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Maxhütte-Haidhof
Freitag, 21. September 2018 25° 3

Projekte

Viele Ideen für das Rathaus

Am Donnerstag geht es im Maxhütter Stadtrat um Vorschläge für eine deutliche Vergrößerung der Verwaltung. Hier ein Überblick.
Von Norbert Wanner

Der Vorschlag aus dem Architekturbüro Koller ist laut Bürgermeister Dr. Plank aktuell der Favorit. Er sieht im heutigen Hinterhof einen Neubau in Länge des Rathauses vor. Beide Gebäude sollen mit einem geschlossenen Gang verbunden werden. Foto: Architektur Koller
Der Vorschlag aus dem Architekturbüro Koller ist laut Bürgermeister Dr. Plank aktuell der Favorit. Er sieht im heutigen Hinterhof einen Neubau in Länge des Rathauses vor. Beide Gebäude sollen mit einem geschlossenen Gang verbunden werden. Foto: Architektur Koller

Maxhütte-Haidhof.„Erweiterung des Rathauses; Beschluss zur weiteren Vorgehensweise“, heißt einer der Tagesordnungspunkte der Jahresabschlusssitzung des Stadtrates am Donnerstag ab 17 Uhr im Rathaus. Dabei soll erstmals öffentlich über das Thema beraten werden. Fünf Entwürfe liegen dafür vor; unser Medienhaus hatte bereits die Gelegenheit, sie in Augenschein zu nehmen.

Aus der Studie des Büros Preihsl: Sitzungssaal und Bücherei wären lichtdurchflutet.
Aus der Studie des Büros Preihsl: Sitzungssaal und Bücherei wären lichtdurchflutet.

Die Vorgeschichte reicht freilich bis ins Jahr 2008 zurück. Wegen steigender Energiekosten dachte man schon damals über eine Sanierung des Gebäudes nach und beauftragte für die Planungen das Büro Haneder & Kraus, Burglengenfeld. Ergebnis: Ein „Bauabschnitt I – energetische Sanierung“, dessen Fertigstellung 2011 erfolgte. Dabei bekam das Rathaus einen „Pullover“ verpasst. Die Mauern erhielten eine Außenwärmedämmung. Neue Fenster wurden eingebaut und diverse Elektroarbeiten ausgeführt; beispielsweise gibt es seitdem in den Boden eingebaute Strahler, die das Rathaus in der Nacht beleuchten.

Mehr Einwohner, mehr Aufgaben

Noch 2011 stellte das Planungsbüro den „Bauabschnitt II – Raumprogramm“ vor. Darüber beriet wiederum der Stadtrat und stimmte 2012 mehrheitlich der Planung zu, deren Umsetzung 2015 startete. Im Keller entstanden neue Archivräume, ein Fraktionszimmer und ein vergrößerter Serverraum. Während dieser Arbeiten zeigte sich immer deutlicher: „Es fehlt an Platz“, so Dr. Plank im Gespräch mit der MZ. Die Stadt wachse und wachse, von rund 10500 Einwohnern im Jahr 2010 auf aktuell rund 11400. Mehr Einwohner – mehr Aufgaben! Wie groß die Platznot ist, sieht die Bürgermeisterin jeden Tag in ihrem Vorzimmer, das sich drei Bedienstete teilen. 2016 kam deshalb erstmals eine Arbeitsgruppe von Rathausmitarbeitern zusammen, die letztlich den Vorschlag unterbreitete, Architekturbüros mit der Erarbeitung von Studien zu beauftragen. Das Honorar wurde pauschal auf 3000 Euro festgesetzt.

Das Büro Spitzner verfolgt eine Doppelstrategie: Erweiterung (im Bild) plus neues Gebäude.
Das Büro Spitzner verfolgt eine Doppelstrategie: Erweiterung (im Bild) plus neues Gebäude.

Fünf Büros erarbeiteten jeweils einen Vorentwurf: Spitzner (Regensburg), Haneder & Kraus (Burglengenfeld), Preihsl und Schwan (Burglengenfeld), Koller (Burglengenfeld) und schließlich TGAwerk (Maxhütte-Haidhof). Die Lösungsansätze entsprachen dabei den Vorgaben aus der Arbeitsgruppe, die die Nutzung des Hinterhofs, der bisher als Parkplatz für Mitarbeiter genutzt wird, für eine Erweiterung vorschlug.

Abweichend davon ist der Entwurf des Büros Spitzner, der eine Doppelstrategie verfolgt: Erweiterung an der Rückseite, plus neues Gebäude, ohne direkte Anbindung an den Altbau auf der Vorderseite des Rathauses zur Regensburger Straße hin.

Mehrfach intern diskutiert

Alle Entwürfe spiegeln im Raumprogramm die Rahmenbedingungen wieder, die für die Planung vorgegeben waren. In erster Linie betrifft das einen neuen Sitzungssaal für den Stadtrat, für den es im Laufe der Zeit schon verschiedenste Ideen gegeben hatte. Im Gespräch war schon die Verlegung in den zweiten Stock oder die Nutzung des Mehrzweckraums der Stadthalle für Ratssitzungen. Außerdem soll ein neues Trauzimmer entstehen. Wunsch Nummer drei: neue Büroflächen. Weitere Rahmenbedingungen: sind eine geschlossene und sichere Unterstellmöglichkeit für die Dienstfahrzeuge, ein Müllentsorgungsraum und ein Fahrradunterstellplatz.

Eine Darstellung aus der Studie des Burglengenfelder Büros Haneder & Kraus
Eine Darstellung aus der Studie des Burglengenfelder Büros Haneder & Kraus

Mehrfach wurden die Entwürfe inzwischen nichtöffentlich im Stadtrat beraten, so Dr. Plank. Auch bei der jährlichen Klausurtagung des Gremiums im Oktober waren sie Thema. Konsens ist nach ihren Worten, die weitere Verwirklichung des Bauabschnitts II aufzugeben, da offensichtlich sei, dass der Platz im Rathaus nicht mehr ausreiche.

Eine Ansicht aus der 18-seitigen Studie des Büros TGAWerk aus Maxhütte-Haidhof
Eine Ansicht aus der 18-seitigen Studie des Büros TGAWerk aus Maxhütte-Haidhof

Auch ein Favorit hat sich bei den Vorberatungen schon herauskristallisiert. Es sei die Studie des Büros Koller. Es sieht im heutigen Hinterhof einen Neubau vor in Länge des Rathauses. Beide Gebäude sollen mit einem geschlossenen Gang verbunden werden. Im Neubau fänden der Sitzungssaal und das Trauzimmer Platz. Außerdem entstünden zwei Büros/Besprechungsräume und eine Teeküche, samt Tiefgarage. Das Konzept sieht auch die schon lang diskutierte Qualitätsverbesserung für den Rathausvorplatz vor, durch Verschiebung der Parkplätze und unter anderem dem Bau eines Wasserspiels.

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Geschichte des Rathauses Maxhütte

  • Erste Planungen

    reichen laut Ortsheimatpfleger Manfred Henn bis ins Jahr 1929 zurück. Der 2. Weltkrieg beendete jedoch alle Überlegungen. Nach dessen Ende wurden das Thema schnell wiederaufgenommen und der Gemeinderat fasste am 16. September 1948 den Beschluss zum Bau eines Rathauses, da die in der Schule untergebrachte „Gemeindekanzlei“ ausgegliedert werden musste.

  • Binnen zwei Jahren

    (1949/1950) entstand der Bau; er kostete rund 500 000 Mark. In den 1960er Jahren wurde der Polizeiposten samt Arrestzelle aufgelöst und ging in die Inspektion Burglengenfeld auf. 1972 zog das Postamt aus, so dass das Rathaus allein der Stadtverwaltung diente. Das Ziffernblatt der Rathausuhr malte der Burglengenfelder Künstler Georg Weist. (bxh)

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