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Menschen

Ein Energiebündel mit vielen Ideen

Simone Bauer wuchs in Maxhütte-Haidhof auf und hat fünf Bücher geschrieben: über Freundschaft, Liebe und Erwachsen werden.
Von Josef Schaller

Seit kurzem wirkt die 26-jährige bei einem Fan-Magazin für die japanische Kult-Anime-Serie „Sailor Moon“ mit.
Seit kurzem wirkt die 26-jährige bei einem Fan-Magazin für die japanische Kult-Anime-Serie „Sailor Moon“ mit. Foto privat

Maxhütte-Haidhof.Man braucht sich nur wenige Minuten mit ihr zu unterhalten, um festzustellen: Die 26-jährige gebürtige Burglengenfelderin Simone Bauer ist ein wahres Energiebündel, wie ein „Perpetuum mobile“. Der Antrieb der Autorin, Journalistin, TV-Moderatorin und Spezialistin für Öffentlichkeitsarbeit in einem großen DAX-Unternehmen kommt aus ihr selbst – auch ihre Ideen und Inspirationen, wie sie im Gespräch mit unserem Medienhaus betont. „Ich kann das gar nicht steuern“, sagt sie.

Im Oktober hat die Wahl-Münchnerin ihren fünften Roman herausgebracht, der als eBook erschienen ist: „Es ist kompliziert, du aber auch“, heißt der Liebesroman, der die sogenannte Mediengeneration ansprechen soll. Er befasst sich mit Fragen wie: „Bin ich zufrieden und glücklich? Muss das sein – immer höher, immer schneller, immer weiter?“ Der Roman der jungen Frau beschreibt die Diskrepanz von Zeitgeist und „Sich selbst treu bleiben“ als „Beziehung mit dem Chaos“, in der Freundschaft eine große Rolle spielt.

Bodenständig geblieben ist Simone Bauer trotz ihres Erfolgs.
Bodenständig geblieben ist Simone Bauer trotz ihres Erfolgs. Foto: bjs

Mit ihrem Werk will Simone Bauer ihren Leserinnen – sie spricht vor allem die weibliche Jugend an – bewusst machen, dass Gesellschaftstrends nicht immer allesamt ausgelebt werden müssen. Gleichzeitig will die 26-Jährige ihre Leser aber auch dazu anregen, viel mehr Wert auf eine individuellen Lebensgestaltung zu legen. Das Schreiben habe sie schon in jungen Jahren fasziniert, erklärt sie. Schon als Schülerin an der Realschule am Kreuzberg in Burglengenfeld hatte sie großen Spaß, bei der Gestaltung der Schülerzeitung mitzuwirken.

Bei Schreibwettbewerb überzeugt

Mit 19 Jahren nahm Simone Bauer an einem Schreibwettbewerb des Verlages „Schwarzkopf & Schwarzkopf“ teil. „Wie Phoenix aus der Asche“ hieß ihre Geschichte, mit der sie die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ. Nach ihrem High-School-Jahr in Texas wird der Hauptfigur der Story das Herz gebrochen. „Der Verlag wollte weiter mit mir zusammenarbeiten“, erzählt die 26-Jährige der MZ dazu.

Zwei Jahre später, im November 2011, war ihr erstes Buch mit dem Titel „Ganz entschieden unentschieden“ erschienen. Ein Sekretärinnen-Job reicht der jungen Johanna (das ist die Hauptfigur des Romans) nicht, um ihre teure Wohnung zu bezahlen. Sie nimmt einen Job in einem Club an und muss sich bald die Frage stellen: „Bin ich wirklich so multitasking- und multi-Männer-fähig?“

Nach der Lehre in die Stadt

  • Heimat:

    Simone Bauer wurde 1990 in Burglengenfeld geboren und wuchs in Maxhütte-Haidhof auf. Nach der Realschule absolvierte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau und tauschte die Oberpfalz mit der Großstadt – München ist für sie heute oftmals „zu sehr Dorf“, wie sie in einem Interview sagte. Eigentlich aber ist New York die Stadt ihrer Träume. Kontakt zur Heimat aber pflegt sie mit Jugendfreundschaften.

  • Leidenschaft:

    Die 26-Jährige ist ein Fan von Musikfestivals. Ihr erster Besuch war mit 16 Jahren bei „Rock im Park“; seitdem hat sie unzählige Open Airs besucht. Ihre Erfahrungen hat sie in ihrem Buch „Matsch-Memoiren“ in 33 Erzählungen zusammengefasst. Natürlich kann sich auf den matschigen Wiesen und sogar in der Schlange vorm Dixi-Klo alles Mögliche ereignen, sogar herzzerreißende Liebesgeschichten.

Der größte Erfolg der 26-jährigen Wahl-Münchnerin aber war das Taschenbuch „Alkoholfrei“, das im September 2012 erschienen war. Damit wolle sie aufzeigen, dass „alkoholfrei“ nicht gleich „spaßfrei“ bedeuten muss – und in dem Roman dazu aufmuntern, dem meist riesigen Gruppenzwang in der Clique zu widerstehen. Denn: Auch ohne Koma-Saufen könne man nämlich glücklich sein und sich auch als nicht betrunkenes Mädchen in einen Jungen verlieben.

„Isarvorstadt“ (2012), „Matsch-Memoiren – 33 Festivalgänger erinnern sich an die krasseste Party ihres Lebens“ (2013) und „Frankfurt Walking“ (2014) sind weitere Werke der jungen Autorin, die nicht nur schreiben, sondern sich auch gerne mitteilen möchte. In ihren Büchern geht es vor allem um die Themen Freundschaft, Liebe, Erwachsenwerden. Eine „schwere Kost“ sind ihre Romane nicht. Im Gegenteil: „Meine Bücher sind lustig und eignen sich für zwischendurch und nebenbei“, sagt sie überzeugt und auch voll Stolz.

Simone Bauers neuestes Buch.
Simone Bauers neuestes Buch. Foto: bjs

Angst, dass ihr die Ideen irgendwann ausgehen, hat Simone Bauer nicht. Sie denke über alles nach, was ihr vor Augen komme, betont sie. Dabei frage sich die Autorin immer: „Kann man darüber schreiben?“ Ihre Vielseitigkeit beweist die 26-Jährige mit vielen anderen Projekten. In einer Art „Aufreger-Kolumne“ bei „egofm“, einem Jugendradiosender in München, befasst sie sich mit Dingen, die ihr gegen den Strich gehen. Mit Porträts über junge Münchner Kreative (sei es Schauspieler, Autoren oder Musiker) in der Süddeutschen Zeitung hat sich die 26-Jährige einen Namen gemacht. Auch das Drehbuch zu Stefani Heinzmanns Musikvideo „Stranger In This World“ stammt aus ihrer Feder. Seit kurzem wirkt sie bei einem Fan-Magazin für die japanische Kult-Anime-Serie „Sailor Moon“ mit.

Platz 1 beim Literaturwettbewerb

Nachdem Simone Bauer ihre ganze Kinder- und Jugendzeit in Maxhütte-Haidhof verbracht hatte, ließ sie es sich natürlich auch nicht nehmen, beim aktuellen Literaturwettbewerb der Stadt mitzumachen, der beim Weihnachtsmarkt prämiert worden war. Dass sie mit ihrem Gedicht „Die Farben Maxhütte-Haidhofs“ den Wettbewerb in der Kategorie „Erwachsene“ gewonnen hat, müsste man eigentlich gar nicht erwähnen.

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