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Kommune

Neunburg belebt altes Gefängnis wieder

Die Fronfeste soll ein echtes Haus der Generationen werden. Die Planungen für ein umfassendes Konzept sind fortgeschritten.
Von Ralf Gohlke

Diese ehemalige Gefängniszelle in der Fronfeste, dem Originalzustand angepasst, soll noch mit Insassen „belebt“ werden.  Foto: Johannes Peter Steidl
Diese ehemalige Gefängniszelle in der Fronfeste, dem Originalzustand angepasst, soll noch mit Insassen „belebt“ werden. Foto: Johannes Peter Steidl

Neunburg.Die aufwendige Sanierung der alten Fronfeste im Burghof ist abgeschlossen. Jetzt sollen die Räume einer entsprechenden Nutzung zugeführt werden. „Die Zielsetzung, hin zu einem Mehrgenerationenhaus hat sich nicht grundlegend geändert“, erklärte Bürgermeister Martin Birner im Stadtrat. Ohne in Konkurrenz zur Neunburger Gastronomie zu treten, sollen die Räume eine möglichst vielfältige Nutzung erfahren und zur Stätte der Begegnung, Kunst, Kultur, Handarbeit, Bildung und anderen werden.

Auf der Tagesordnung stand eine erste Zusammenfassung der Planung, mit der die Stadt Elke Reinhart beauftragt hat, die auch als Ansprechpartnerin für künftige Nutzer zur Verfügung stehen wird. Reinhart verwies auf das Raumangebot im Unter- und im ersten Obergeschoss sowie die Nutzungsmöglichkeiten als Gesellschaftszimmer, Seminar-, Büro- und Lagerräume.

Die Zielgruppen für die Nutzung blieben die Senioren und die Jugend. Als wichtig erachtete sie, aufgrund der Erfahrungen mit dem ehemaligen Jugendtreff, dass es in jedem Fall gelingen müsse, eine gute gesellschaftliche Mischung zu erreichen. Eine feste Vergabe von Probenräumen an Musikgruppen, wie in der alten Fronfeste, sei auf keinen Fall mehr vorgesehen. Dennoch bestehe grundsätzlich die Möglichkeit zu musizieren.

Von der Resonanz überrascht

Ein wenig bedauerte Reinhart, dass die im Rahmen der „Ü65-Kuchenparty“, am Rande der Schwarzachtalmesse geplante Umfrage bei den Senioren aufgrund des überaus großen Zuspruches nicht in der geplanten Form über die Bühne gehen konnte, sondern in Diskussionsrunden mündete. Dennoch hätten sich Interessenslagen nach Vorträgen und Filmvorführungen sowie Handarbeitskursen etc. abgezeichnet. „Für mich war interessant, dass die Senioren eine allgemeine Information über die Tageszeitung eher bevorzugten als eine persönliche Einladung“, berichtete die Stadtbeauftragte. Die Jugend dagegen favorisierte die Informationen oder Einladungen über die Social-Media-Kanäle.

Freizeit

Neunburger Stadtpark wird Work out-Zone

Sportgeräte und Segel sollen das Image des Naherholungsareals aufpolieren. Die Stadt setzt damit Anregungen der Bürger um.

Was die Jugendarbeit betraf, lud Reinhart schon jetzt die 14 bis 18 Jährigen zur Teilnahme an einer „Zukunftswerkstatt Fronfeste“ ein. Geplant sei die Mitgestaltung von zwei Räumen, sobald das WLAN verfügbar sei. In dem Zusammenhang erwähnte sie auch eine Studentin, die ihre Bachelor-Arbeit zu dem gesamten Themenkomplex verfassen und sich auch ehrenamtlich einbringen möchte.

In Planung sei auch die Ausgestaltung einer der ehemaligen Gefängniszellen als Schau-Objekt, zum Beispiel für Stadtführungen. An alle Kunstschaffenden erging daher ein Aufruf zur Gestaltung von zwei Figurinen als „Zelleninsassen“. Eine grobe Ideensammlung umfasste 13 Punkte, von VHS-Angeboten bis hin zu echten, Generationsübergreifenden Projekten. „Im großen und ganzen läuft es jetzt in die richtige Richtung“, lautete die erste Bilanz von Elke Reinhart.

Beschlüsse oder längere Aussprachen waren diesmal nicht vorgesehen. Für Margot Weber war es allerdings wichtig, dass der Stadtrat konkret festlegen möge, wer die Räume, zu welchen Zwecken und Bedingungen nutzen dürfe.

Neue Heim-Leitung vorgestellt

Ebenfalls nur der Information des Stadtrates diente die Vorstellung von Christine Weininger als neue Pflegedienstleiterin und von Josef Weiß, der nunmehr die Leitung des Marienheims übernommen hat. In kurzen Statements schilderten beide ihren beruflichen Werdegang. Bürgermeister Martin Birner stellte fest, dass mit der jetzigen Besetzung der Führungspositionen eine hervorragende Kombination von Erfahrung im eigenen Haus und externem Wissen gelungen sei. Als Spitalbeauftragte unterstrich Stadträtin Marianne Deml die gute Atmosphäre und den guten Ruf, den das Haus gleichermaßen bei den Bewohner und deren Angehörigen genieße.

An der Haltung einiger CSU-Stadträte gegenüber dem geplanten „Solarpark“ an der Industriestraße hat sich nichts geändert. So endeten alle Einzelbeschlüsse zur Bauleitplanung immer mit acht Gegenstimmen.

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