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Umwelt

Delegation aus Bautzen macht sich schlau

Der Runde Tisch zum Eixendorfer See tagte im Panorama Hotel in Gütenland bei Neunburg: Eine Machbarkeitsstudie erstellen.
Von Roland Thäder

Badeverbote sollen künftig der Vergangenheit angehören. Der Eixendorfer See soll sauber werden. Dafür setzt sich der runde Tisch ein. Foto: Thäder
Badeverbote sollen künftig der Vergangenheit angehören. Der Eixendorfer See soll sauber werden. Dafür setzt sich der runde Tisch ein. Foto: Thäder

Neunburg.Wegen der Beseitigung der Blaualgenplage werde man sich an das Bayerische Umweltministerium wenden. Ziel ist es, „baldmöglichst eine Machbarkeitsstudie für einen vergleichbaren Entnahmeturm im Eixendorfer See durch das in Bautzen tätige Helmholtz-Institut durchführen zu lassen“. Das versicherte Regierungspräsident Axel Bartelt in der jüngsten Sitzung des runden Tischs zum Eixendorfer See im Panorama Hotel Greiner in Gütenland. Das teilt die Regierung der Oberpfalz mit.

Gezieltes Ableiten von Oberflächenwasser aus dem Bautzener Stausee durch einen Entnahmeturm reduzierte im vergangenen Jahr die Blaualgenblüte in dem Gewässer in Sachsen deutlich (Die MZ berichtete). Das möchte die Stadt Neunburg nun auch für den Eixendorfer Stausee erreichen. „Wir haben klare Forderungen seitens der Kommunen gestellt“, sagte Bürgermeister Birner der Mittelbayerischen. Dabei sei er sich der Unterstützung des Regierungspräsidenten sicher. Noch im Juli erwartet Birner dazu eine Delegation von Vertretern der Sächsischen Talsperrenverwaltung und des Helmholtzzentrums in Neunburg zu Gesprächen. In diesem Zusammenhang können sie sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Sees machen. Unterlagen hätten sie bereits angefordert.

Umwelt

Blaualgen sollen endlich verschwinden

Der Eixendorfer Stausee soll ein Magnet für Touristen werden. Dafür muss an der Wasserqualität gearbeitet werden.

Darüber hinaus plädiert Birner dafür, dass das Wasserwirtschaftsamt Weiden, dass ein Gebäude für den Grundablass des Sees errichten will, die Planungen ergänzt. Sie sollen die Aufnahme der Technik für den Entnahmeturm berücksichtigen.

Offen ist noch die Frage, ob der See um 1,5 Meter höher auf 431 Meter ü N.N angestaut werden kann. Hier fehlt noch eine Stellungnahme des Landesamts für Umwelt, schreibt die Regierung. Eine im Rahmen dieses Höherstaus mögliche Dynamisierung des Wasserspiegels könnte sich neben fischereilichen Belangen unter Umständen auch positiv auf die Reduzierung des Blaualgenwachstums auswirken. Hier hoffen alle Beteiligten auf ein möglichst zeitnahes Ergebnis.

Auf Vorschlag des Landesfischeiverbands soll der Runde Tisch zudem in den Wasserpakt Bayern aufgenommen werden. Ziel dieser Initiative ist es, alle Kräfte zu bündeln, um auf freiwilliger Basis eine Verbesserung des Gewässerzustands zu erreichen.

Angegangen werden soll noch in diesem Jahr die Anpflanzung von Röhricht, das Phosphor aufnimmt und so den Blaualgen die Nahrung nimmt. Das Projekt „Boden:Ständig“ zur Erosionsminderung.

Auch für die vom Tourismusverein Neunburg vorgeschlagene, vom Hauptsee abgetrennte, Badebucht wurde ein erstes Konzept präsentiert, das sich zunächst mit der grundsätzlichen technischen Machbarkeit eines Trennbauwerks auseinandersetzt. Auch zu diesem Thema soll unter Federführung des Wasserwirtschaftsamts noch im Juli Gespräche stattfinden.

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