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Musik

Gesang mit schönem Klang

24 Sänger aus der Naabtalregion haben sich im Kammerchor Vocanthus zusammengeschlossen. Im Juli ist er erstmals zu hören.

Der Nabburger Kammerchor Vocanthus arbeitet seit Januar auf das Eröffnungskonzert zum diesjährigen Tonart-Festival hin. Foto: Christian Sack
Der Nabburger Kammerchor Vocanthus arbeitet seit Januar auf das Eröffnungskonzert zum diesjährigen Tonart-Festival hin. Foto: Christian Sack

Nabburg.Dem schönen Klang hat sich der neue Kammerchor Vocanthus verschrieben. Der Nabburger Kirchenmusiker Jonathan Brell hat die Gemeinschaft mit 24 Sängerinnen und Sängern aus der Naabtalregion von Schwandorf bis Weiden im Januar gegründet. Seitdem läuft die Probenarbeit für den ersten Auftritt: das Auftaktkonzert zum Nabburger Tonart-Festival am 19. Juli.

Dafür hat der Chorleiter ein Programm zusammengestellt, das beispielhaft ist für die Musik, mit der Vocanthus sich von anderen Chören in der Region abgrenzen will. Der Fokus des neuen Kammerchors liegt auf zeitgenössischer Chormusik mit hohem ästhetischem Wert und hohem künstlerischen Anspruch. Werke der zeitgenössischen Komponisten Ola Gjeilo, Eriks Ešenvalds, Kim André Arnesen, Brian A. Schmidt und Thomas Jennefelt werden zu hören sein, aber auch das Nachtlied von Max Reger.

Nabburgs neuer Chor mit ungewöhnlichem Konzept

Nicht die eingängige Melodie, sondern die Schönheit des Klanges stehen laut Jonathan Brell bei diesen Werken im Vordergrund. Und daran würden sich nur wenige Chöre und Chorleiter wagen.

Mit „Kopf, Geist und Herz“ dabei zu sein und seine Gedanken und Gefühle in das Kollektiv mit einzubringen, das fordert Chorleiter Jonathan Brell von den Sägerinnen und Sängern. Über bisherige Projektchöre und durch seine Kontakte als Kirchenmusiker hat er die Mitglieder für Vocanthus gefunden und zusammen gebracht. Ein paar mehr Männerstimmen würde sich Brell noch wünschen.

Eine Herausforderung für alle

Das Einüben der Stücke erfolgt größtenteils im Selbststudium zuhause, bei den gemeinsamen, etwa vierwöchigen Proben wird dann am Klang gefeilt. „Ich fordere die Leute mit anspruchsvollen Dingen. Aber es ist schön zu sehen, wie sie das meistern und wie sehr sie daran reifen“, sagt der Chorleiter. Auch er selbst müsse schwer daran arbeiten, schließlich wollen er und die Sängerinnen und Sänger ihren Anspruch gerade beim ersten öffentlichen Auftritt auch unter Beweis stellen.

Das erste Projekt für Vocanthus ist das Auftaktkonzert zum diesjährigen Tonart-Musikfestival. Für die Zukunft könnte sich Brell vorstellen, mit dem Kammerchor etwa halbjährlich ein Konzertprogramm zu erarbeiten, das dann zwei- oder dreimal an unterschiedlichen Orten aufgeführt werde. Ein festes, abrufbares Repertoire ist nicht das Ziel des Chorleiters, der Kirchenmusik an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg mit Schwerpunkt Chorleitung bei Professor Kunibert Schäfer studiert hat. „Ich will immer arbeiten mit dem Chor, immer Fortschritte machen und sehen, dass es eine Entwicklung gibt.“

Der Fokus des Chores liegt auf a-capella-Werken der abendländischen Tradition mit Schwerpunkt auf gemäßigt moderner Literatur der Gegenwart. Das soll auch der Name Vocanthus ausdrücken, ein Kunstwort abgeleitet aus den lateinischen Wörtern Vox (Stimme) und Cantus (Gesang). Zeitgenössische Chormusik ist für den Chorleiter auf der Höhe der Zeit, trifft den Zeitgeschmack und in die Seele der Menschen. „Viele Zuhörer werden sich davon berühren lassen“, ist Brell überzeugt. Leider werde diese Musik zu wenig aufgeführt.

Fürs erste Konzert habe er Stücke ausgewählt, so Brell, mit denen der Chor zusammenwachsen könne, die aber effektvoll für die Zuhörer seien.

„Ein atemberaubendes Konzert“

Obwohl sich Vocanthus vor allem als a-capella-Chor versteht, sucht der Kammerchor auch die Zusammenarbeit mit Instrumentalisten aus der Region. So wird es auch beim Konzert am 19. Juli Stücke mit Klavier- und Streicher-Begleitung geben. Klang und Licht sind Kernthemen für das 60-minütige Konzertprogramm.

„Stars“ ist etwa das Stück des lettischen Komponisten Eriks Ešenvalds überschrieben, bei dem auch Wassergläsern Klänge entlockt werden. Seine Version zu „Lux Aeterna“ (ewiges Licht) hat der Komponist Brian A. Schmidt seiner Großmutter gewidmet. Der angesagte norwegische Komponist Ola Gjeilo ist mit „The Rose“ und „Dark Night of the Soul“ vertreten. „Wenn sich die Zuhörer von der Musik mitreißen lassen, ist es ein atemberaubendes Programm“, verspricht Jonathan Brell.

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