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Umwelt

Eine Badebucht für den Eixendorfer See

Experten wollen in Neunburg Röhricht-Versuchsfelder anlegen, um die Algen auszubremsen. Es gibt auch Pläne für ein Badeareal.

Röhricht-Anpflanzungen sollen einen Beitrag dazu leisten, dass Badeverbotsschilder am See der Vergangenheit angehören.  Foto: Kerscher/Archiv
Röhricht-Anpflanzungen sollen einen Beitrag dazu leisten, dass Badeverbotsschilder am See der Vergangenheit angehören. Foto: Kerscher/Archiv

Neunburg.Die Wasserqualität des Eixendorfer Stausees soll besser werden, die Blaualgen sollen verschwinden. Vertreter des Wasserwirtschaftsamts Weiden trafen sich deshalb am Mittwoch an deren Außenstelle am Stausee unter anderem mit Neunburgs Bürgermeister Martin Birner. Weitere Teilnehmer waren Vertreter der Stadt Rötz, des Neunburger Fischereivereins und des Yachtclubs. Inzwischen ist klar: Eine nachhaltige Verbesserung ist auf lange Sicht nur durch die Verminderung der Nährstoffeinträge aus dem Oberlauf möglich, schreibt Manuel Schlegel, am Wasserwirtschaftsamt zuständig für den Landkreis Schwandorf, in einer Pressemitteilung.

Als Ergebnis der Gespräche am Runden Tisch und des ÖKON-Gutachtens lässt das Wasserwirtschaftsamt gezielte Anpflanzungen, etwa von Röhrichten, untersuchen, um den Blaualgen Nahrung zu entziehen. Außerdem wäre ein vom Hauptsee abgetrennter Badebereich, sofern realisierbar, eine Möglichkeit, die Belange des Tourismus zu unterstützen.

Badeplätze

Hier badet der Landkreis Schwandorf

Sommer, Sonne, Badezeit: An den Seen hat die Saison begonnen. Wir verraten Geheimtipps – und die Wasserqualität.

Mit diesen Themen beschäftigt sich derzeit im Auftrag des Wasserwirtschaftsamts die ÖKON Gesellschaft für Landschaftsökologie, Gewässerbiologie und Umweltplanung aus Kallmünz in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Bauwesen, Wasserwirtschaft, Wasserbau und Grundbau SKI aus München.

„Für die Beantwortung der Fragen legen die Verantwortlichen großen Wert darauf, die Kenntnisse der vor Ort Beteiligten mit einzubeziehen.“

aus der Mitteilung des Wasserwirtschaftsamts

In der Mitteilung des Wasserwirtschaftsamts heißt es wörtlich: „Für die Beantwortung der Fragen legen die Verantwortlichen großen Wert darauf, die Kenntnisse der vor Ort Beteiligten mit einzubeziehen und deren Ideen und Interessen, wo immer möglich, zu berücksichtigen.“ Auch Bürgermeister Birner sprach gegenüber der Mittelbayerischen von einem sehr konstruktiven Arbeitstreffen.

Vor Ort stellten die Planer die ersten Ideen vor und besprachen die weiteren Planungsschritte. Ziel ist es, einen möglichen Badebereich – eine kleine Bucht im Bereich des Campingplatzes in Gütenland – näher ins Auge zu fassen. Dafür sind in der weiteren Planung insbesondere die notwendigen baulichen Abtrennungen und die lokale Gewässergüte in dem umgrenzten Bereich zu betrachten, schreibt Schlegel.

Der Wasserstand des Exendorfer Sees schwankt enorm

Für eine mögliche Badebucht spielen vor allem die Wasserqualität eines dortigen Seitenzuflusses sowie die Möglichkeiten zur Abfischung des Bereichs eine gewichtige Rolle. Geklärt ist inzwischen die Frage, wo geeignete Bereiche zu finden sind, um dem Seewasser durch gezieltes Pflanzenwachstum Nährstoffe zu entziehen. Dabei waren die häufigen Schwankungen des Wasserspiegels im Eixendorfer See zu berücksichtigen. Der Wasserstand des Eixendorfer Sees beträgt normalerweise 430 Meter über Normalnull.

Umwelt

Röhricht gegen Blaualgen im Hammersee

300 Quadratmeter schwimmende Inseln und eine Tauchwand sollen die Nährstoffzufuhr in den Bodenwöhrer See eindämmen.

Er kann bei Hochwasser nach oben um zehn Meter und bei Niedrigwasser nach unten um fünf Meter schwanken, erklärte Manuel Schlegel auf Anfrage der Mittelbayerischen. Hier ist vorstellbar, den bestehenden Röhricht-Saum durch gezielte Geländemodellierung zu verbreitern. Alternativ könnten wie am Hammersee schwimmende Inseln eingebracht werden, sofern sie sich sicher verankern lassen und auch mit der winterlichen Eisbildung zurechtkommen. Erste Anpflanzungen könnten unter Umständen noch heuer erfolgen. Test- und Versuchsfelder sollen am westlichen Ufer des Sees, in der sogenannten „Rentnerbucht“, in Betracht gezogen werden soll.

Maßnahmen reichen noch nicht aus

Abschließend wurde vereinbart, dass man in gleicher Besetzung im Vorfeld eines weiteren Runden Tisches im Spätherbst wieder zusammenfinden möchte. Alle Beteiligten möchten auf dem langen Weg zu einem intakten See ein Stück vorankommen. Gleichzeitig ist dem Kreis aber auch bewusst, dass diese Maßnahmen nur zwei von vielen weiteren Bausteinen für das gemeinsame Ziel eines intakten Stausees darstellen. (ro)

Bleiben Sie doch im Urlaub daheim! Es gibt so viele schöne Plätze im Landkreis Schwandorf:

Der Eixendorfer See ist einer unserer Urlaubstipps für den Landkreis.

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