. Seit vielen Jahren gab es den Wunsch, für Leonberg eine Umgehung zu schaffen. Mit den neuen großen Baugebieten wurde es immer dringender, eine Anbindung zu B 15 und A 93 zu schaffen, die nicht mitten durch den Ortsteil verläuft. Die Idee, in Richtung Stadlhof zu planen, angelehnt an die Trassenführung der bestehenden Gemeindeverbindungsstraße (GVS), gab es schon lange.

Im Juni 2015 hatte der Stadtrat einer Vorentwurfsplanung den Segen erteilt. In der Sitzung am Donnerstag stand die Vergabe des Planungsauftrages auf der Tagesordnung. Der Auftrag wurde ohne Gegenstimme an das Büro Preihsl & Schwan vergeben. Das Gesamthonorar beläuft sich laut Stadtbaumeister Gerhard Schmid auf 122 461 Euro. Parallel wird ein Geh- und Radweg gebaut. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank sagte, dass das Projekt förderfähig sei und ein Antrag bei der Regierung eingereicht wird. Ludwig Duscher (FW) hakte nach, ob die die neue Straße zu einer überörtlichen Straße aufgewertet werden könne. Laut Schmid fehle dafür die Voraussetzung.

Alle Beschlüsse fielen einstimmig

Auch alle anderen Entscheidungen wurden einstimmig getroffen – wie der Beschluss, in Leonberg die Wasserleitung in der Von-der-Mühle-Eckart-Straße und Kreuzfeldstraße zu erneuern. Wie der Stadtbaumeister erläuterte, wird im Zuge der Arbeiten eine geordnete Straßenentwässerung hergestellt, die auf die Anlieger umzulegen sei. Der Auftrag ging an die Firma Münnich in Maxhütte-Haidhof zu einem Angebotspreis von 418 838 Euro. Dr. Plank gab bekannt, dass im Vorfeld ein Termin mit den betroffenen Anliegern geplant sei, um die Beiträge und auch den Ablauf zu erläutern.

Was im Süden schon geschafft ist, steht für den nördlichen Teil der Stadt bevor, die Aufstellung eines Generalentwässerungsplanes. Die Vorgeschichte dazu reicht bis in die 90er-Jahre zurück, erinnerte Schmid im Sachvortrag. Damals wurde vom Wasserzweckverband Maxhütte-Haidhof/Teublitz erstmals ein solcher Plan beschlossen. Das Landratsamt genehmigte die Unterlagen nicht. Die Stadt sollte die Planung grundlegend überarbeiten und neu einreichen. Den Auftrag dafür erteilte der Stadtrat dem Büro Preihsl & Schwan für 77 000 Euro. Dass aus dem Plan „Folgewirkungen“ zu erwarten sind, bestätigte die Bürgermeisterin auf Nachfrage von SPD-Fraktionssprecher Horst Viertlmeister. Wie Schmid der MZ bestätigte, sind wie in den südlichen Ortsteilen hohe Investitionen nötig, um die Vorgaben letztlich auch umzusetzen.

Wasserverluste leicht gesunken

Das Thema blieb beim Wasser: Kämmerer Karl-Peter Würstl legte den Jahresabschluss 2014 für das Wasserwerk vor. Der Prüfer des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes ermittelte bei einer Bilanzsumme von rund 7,7 Millionen Euro einen Jahresverlust von 94 364 Euro. Gut 5000 Euro weniger als im Vorjahr. Der Wasserverlust fiel von 18,9 auf 17,9 Prozent bei einer Abgabe von 519 000 Kubikmetern.

Positiv schloss der vorgelegte Jahresabschluss für die städtischen Photovoltaikanlagen für das Jahr 2014. Am Schluss stand ein Gewinn von 12 159 Euro, bei einer Bilanzsumme von 398 537 Euro. Und wie der Kämmerer schmunzelnd anmerkte, sind darauf keine Steuern zu entrichten, da der Gewinn mit dem Verlust im Wasserwerk verrechnet wird. Merke: „Wir machen einen Ausflug in die Wirtschaft.“

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