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Auszeichnung

Penting holte „Gold“ beim Wettbewerb

Nur 14 Tage blieben dem Neunburger Ortsteil, um sich für „Unser Dorf hat Zukunft“ fit zu machen – die Mühen wurden belohnt.
Von Ralf Gohlke

Die Bewertungskommission beeindruckte in Penting unter anderem, dass das Dorfbild ohne Dorferneuerung, sondern allein aus der eigenen Initiative der Dorfbewohner entstanden ist.
Die Bewertungskommission beeindruckte in Penting unter anderem, dass das Dorfbild ohne Dorferneuerung, sondern allein aus der eigenen Initiative der Dorfbewohner entstanden ist. Foto: R. Gohlke

Neunburg. Ganze 14 Tage blieben den Bewohnern des Neunburger Ortsteiles Penting, um ihr Dorf fit zu machen für eine Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Umso größer war jetzt die Freude, als Landrat Thomas Ebeling das Ergebnis der Bemühungen bekannt geben konnte. Penting erreichte zusammen mit dem Oberviechtacher Ortsteil Obermurach den ersten Platz und erhält somit eine Goldmedaille. Obermurach erhielt im Wettbewerb zusätzlich einen Sonderpreis für „Außerordentliches bürgerschaftliches Engagement zur Gestaltung des Lebensumfeldes“.

Der zweite Platz in der Gruppe A (bis zu 600 Einwohner), und damit eine Silbermedaille, ging an den Ortsteil Schneeberg in der Marktgemeinde Winklarn. Ebenfalls Gold, aber in der Gruppe B (601 bis 3000 Einwohner) ging außerdem an die Gemeinde Steinberg am See. Nachdem in diesem Jahr insgesamt nur diese vier Orte zum Wettbewerb gemeldet waren, werden nach dem Reglement nur Penting und Steinberg 2017 in ihren Gruppen am Bezirkswettbewerb teilnehmen.

Kleiner Empfang im Pfarrgarten

Nach dem unter Eingeweihten bekannt ist, dass die Ergebniseröffnung immer in einem „Golddorf“ stattfindet, war es letztlich keine allzu große Überraschung mehr, warum Landrat Thomas Ebeling am Freitagnachmittag persönlich nach Penting gekommen war. Der Gartenbauverein und die Ortsvereine hatten bereits dementsprechend einen kleinen Empfang im Pfarrgarten unter einem Wallnussbaum vorbereitet.

Dennoch baute der Landrat Spannung auf, indem er zunächst Bürgermeister Martin Birner, Ortspfarrer Theo Schmucker, seinen persönlichen Stellvertreter Arnold Kimmerl, diesmal als eines der Mitglieder der Bewertungskommission anwesend, Stadt- und Kreisrat Florian Meier sowie Heidi Schmid und Wolfgang Grosser vom Kreisgartenamt willkommen hieß.

Landrat Thomas Ebeling verkündete das Ergebnis.
Landrat Thomas Ebeling verkündete das Ergebnis. Foto: R. Gohlke

Stichpunktartig fasste er noch einmal die Kriterien zusammen, die für die Kommission ausschlaggebend gewesen waren. „Penting ist ein Dorf mit 405 Einwohnern und sieben Vereinen“, listete er auf. Es handle sich um ein „familienfreundliches Dorf mit funktionierenden sozialen Netzwerken“. Beeindruckt hatten die Kommission auch die Neubaugebiete mit vielen Neubürgern, die bereits hervorragend in die Dorfgemeinschaft integriert wurden. Daraus ergebe sich viel Entwicklungspotential. Als geradezu „beispiellos“ wurde die Bürgerwindanlage erachtet, die ohne Widerstand errichtet werden konnte. Als herausragend gegenüber den Mitbewerbern wurde auch gewertet, das die Entwicklung in dem Ort ohne Dorferneuerung vonstattengegangen sei. In diesem Sinn wünschte er Penting und Steinberg am See alles Gute für die Teilnahme am Bezirkswettbewerb 2017.

Bürgermeister Birner sichtlich stolz

Bürgermeister Martin Birner war sichtlich stolz auf seine Pentinger. Auf Anhieb „Gold“ zu bekommen, habe er nicht erwartet, zumal es mit der Anmeldung „Schlag auf Schlag“ gegangen sei. „Aber besser kann ein Dorfgebild nicht sein“, lobte er. Schnell habe sich ein Ehrgeiz entwickelt, der das gewohnte Engagement noch überflügelt habe. Aber alles, was hier geschehe, komme ausschließlich von der Bevölkerung selbst. Ebenso lobte er, wie hier die Dorfmitte und die Neubaugebiete eine kompakte Einheit bildeten.

Bürgermeister Martin Birner (links) und Landrat Thomas Ebeling (rechts) freuten sich mit der Bevölkerung und der Kommission über das Ergebnis.
Bürgermeister Martin Birner (links) und Landrat Thomas Ebeling (rechts) freuten sich mit der Bevölkerung und der Kommission über das Ergebnis. Foto: R. Gohlke

Für das nächste Nahziel, den Bezirksentscheid sagte er schon jetzt die gewohnte Unterstützung durch die Stadt zu. „Wir haben hier viele Kinder und viele glückliche Familien, das ist die beste Voraussetzung für eine gute Zukunft“, meinte er ganz im Sinne des Wettbewerbsmottos. Für die Bewohner selbst ergriff die Vorsitzende des Gartenbauvereins, Daniela Sieber, das Wort und unterstrich ebenfalls noch einmal, dass sie an einen solchen Erfolg kaum geglaubt hätte. Dies sei nur möglich gewesen, weil all in den 14 Tagen vor dem Besuch der Kommission zusammengeholfen hätten.

In einem Pressegespräch am Rande der kleinen Feier stellte Heidi Schmid heraus, dass diesmal sehr unterschiedliche Orte gestartet waren und bedauerte, dass wegen der geringen Teilnehmerzahl nur ein Golddorf der Gruppe A in die Bezirkswertung kommt. Obermurach sei absolut gleichwertig gewesen. Wolfgang Grosser dagegen brach eine Lanze dafür, dass die Bemühungen, vom Image des reinen „Schönheitswettbewerbes“ wegzukommen endlich Früchte trage. In den Dörfern stecke vielmehr Zukunft als häufig Glauben gemacht werde.

Teilnehmende Ortschaften

  • Steinberg am See:

    Goldmedaille und Weitermeldung zum Bezirksentscheid 2017; Gold Kreisebene 2013, Bronze Bezirksebene 2014. Seit 2014 Sanierung des Rathauses und Umgestaltung des Rathausplatzes, neue Entwicklungskonzepte für den See und weitere Baugebiete. Eine Ortschaft mit raschem und erfolgreichem Wandel vom Braunkohleindustriestandort zum Fremdenverkehrs- und Naherholungszentrum.

  • Schneeberg:

    Silbermedaille; reges Vereinsleben, Alt und Jung bringen sich mit vielfältigen Aktivitäten gut ein; gepflegte Gärten und öffentliche Grünflächen, Feuerwehrhaus, Festhalle und Backofen mit viel Eigenleistung erstellt; Naturnahe Landschaft an der Ascha mit vielen Biotopen, Streuobstbeständen.

  • Penting:

    Goldmedaille und Weitermeldung zum Bezirksentscheid 2017; 405 Einwohner, sieben Vereine, familienfreundliches Dorf mit funktionierenden sozialen Netzwerken; gut gestaltete Neubaugebiete mit vielen Neubürgern, die hervorragend ins Dorf integriert werden, viel Entwicklungspotential; beispiellose Bürgerwindkraftanlage, auch ohne Dorferneuerung viel erreicht.

  • Obermurach:

    Goldmedaille und Sonderpreis für „Außerordentliches bürgerschaftliches Engagement zur Gestaltung des Lebensumfeldes“. Gold Kreisebene 2008, Silber Bezirksebene 2009. Kleiner Ort mit 120 Einwohnern und starker Dorfgemeinschaft; idyllische Lage am Burghang mit sehr schönen Gärten und hervorragender Durchgrünung.

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