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Müll wird achtlos weggeworfen

Neben Abfallkörben lagert oft Hausmüll. Die illegale Entsorgung wird zunehmend zum Problem in der Stadt Burglengenfeld.

Hausmüll direkt neben dem öffentlichen Abfallkorb: Das wird zunehmend zum Problem, schildern Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer (von links), Mitarbeiter Albert Stockinger und Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth.
Hausmüll direkt neben dem öffentlichen Abfallkorb: Das wird zunehmend zum Problem, schildern Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer (von links), Mitarbeiter Albert Stockinger und Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth. Foto: Michael Hitzek

Burglengenfeld.„Im Sommer ist es am schlimmsten”, sagt Albert Stockinger. Er gehört seit 35 Jahren zu den Männern vom Bauhof, die dafür sorgen, dass Müll und Dreck im Stadtgebiet weggeräumt und entsorgt werden. Zwar stehen im gesamten Stadtgebiet fast 230 Müllkörbe. Doch die allgemeingültige Regel „halte deine Umwelt sauber” scheinen etliche unvernünftige Zeitgenossen nicht mehr zu kennen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

Ortstermin mit Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth und Bauhof-Leiter Jürgen Stegerer am Kreisverkehr bei der OMV-Tankstelle. Albert Stockinger führt seine Vorgesetzten zum Abfallkorb am Gehweg. Direkt daneben steht eine Einkaufstüte aus Plastik, sinnigerweise mit dem Recycling-Symbol bedruckt, und fein säuberlich verschnürt. Stockinger wirft einen Blick in die Tüte und stellt nüchtern fest: „Hausmüll.” Der hat freilich weder in, noch neben einem öffentlichen Abfallkorb etwas zu suchen.

Wenige Meter weiter eine Sitzbank am Geh- und Radweg, der am Autohaus Lell vorbeiführt. Auch hier steht ein Abfallkorb. Rund um die Sitzbank liegen Dutzende von Zigarettenkippen. Dabei steht der Abfallkorb direkt neben der Sitzbank. Albert Stockinger hat dafür nur noch ein resigniertes Schulterzucken übrig. Er zeigt auf den blühenden Grünstreifen zwischen Gehweg und Regensburger Straße: „Hier sammeln wir regelmäßig den Müll auf, der aus fahrenden Autos einfach auf die Straße geworfen wird.”

Problem Hundekot

  • Beutelentsorgung:

    Besonders ärgerlich ist, dass Hundekotbeutel vermehrt in Straßensinkkästen (Gullys) entsorgt werden. „Hundehalter sollten sich bewusst sein, dass die Mitarbeiter des Bauhofes diesen Dreck mit der Hand beseitigen müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke.

  • Infrastruktur:

    Die Stadt hat die Zahl der Hundekotbeutelspender in den vergangenen Jahren deutlich erhöht – zu jeder dieser Stationen gehört auch ein Abfalleimer.

„Leider müssen wir beobachten, dass zum einen immer mehr Müll achtlos auf die Straßen oder in Grünanlagen geworfen wird”, sagt Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth. Zum anderen werde illegale Hausmüllentsorgung auf öffentlichen Flächen zunehmend zum Problem. Im Jahr 2019 waren Mitarbeiter des Bauhofs rund 2000 Stunden ausschließlich mit Müllbeseitigung und Reinigungsarbeiten beschäftigt. „Das sind knapp 250 Arbeitstage”, rechnet Jürgen Stegerer vor. Hinzu kommen rund 1000 Fahrzeugstunden. Für die Entsorgung des Mülls bei der Georg Hofmann Entsorgungsservice GmbH & Co. KG und beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf mussten die Stadtwerke knapp 14 000 Euro berappen. Alles in allem kosteten Müllbeseitigung und Reinigungsarbeiten 2019 rund 85 000 Euro. Die Stadtwerke haben nun die Taktung der Entleerung der Abfallkörbe erhöht.

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