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Stadtrat

Gute Noten für die Spitalstiftung

Der Neunburger Stadtrat segnet die Finanzen der Stiftung ab. Die Einrichtung kann eine hohe Belegungsrate vorweisen.
Von Ralf Gohlke

Das Marienheim ist solide finanziert. Foto: Ralf Gohlke
Das Marienheim ist solide finanziert. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Bis ins Jahr 1398 lässt sich die Gründung der Neunburger Spitalstiftung zurückverfolgen. Im Verlauf ihrer wechselhaften Geschichte stand stets das Wohl älterer und gebrechlicher Menschen im Vordergrund. In der Moderne ist das Marienheim das sichtbare Vermächtnis der Stiftungsgründer. Schon lange hat es den zeitgemäßen Standard eines Alten- und Pflegeheimes erreicht. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates stellten sich mit Josef Weiß der neue Leiter und mit Christine Weininger die neue Pflegedienstleiterin vor.

Bürgermeister Martin Birner nahm dies zum Anlass, sich bei der Stadt Schwandorf für die Unterstützung bei der Interimslösung in der Heimleitung von September 2018 bis April 2019 durch Egon Gottschall zu bedanken. Damit leitete er über zum Finanzabschluss der Jahre 2017 und 2018. Sie beinhalten nicht nur den reinen Zweckbetrieb des Marienheimes, sondern auch die Buchhaltung der dazugehörigen Seniorenwohnanlage im Spitalhof, die Land- und Forstwirtschaft sowie das Grundkapital der Stiftung.

Stadträtin Marianne Deml, als Beauftragte der Spitalstiftung, verteidigte die relativ hohen Rücklagen für Investitionen und laufende Instandhaltungsmaßnahmen. „Für die Bewertung einiger Bereiche müssen wir noch den Förderhaushalt des Freistaates abwarten“, betonte sie.

Der Haushalt für 2017 schloss mit einem Jahresüberschuss von rund 323 560 Euro ab, von denen aber auch Mittel für die Umsetzung der „Verordnung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetztes“, sprich zur Barrierefreiheit, aufgewendet werden müssten. Allein für die sechs noch umzurüstenden Zimmer stünde ein Betrag von rund 250 000 Euro im Raum. Als einen der Gründe für den guten Jahresabschluss wurde die Belegung von „beachtlichen 98,4 Prozent“ genannt.

Die Spitalstiftung

  • Verwaltung:

    Alle finanziellen Bereiche der Spitalstiftung werden über die städtische Kämmerei abgewickelt. Dazu gehört nicht nur das Marienheim, sondern auch die Seniorenwohnanlage im Spitalhof, sonstige Mietwohnungen und die zur Stiftung gehörende Land- und Forstwirtschaft.

  • Marienheim:

    Im Laufe der Zeit hat sich das Spital zu einem modernen Seniorenwohn- und Pflegeheim für alle Bevölkerungsschichten entwickelt. Mit der „Oase“ verfügt die Einrichtung über eine Abteilung, speziell für an Demenz erkrankte Heimbewohner.

Mit einem Plus von rund 85 263 Euro stellt sich auch das im Anschluss vorgestellte vorläufige Ergebnis der Jahresrechnung 2018 dar. Als Grund für das etwas schlechtere Belegungsergebnis von knapp 94 Prozent wurde die Unterschreitung der gesetzlich geforderten Quote an Fachkräften genannt. Diese Unterschreitung sei aber mittlerweile kein Thema mehr.

Nicht unerwähnt blieb das Ergebnis von Umfragen bei den Bewohnern und deren Angehörigen, die alle einen hohen Zufriedenheitsgrad mit der Einrichtung bescheinigten. „Wir sind froh darüber, dass die schwierigen Zeiten jetzt scheinbar endgültig vorüber sind“, meinte Margot Weber für die SPD-Fraktion und Martin Scharf von den Freien Wählern unterstrich, dass die Zahlen für eine gute Geschäftsführung sprächen. Während für den Abschluss 2017 bereits die Entlastung erteilt wurde, muss der Rechnungsprüfungsausschuss das Ergebnis 2018 erst noch prüfen.

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