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Feuerwehr

Die „Löschkids“ sind ein Glücksgriff

Mit dem Nachwuchs geht es bei der FFW Leonberg steil bergauf. 38 Aktiven hatten 23 Einsätze zu bewältigen.
Von Werner Amann

Leonberg.Die Gründung der „Löschkids“ erweist sich als Glücksgriff für die FFW Leonberg. Bei der Hauptversammlung im St. Clemenshaus stellte Initiator Manfred Hofmann jun. in seinem Bericht fest, dass es seit der Gründung der Löschkids nicht nur mit dem Nachwuchs steil bergauf geht, sondern auch mehrere Eltern der Löschkids im Aktivenbereich der Wehr integriert werden konnten.

Möglich machte es eine Satzungsänderung, in der das Eintrittsalter von ehemals sechs auf drei Jahre herabgesetzt wurde. Dadurch wurde es möglich, dass diese Kinder vor dem Jugendfeuerwehr-Eintrittsalter von zwölf Jahren an die vielseitigen Aufgaben bei der Feuerwehr behutsam herangeführt werden und die verstärkt vorhandene Begeisterungsfähigkeit genutzt werden kann.

Mitgliederzahlen nehmen zu

Der Zulauf zur Gruppe sei enorm, so Hofmann jun.. Im Vorjahr waren es bei der Gründung der Gruppe schon 41 Kinder, in diesem Jahr erhöhte sich die Anzahl auf 69. Ein erfreulicher Nebeneffekt war zudem festzustellen: Ein Löschkid-Papa konnte im aktiven Bereich aufgenommen werden, ein weiterer machte die Ausbildung zum Lkw-Fahrer und übernahm zugleich den Posten als Jugendwart und zwei weitere übernahmen den Posten als Gerätewarte. Auch nehmen die Mitgliederzahlen des Vereins seit der Gründung der Löschkids kontinuierlich zu. Um die Kinder bei der Stange zu halten, wurden im abgelaufenen Jahr elf Übungen, drei Geburtstagseinsätze, beim Kindergartenfest in Maxhütte und am Kinderfest des SV Leonberg teilgenommen.

Für Furore sorgte der Besuch von Martin Gruber, dem Reporter des Bayerischen Rundfunks, der die Arbeit mit den Löschkids unter die Lupe nahm und davon einen Beitrag im Fernsehen ausstrahlte. Bei den Übungen ging es in erster Linie um Erste-Hilfe-Maßnahmen, Gerätekunde, Schaumübungen, Funkübungen und Knotenkunde, also alles Dinge, die ein späterer Aktiver beherrschen sollte.

Dass dies bei der Leonberger Wehr der Fall ist, zeigte sich bei dem Bericht von Kommandant Stefan Breitfelder, den er im Anschluss an einen kurzen Rückblick über die Geschehnisse vom abgelaufenen Vereinsjahr durch Vorstand Mario Feuerer abgab. Neben 14 Übungen und fünf Arbeitseinsätzen gab es für die derzeit 38 Aktiven der Wehr 23 Einsätze zu bewältigen. Der Schwerpunkt lag dabei erneut im Bereich der Technischen Hilfeleistungen. Hier musste 16 Mal ausgerückt werden. Weiter wurden die Aktiven zu vier Brandeinsätzen und drei Verkehrssicherungsmaßnahmen gerufen. Da machte es sich bezahlt, dass im vergangenen Jahr sieben Aktive mit der neuen MTA-Ausbildung begannen.

Einbruch in das Gerätehaus

Diese feuerwehrtechnische Grundausbildung wurde von den Teilnehmern mit Bravour bestanden. Auf diesen Ausbildungsstand baut in den kommenden zwei Jahren ein weiteres Ausbildungsmodul auf. Drei weitere Aktive wurden als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Bei all dem Engagement für die Allgemeinheit klingt es wie ein Hohn, so Breitfelder, dass ein bisher unbekannter Täter in das Gerätehaus der Wehr einbrach und Gerätschaften wie die beiden Motorsägen, Kraftstoff, Werkzeuge und Funkgeräte stahl und dabei erheblichen Sachschaden anrichtete. Insgesamt wurden von den Aktiven 1850 Einsatz- und Übungsstunden geleistet.

Bei der Jugendfeuerwehr sind derzeit sieben Jugendliche mit großem Engagement dabei und leisteten im vergangenen Jahr 644 Stunden an Übungen aus Ausbildung. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der feuerwehrtechnischen Ausbildung. Unter anderem wurde der Wissenstest mit dem Thema Brennen und Löschen gemeistert. Des weiteren ernteten auch die Kommandanten wieder die Früchte der Jugendarbeit, da eine Jugendliche in den aktiven Dienst übertrat.

In ihrem Grußwort ließ Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank anklingen, dass sie froh darüber sei, dass nach der eher wechselvollen Geschichte in den letzten Jahren die Leonberger Wehr auf dem besten Wege sei, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Es sei von großem Nutzen für die Allgemeinheit, wenn es immer wieder Menschen gebe, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dieses gute Beispiel habe wieder einmal bewiesen, dass man auch aus Krisenzeiten gestärkt hervorgehen kann. In diesem Zusammenhang galt ihr Dank den beiden neuen Kommandanten Stefan Breitfelder und Erwin Fenzl, die mit Spaß und großem Engagement an ihre neue Aufgabe herangehen. Besonders erfreulich sei die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Abschließend wurden mit Sabine Hofmann und Daniela Feuerer zwei neue Kassenprüfer gewählt.

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