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Sitzung

Ausschuss vertagt Mauerbau

In der Haydnstraße bleibt am Rande der Fahrbahn vorerst alles beim Alten. Die Böschung soll jetzt aber gepflegt werden.
Von Ralf Gohlke

Die Anwohner der Haydnstraße fordern eine Stützmauer. Foto: Ralf Gohlke
Die Anwohner der Haydnstraße fordern eine Stützmauer. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Die Haydnstraße stand heuer ganz oben auf der Prioritätenliste der Stadt für eine Oberflächenerneuerung. Inzwischen wurden der Kanal und die Wasserleitung bereits neu verlegt, ebenso wie ein Leerrohr für ein Glasfaserkabel. Jetzt haben sich die Anwohner noch einmal mit der Bitte an die Stadt gewandt, sie möge prüfen, ob es möglich wäre, die bisher unbefestigte Böschung mit einer Stützmauer zu versehen. Hintergrund ist vor allem, dass die Böschung zunehmend in die ohnehin schon zu gering dimensionierte Fahrbahn „hineinwachse“. Zudem könnten zum Beispiel Rettungsfahrzeuge nicht passieren, wenn Autos außerhalb der Grundstücke geparkt wären.

Der Bauausschuss startete seine Sitzung am Donnerstag mit einer Ortsbegehung, bei der die Bewohner ihr Anliegen verdeutlichen konnten. Dabei ging es auch um die Pflege der Böschung, die städtischer Grund sei, aber von den Anliegern gemäht werde. Als positives Beispiel wurden die Parkbuchten in der Diendorfer Straße angeführt.

Nur Pflegemaßnahmen

Karl Hartinger, von der Bauverwaltung, hatte bereits eine mögliche Lösung mit sogenannten L-Steinen skizziert. Maximal wäre damit aber auch nur eine Fahrbahnbreite von 4,75 Metern zu erreichen. Im Sitzungssaal wurde das Thema dann noch einmal vertieft. Walter Drexler zeigte sich verwundert, dass dort nicht ohnehin ein Parkverbot vorhanden sei und Marianne Deml warnte vor einem möglichen Präzedenzfall. Ins Gespräch gebracht wurden auch noch Gabionen, zu denen Hartinger allerdings feststellte, dass L-Steine eine bessere Statik aufwiesen.

Um auf eine Fahrbahnbreite von 4,50 Meter zu kommen, müsste die Stützmauer mindesten eine Höhe von 75 Zentimetern aufweisen. Überschlägig rechnete er mit Kosten zwischen 25 000 Euro und 30 000 Euro. Nachdem die Maßnahme ohnehin erst geplant und dann ausgeschrieben werden müsse, beschloss der Ausschuss, im Zuge der laufenden Maßnahme keine Veränderungen an der Böschung vorzunehmen, mit Ausnahme von Pflegemaßnahmen.

Positiv entschied der Aussschuss dagegen über einen Antrag der Feuerwehr. An der Wetterseite des Schlauchturmes am Gerätehaus hatten sich relativ großflächig Teile des Putzes gelöst und waren auf dem Parkplatz gelandet. Architekt Michael Steidl empfahl die Anbringung von HPL-Platten, ähnlich jenen, die bereits die Fassaden des Freibades und der Grundschule zieren. Die knapp 11 000 Euro Mehrkosten gegenüber Verputz (28 700 Euro statt 17 500 Euro) würden durch Wegfall von Unterhaltskosten ausgeglichen. Rechnung getragen wurde außerdem dem Wunsch der Feuerwehr, den Turm mit einem Schriftzug zu versehen.

Keine Zustimmung

Schwerwiegende Gründe muss die Stadt anführen, wenn sie das „gemeindliche Einvernehmen“ versagt. Das war diesmal in zwei Fällen offenbar notwendig. Es traf zum einen den Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses zu insgesamt neun Wohneinheiten. Antragsteller war eine Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Neunburg. Der Umbau mit einem „Gesamtbaukörper an der Grenze der Zulässigkeit“ sollte mitten in einem bestehenden Wohngebiet erfolgen. Mit dem Bauwerber sollen weitere Gespräche geführt werden.

Im zweiten Fall lag die Bauvoranfrage für ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage in Kröblitz im Außenbereich. Um keinen Präzedenzfall in Sachen „Zersiedelung“ zu schaffen, empfahl die Bauverwaltung die Bebaubarkeit nicht in Aussicht zu stellen. Dem trug der Ausschuss mit 10:1 Stimmen Rechnung. Wesentlich knapper ging die Abstimmung, allerdings für den Bauwerber, für Überschreitungen der Baugrenzen für ein Einfamilienwohnhaus aus. Mit 7:4 Stimmen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

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