MyMz
Anzeige

Kultur

Die Neunburger Music Nights begeistern

Wegen des unbeständigten Wetters fanden die Konzerte in der Neunburger Schwarzachtalhalle statt. Die Stimmung war super.
Von Ralf Gohlke

Markus Engelstädter (li), Herrmann „Sherry“ Trautner und ihr Queen-Revival waren erneut der Höhepunkt der Music Nights. Foto: Ralf Gohlke
Markus Engelstädter (li), Herrmann „Sherry“ Trautner und ihr Queen-Revival waren erneut der Höhepunkt der Music Nights. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.„Sind wir froh, dass wir hier drinnen sein können“, meinte Roland Schleifer, der „Mister Baseman“ der Blechblosn, am Freitag. Was sich da an Helligkeit auf den Wänden der Schwarzachtalhalle abzeichnete, kam nämlich nicht vom Bühnenlicht und war auch kein Blitzlichtgewitter der Pressefotografen, sondern schlicht ein Unwetter, dass sich gerade rund um die Pfalzgrafenstadt entlud. Rechtzeitig hatte der Tennisclub als Veranstalter auf die ungünstigen Wetterprognosen für das Wochenende reagiert und den Veranstaltungsort der Neunburger Music Nights vom Burghof in die Schwarzachtalhalle verlegt.

Mehr als nur Blech

Ob allein daraus der eher etwas zögerliche Publikumsansturm am Freitag resultierte, darüber lässt sich nur spekulieren. In der Summe ergab sich aber dann doch eine ansehnliche Anzahl von Zuhörern, die gespannt waren, was die Kapelle Damisch Böhmisch unter Leitung von Herbert Hauser und die Partyband Blechblosn zu bieten hatten. Nur knapp eine Stunde blieben den Damen mit ihren Instrumenten, um das Publikum davon zu überzeugen, dass sich auch künftig ein Besuch dort lohnt, wo sie auf den Plakaten angekündigt werden.

Irgendwie schafften es alle Bands am Ende, das bekanntermaßen nicht so euphorische Oberpfälzer Publikum mitzunehmen. Damisch Böhmisch und die Blechblosn am Freitag, hätten ruhig etwas mehr Besuch verdient gehabt. Foto: ggo
Irgendwie schafften es alle Bands am Ende, das bekanntermaßen nicht so euphorische Oberpfälzer Publikum mitzunehmen. Damisch Böhmisch und die Blechblosn am Freitag, hätten ruhig etwas mehr Besuch verdient gehabt. Foto: ggo

Die große Überraschung des Abends war die Blechblosn. Schon der Einzug der siebenköpfigen Formation war ein Spektakel. Wer aber gemeint hatte, hinter dem Namen verberge sich eine „normale Blaskapelle“, der sah sich in angenehmer Weise im Irrtum. Nicht nur, dass jeder Musiker für sich schon ein Original darstellte, erwiesen sich alle auch als exzellente Multiinstrumental-Musiker. Schon im zweiten Ansatz wurde frei nach Haindling festgestellt „Bayern, des san ma mia“. Mit dem „Haberfeldtreiber“ von den Troglauer Buam und „Rock mi heit Nocht“ von voXXclub ging es nahtlos über zu zwei Nummern von ZZ Top.

Alle Bilder der beiden Abende finden Sie hier in der Bildergalerie:

Die Music Nights 2019 in Neunburg

Die weiteren Titel wurden nicht nur musikalisch performt, sondern auch mit der entsprechenden Bühnenshow unterstützt, wobei keiner der Musiker selbst überschwängliche Maskierungen scheute. Am Ende konnte sich auch das Publikum dem Elan der Band nicht mehr entziehen und tanzte, klatschte und sang mit, was das Zeug hielt.

Dass „Sweet Home Alabama“ nicht alles ist, was Lynyrd Skynyrd ausmachte, verdeutlichten dessen „Frynds“ eindrucksvoll als Opener am Samstag. Die Coverband aus dem Raum Roding stellte die Vielseitigkeit des Originals mit absoluter Spielfreude und Können heraus. Die Titel reichten von „Swamp Music“ über „Poison Whiskey“ bis „Free Bird“.

Bereits zum zweiten Mal gastierten Made in Liverpool in Neunburg. Ihre Stärke liegt darin, dass sie ausschließlich Titel spielen, die auch von Beatles bei ihren Liveauftritten zur Aufführung kamen, alles echt handgemacht. Foto: ggo
Bereits zum zweiten Mal gastierten Made in Liverpool in Neunburg. Ihre Stärke liegt darin, dass sie ausschließlich Titel spielen, die auch von Beatles bei ihren Liveauftritten zur Aufführung kamen, alles echt handgemacht. Foto: ggo

Bereits zum zweiten Mal stand mit „Made in Liverpool“ eine Beatles-Coverband der Extraklasse auf der Bühne der Schwarzachtalhalle. Wie schon im Vorjahr waren die Musiker, die ansonsten einmal pro Woche die Beatlemanier im ehrwürdigen „Cavern Club“ aufleben lassen, extra für diesen Abend aus England angereist. In ihrer, bei weitem nicht übertriebenen Bühnenshow, präsentierten sie die bekanntesten Titel der Fab-Four, angefangen bei „A Hard Days Night“ über „Roll Over Beethoven“, „All My Loving“ und einige mehr. Mit „Hey Jude“ und dem vielstimmigen „Nananana“ aus dem Publikum klang der Auftritt unter großen Beifall aus.

Queen for ever

Auch Markus Engelstädter und seine Queen-Coverband sind in Neunburg schon lange keine Unbekannten mehr. Aufgrund der noch relativ kurzen Restzeit für ihren Auftritt, nach den leider immer notwendigen Umbaupausen, komprimierte der Ausnahmesänger, der im Oktober zusammen mit den Smetana Symphonikern Prag in Neunburg auftreten wird, das Programm auf den bekanntesten Titel.

Zudem hatte er es sich zum Ziel gesetzt, auch jene Teile des Publikums zum Mitmachen zu animieren, die eigentlich, ihre Sitzplätze nicht aufgeben wollten. Mit Hilfe seiner und der unglaublichen Bühnenpräsenz der übrigen Bandmitglieder schaffte er am Ende auch das Kunststück. Bei den Titeln wie „A Kind Of Magic“, „I Want To Break Free“, „Crazy Little Things Called Love“ und anderen, konnte man einfach nicht anders, als mitzusingen und zu tanzen. Am Ende eines großen Musikabends, stand die Feststellung: „We are the Champions!“

Wandel

Neunburgs Pläne für die Altstadt

Für den Schrannenplatz will die Stadt einen Entwurf aus einem Guss. Mit einem Projekt soll der große Wurf gelingen.

Hier lesen Sie mehr Nachrichten aus Neunburg.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht